Digitale Speisekarte für Rhöner Gastronomen und Hoteliers

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Gespräch in Corona-Zeiten mit Abstand: Stefan Dehler (rechts) und Thomas Jöckel (links) stellen „Fulda aktuell“-Redaktionsleiter Bertram Lenz die digitale Speisekarte vor.
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Die digitale Speisekarte für Mac, PC und Smartphone. Hier als Fotomontage am Beispiel des „Gasthof zum Biber“ in Speicherz.

"Corona macht erfinderisch": Stefan Dehler und Thomas Jöckel über ihre gemeinsame Idee und Entwicklung sowie über das  Portal "rhönführer.de"

Petersberg - Die Idee einer digitalen Speisekarte spukte schon länger in den Köpfen von Stefan Dehler und Thomas Jöckel herum, bis der Gedanke – sozusagen befeuert durch die Corona-Pandemie – vor Kurzem realisiert wurde. In einem ersten Schritt richtet sich der Service an rund 200 Betriebe der Gastronomie- und Hotelbranche, die Partner des Freizeit- und Tourismusportals „rhönführer.de“ sind.

Die größte touristische Online-Plattform der Rhön ist von Dehler, dem Chef der Petersberger Werbeagentur „Dehler Design“, und Jöckel von „,ToolStage Software Engineering“ gemeinsam entwickelt worden und wird von beiden betrieben.

Und das steckt hinter der Idee: Nach wochenlangem Shutdown sind die Gastronomiebetriebe auch in der Rhön endlich wieder geöffnet – dies allerdings unter strengen hygienischen Auflagen. Um es den Wirten zu ersparen, ihre Speisekarten nach jeder Benutzung desinfizieren zu müssen, wurde diese Alternative entwickelt. Dehler: „Corona macht erfinderisch“.

Das Prinzip erläutert Jöckel im Gespräch mit „Fulda aktuell“: „Auf dem Tisch steht ein Papp-Aufsteller mit einem aufgedruckten QR-Code, der von uns generiert worden ist. Der wird vom Gast einfach gescannt, und schon öffnet sich die die digitale Speisekarte auf dem Handy. Und das garantiert virenfrei.“ Die Karte könne vom Gastronomiebetrieb selbst jederzeit kinderleicht angepasst und aktualisiert werden, ergänzt Dehler. „Außerdem können mehrere Karten angelegt werden – zum Beispiel für den Mittagstisch oder eine Abendkarte.“ Natürlich sei es möglich, die Karten für Gäste ohne Handy auszudrucken oder als PDF zur weiteren Verwendung herunterzuladen.

„Die Speisekarten werden zusätzlich auch auf dem Portal ,www.rhoenfuehrer.de.‘ auf der Seite des jeweiligen Betriebs angezeigt“, so Jöckel weiter. Beispiele hierfür wären der „Gasthof Zum Biber“ in Speicherz oder das „Landhaus Kehl“ in Lahrbach, für die bereits digitale Speisekarten angelegt wurden. Insgesamt arbeiten bislang neun Unternehmen aktiv mit der digitalen Speisekarte, gut 25 haben generell ihr Interesse bekundet. „Das Feedback zeigt, dass diejenigen, die schon mit der digitalen Speisekarte zu tun haben, sehr zufrieden damit sind. Eben weil sie den Nutzen erkennen“, freut sich Dehler. Anregungen nehmen er und Jöckel gerne entgegen und stehen natürlich auch mit Rat und Tat zur Seite, falls technische Fragen auftauchen. Oder sie verweisen auf die Adrresse https://youtu.be/4xKfvF4Ak-A, wo auf „Youtube“ unter diesem Link ein Schulungsvideo zu finden ist, um allen Interessierten den Funktionsumfang und die Bedienung der digitalen Speisekarte zu zeigen.

Künftig, so ist unter anderem geplant, soll das System um die Möglichkeit einer Online-Bestellung oder einer digitalen Bestellung im Restaurant erweitert werden. Für Unternehmen der Rhön, die auch die digitale Speisekarte nutzen wollen, aber noch kein Partner der Internetplattform rhönführer.de sind, besteht die Möglichkeit, Partner zu werden und von diesem Service kostenlos zu profitieren. Dehler zufolge gibt es bislang rund 500 Partnerbetriebe, die einen Jahresbeitrag von 216 Euro zahlen und die Vorteile der Plattform nutzen.

„Unser ,rhönführer.de‘-Portal versteht sich als Informationsplattform für die ganze Rhön, von Hammelburg bis Heringen“, so Dehler. Der große Vorteil sei, dass man umfassend und unabhängig arbeiten und Ideen relativ schnell und effektiv umsetzen könne. Über allem stehe das Ziel, „die komplette Rhön mit allem, was dazu gehört, zu vernetzen“ und als „Wanderwelt Nummer 1“ zu vermarkten. Oder, wie es Dehler abschließend zusammenfassend formuliert: „Wir haben Visionen und fühlen uns der Rhön als unsere Heimat eng verbunden“. Die Rhön sei ein „Land der Sinne“.

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