Digitaler Leuchtturm, der weit über Osthessen strahlt

Da flog die Erde: Offizieller Spatenstich „in Präsenz“ am Freitagmittag auf dem Baugrundstück für den „smartcampus Märzrasen“ in Welkers. Mit dabei Bundestagsabgeordneter Michael Brand, Bürgermeister Johannes Rothmund und die beiden Geschäftsführer Manuel Bittorf und Paul Gummert. Als „digitales Orchester“ begleitete der Musikverein Lütter das Ereignis.
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Da flog die Erde: Offizieller Spatenstich „in Präsenz“ am Freitagmittag auf dem Baugrundstück für den „smartcampus Märzrasen“ in Welkers. Mit dabei Bundestagsabgeordneter Michael Brand, Bürgermeister Johannes Rothmund und die beiden Geschäftsführer Manuel Bittorf und Paul Gummert. Als „digitales Orchester“ begleitete der Musikverein Lütter das Ereignis.

Virtuell und in Präsenz: Spatenstich am Freitagmittag für den „smartcampus Märzrasen“ in Welkers

VON BERTRAM LENZ

Eichenzell. Als „Signal für die Zukunft“ und als „Leuchtturm, der weit über die Region Osthessen“ hinausstrahlt, hat der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand am Freitagmittag den „smartcampus“ im Eichenzeller Ortseil Welkers Am Märzrasen) bezeichnet. Sowohl virtuell per Livestream im Eichenzeller Schlösschen als danach auch in Präsenz auf dem 5.700 Quadratmeter großen Baugrundstück, wurde der offizielle Spatenstich für den neuen Technologie- und Innovationscampus vollzogen.

Dieser vereint Innovation, Erfindertum und Technologie unter einem Dach. Die Bauphase soll Anfang 2023 abgeschlossen sein, ab dann können die hochmodernen Büroflächen, Lernlabore, Showrooms und Tagungsräume bezogen werden.

„Die Digitalisierung in Deutschland ist im Vergleich zu anderen Ländern in der EU ausbaufähig. Wir dürfen nicht den Anschluss verpassen und müssen beweisen, dass auch in Deutschland innovative und zukunftsträchtige Technologien entwickelt werden“, so Manuel Bittorf, der sich als Geschäftsführer des „smartcampus“ um die technologische Ausrichtung kümmert.

Geschäftsführer und Investor Paul Gummert ergänzte: „Wir möchten innovativen Unternehmen den Raum geben, an zukunftsweisenden Projekten und Produkten zu arbeiten und ihnen die notwendige Grundlage dafür geben“.

Unter einem Dach können sich Unternehmen hochmoderne Büroflächen anmieten und dort zusammen mit anderen die digitale Inklusion mitgestalten. Das in der Großgemeidne Eichenzell einmalig schnelle Breitbandnetz mit bis zu 100 Gigabit/s, die zentrale Lage direkt an der A 7 und A 66 sowie die gebäudetechnischen Vorkehrungen mit smarten Technologien stellten dafür das notwendige Grundgerüst.

„Mit dem neuen Technologie- und Innovationscampus stellt Eichenzell die Weichen für die digitale Entwicklung der nächsten Jahrzehnte“, sagte die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Professor Dr. Kristina Sinemus, in einem Livestream. „Eichenzell entwickelt sich damit zu einem Vorzeigestandort für die digitale Transformation. In hoch innovativer und dynamischer Weise vernetzen sich hier – in der Mitte Deutschlands – die maßgeblichen Akteure, um in eine gute, gesicherte Zukunft zu investieren.

Digitalisierung wird hier gelebt“.

Rund ein gutes Dutzend Grußworte von Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft wurden in die smarte Veranstaltung integriert, darunter Landtagsabgeordnete, Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber, Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Landrat Bernd Woide. Bundestagsabgeordneter Brand ließ es sich nicht nehmen, dem Spatenstich in Präsenz beizuwohnen. Zusammen mit Moderator Bernd Klaus führte er durch das Programm.

Bürgermeister Johannes Rothmund hatte als Hausherr die virtuelle Veranstaltung aus dem Eichenzeller Schlösschen eröffnet: „Mit dem ,smartcampus‘ zeigt Eichenzell, dass Digitalisierung und Technologie ein neues Zuhause bekommen, direkt hier in Eichenzell“.

Vier smarte Bereiche

Das Konzept vier Bereiche vor: smart:work Arbeiten im Campus), smart:meet Tagen im Campus), smart:labs Lernen und Forschen im Campus) und smart:data Das Datacenter der Zukunft).

„Die Bauweise und die Aufmachung am Gelände selbst wird sich an einen Hochschul-Campus anlehnen“, sagt Gummert. „Ein gastronomisches Angebot, Ladesäulen für eCars und eBikes, Solartechnik, energieeffiziente Gebäudestrukturen, zuverlässige Sicherheitstechnik, modulare Veranstaltungs- und Meetingräume und die direkte Anbindung an den Bahnhof im Industriegebiet sollen den Mitarbeitern und Firmen ein modernes Arbeitsumfeld bieten“, ergänzt Bittorf. Darüber hinaus soll ein Fußballfeld großes Rechenzentrum entstehen.

Ein besonderer Bereich des smartcampus wird das Rechenzentrum werden. „Für mich persönlich dreht sich alles um IT“, schwärmt Manuel Bittorf, welcher als Informatiker auch Geschäftsführer des IT-Outsourcing-Spezialisten rhöncloud ist. „Im Campus werden wir unter Beachtung aller neuen Technologien ein Hochleistungsrechenzentrum auf die Beine stellen, welches Platz für bis zu 600 Serverschränke bieten wird“, wies Paul Gummert anschließend auf die Verteilung der Flächen hin.

Laut den Campus-Geschäftsführern werden die Plätze für freie Serverschränke- und Kapazitäten in den großen Ballungszentren rar. Der Campus soll eine Alternative bieten und das sogar mit schnelleren Übertragungsraten. Bittorf fügte an, dass das Rechenzentrum energieeffizient und mit allen notwendigen Zertifizierungen ausgestattet sein wird, denn das Thema Nachhaltigkeit steht neben Performance und Sicherheit an oberster Stelle.

Interessenten können sich ab sofort auch über die neue Webseite des smartcampus informieren: https://smart-campus.io

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