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Früherer Fuldaer Bürgermeister Dr. Dippel darf Doktortitel behalten

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Aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichts Kassel vom Dienstagvormittag

Fulda/Kassel - Erfolg für Dr. Wolfgang Dippel: Die vierte Kammer des Verwaltungsgerichts Kassel hat am Dienstag entschieden, dass der frühere Fuldaer Bürgermeister und jetzige Staatssekretär im hessischen Sozialministerium seinen Doktortitel behalten darf.

Zum Hintergrund: 2015 hatte die Universität Kassel  dem CDU-Politiker den 1995 an der damaligen Gesamthochschule Kassel erworbenen Doktorgrad entzogen. Der Promotionsausschuss hatte diese Entscheidung damit begründet, dass nach sorgfältiger Ermittlung der Aktenlage unter Berücksichtigung der Anhörungen – schriftlich und mündlich – der Vorwurf des Plagiats vom Promotionsausschuss als gerechtfertigt zu bezeichnen sei ("Fulda aktuell" berichtete damals ausführlich).

Dippel hatte gegen diese Entscheidung der Kasseler Universität  Widerspruch eingelegt und angekündigt, Klage vor dem Verwaltungsgericht Kassel zu erheben. Diese hatte – wie der Widerspruch – aufschiebende Wirkung; das heißt,  Dippel durfte bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung seinen Doktortitel führen.

 In der mündlichen Verhandlung am Dienstag betonte  Richterin Sigrun Markowski unter anderem, dass Dippel  nach umfassender juristischer Prüfung weder getäuscht noch ein Plagiat begangen habe.

Gegenüber "Fulda aktuell" fühlte sich Dippel am Nachmittag auf Anfrage von der Entscheidung des Gerichts bestätigt. "Ich habe stets gesagt, dass ich vor 24 Jahren Fehler gemacht, aber nicht getäuscht habe." Die Arbeit sei eng von zwei Professoren begleitet und mit "bestanden" bewertet worden. Es sei richtig gewesen, gegen das Ansinnen der  Universität Kassel vorzugehen, ihm den Doktortitel entziehen zu wollen.

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