Digitalisierung und Netzwerken als Schlüsselworte beim Hünfelder Unternehmertreffen

17. Hünfelder Unternehmertreffen im Autohaus "Deisenroth & Söhne".
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17. Hünfelder Unternehmertreffen im Autohaus "Deisenroth & Söhne".

17. Hünfelder Unternehmertreffen im Autohaus "Deisenroth & Söhne" mit rund 100 Unternehmern aus der Haunestadt und einem Vortrag von Thomas Müller (Audi AG).

Hünfeld - Rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Hünfeld und der Region waren zum 17. Unternehmertreffen gekommen, das diesmal vom Autohaus "Deisenroth & Söhne" ausgerichtet worden war.

Werner Deisenroth als Hausherr begrüßte die Gäste unter anderem mit den Worten: "Wir müssen voneinander profitieren, um die Kaufkraft in Hünfeld zu binden." Seine Familie habe mit dem Neu- und Umbau des "Audi"-Autohauses am Wolfsgraben "ein klares Bekenntnis zum Standort Hünfeld" abgelegt. "Nutzen Sie den Abend als interessante Plattform, um sich kennenzulernen und zu informieren", rief der dem Publikum zu.

Die beiden 2015 ins Unternehmen eingestiegenen Söhne Moritz und Niclas Deisenroth gaben einen kurzen Überblick über die Firmengeschichte, die bereits 1928 mit einer Reparaturwerkstatt in Rasdorf begann und zum heutigen "VW"- und "Audi"-Autohaus mit  142 Mitarbeitern an den Standorten Hünfeld und Alsfeld wurde. Die beiden Brüder sind die inzwischen vierte Generation des familiengeführten Unternehmens, dessen Firmenphilosophie die Brüder kurz vorstellten.

Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk lobte die mittelständischen Unternehmen der Haunestadt, die "maßgeblich zu der insgesamt günstigen wirtschaftlichen Entwicklung Hünfelds beigetragen haben". In Bezug auf die "Coty"-Schließung zeigte Schwenk sich als Optimist: "Ich hoffe nach wie vor, dass da noch etwas gelingen word, was zumindest einen Teil der Arbeitsplätze rettet oder neue Arbeitsplätze und Erwerbsmöglichkeiten bringen wird", sagte der Bürgermeister. Das Beispiel "Coty" macht deutlich, was der Unterschied zwischen inhabergeführten mittelständischen Unternehmen und international Konzerne sei. "Unternehmer, die in der Region verwurzelt sind, treffen ihre Entscheidungen nach anderen Maßstäben", so Schwenk.

Landrat Bernd Woide ging in seinem Grußwort darauf ein, was Politik tun könne, um Unternehmen zu fördern und zu halten. "Berufliche Qualifikation zählt", sagte Woide und nannte die Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld als Beispiel dafür, wie junge Menschen in der Region für die Region ausgebildet werden könnten. "Wir müssen den familiengeführten Mittelstand in der Region hochhalten", sagte der Landrat.

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schunck hob die positiven Wirtschafts- und Arbeitslosenzahlen der Region hervor und ging auch auf "Wella" ein: Bei der Übernahme durch ,Coty' wurde der Standort Hünfeld hoch gelobt. Wenige Monate danach wurde die Schließung verkündet. So geht man nicht mit einer Region um", sagte Schunck und erntete damit den Beifall der Unternehmer.

In einem Vortrag erläuterte Thomas Müller, der Leiter Digitales Marketing der "Auto AG" im Vertrieb Deutschland die Möglichkeiten und Chancen, aber vor allem nicht zuletzt die Notwendigkeit der Digitalisierung von Unternehmen, wenn sie heute Bestand auf dem Markt haben wollen. Die Pflege der eigenen Unternehmenswebsite, soziale Netzwerke - Müller nannte hier vor allem "Facebook" - und auch Werbemaßnahmen wie Newsletter seien heute unabdingbar. Anhand der "Audi AG" zeigte der Fachmann die positiven Auswirkungen der Digitalisierung auf. Neben dem stationären Handel sei eine digitale Präsenz heute überaus wichtig.

Nach dem von den Zuhörern als interessant aufgenommenen Vortrag netzwerkten die Hünfelder Unternehmer in gemütlichem Rahmen im Autohaus "Deisenroth & Söhne". Wirtschaft, Politik und Verwaltung der Haunestadt nutzten den Abend zum gegenseitigen Kennenlernen und Kontakte knüpfen. "Bei einem dieser Treffen stellte ein Unternehmer fest, dass die Schrauben, die er für seine Firma braucht, in Sargenzell hergestellt werden. So brauchte er sie nicht mehr aus Übersee zu importieren", erzählte Hünfelds Pressesprecher Helmut Käsmann gegenüber "Fulda aktuell" und unterstrich damit die Bedeutung solcher Events für die heimischen Unternehmer.

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