Diktatur und Demokratie

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Geisa/Rasdorf. Eine neue Dauerausstellung wurde mit viel Polit-Prominenz in "Point Alpha" eröffnet.

Geisa/Rasdorf. Große Freude und großer Bahnhof auf "Point Alpha": In dieser Woche konnte die neue Dauerausstellung im "Haus auf der Grenze" eröffnet werden. Mit dabei Kulturstaatsministerin im Bundeskanzleramt Monika Grütters, der Leiter der Berliner Stasi-Unterlagenbehörde Roland Jahn und der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand (auf dem Foto vor dem früheren US-Beobachtungsposten mit Hessens Staatskanzlei-Chef Axel Wintermeyer und Stiftungsdirektor Volker Bausch).

"Viele Jugendliche können heute einmal mehr nicht klar zwischen Diktatur und Demokratie unterscheiden. Dies ist ein alarmierendes Zeichen!", erklärte Grütters. "Die historisch-politische Vermittlungsarbeit ist gerade deshalb eine zentrale Aufgabe der Zukunft; sie wird besonders an authentischen Orten wie in der Gedenkstätte Point Alpha vorbildlich geleistet."

Der immer wieder im Bundeskanzleramt für das Projekt werbende Abgeordnete Michael Brand sieht in der Unterstützung einen "weiteren, wichtigen Erfolg und ein noch stärkeres politisches Signal, dass die Zeit der Diktatur auch nach Jahrzehnten der Demokratie nicht vergessen ist".

Der Bund hat zur Finanzierung der neuen Dauerausstellung "Die Staatsgrenze der DDR im Kalten Krieg" mehr als 183.000 Euro beigetragen. Die Länder Thüringen und Hessen haben zusammen einen gleich hohen Beitrag geleistet. Insgesamt hat der Bund die Point Alpha Stiftung in den vergangenen Jahren bei ihren Projekten mit 665.000 Euro unterstützt, wie Brand berichtet, darunter die Ausstellung im früheren US-Camp und der "Weg der Hoffnung" entlang dem früheren Todesstreifen.

Die neue Ausstellung setzt neben historischen Exponaten auf moderne Technik und Medien. So wurden 20 Gespräche mit Zeitzeugen neu aufgenommen. Thematisch und räumlich gliedert sich die Ausstellung in drei Bereiche. Sie beginnt mit der Teilung Europas und dem Kalten Krieg, erzählt dann die Geschichte der Grenze, um am Ende zu zeigen, was sie für die Menschen in der Region bedeutete. Am Ende des Rundgangs lädt darüber hinaus eine Erzählstation die Besucher dazu ein, auch eigene Erlebnisse zu dokumentieren. Daraus soll dann ein lebendiges regionalgeschichtliches Archiv entstehen.

Die Gedenkstätte Point Alpha erstreckt sich auf einer Fläche von rund 100.000 Quadratmetern über hessisches und thüringisches Gebiet. Neben dem ehemaligen US-Beobachtungsstützpunkt zeigt die Gedenkstätte teils originale, teils rekonstruierte Grenzanlagen der ehemaligen DDR. Weitere Informationen unter www.pointalpha.com .

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