DIRT 4 aus dem Hause Codemasters: Authentische Autorennen auf der Spielkonsole

Das neue Rennspiel aus dem Hause Codemasters im redaktionellen Test.

Für virtuelle Rennsport-Freunde gibt es derzeit viele Spiele am heiß umkämpften Software-Markt. Ob am PC oder einer Spielkonsole, die Auswahl ist riesengroß. Dabei sind auch die Qualitäts-Standards in den vergangenen Jahren auf ein enormes Niveau angewachsen und lassen die virtuelle Hatz auf den Rennstrecken dieser Welt nicht nur aussehen wie bei einer TV-Übertragung, sondern fühlen sich dank moderner Eingabegeräte, wie „ForceFeedback-Lenkrädern“ und hydraulischen Sitzen, aber auch der neusten Generation „Gaming-Pads“ extrem authentisch an.

Die Softwareentwickler aus dem Hause Codemasters schicken nun die staubige Rally-Simulation „Dirt 4“ in das Rennen, um die Gunst der Käufer. Und - das darf schon vorweg erwähnt werden – diese macht dabei eine sehr gute Figur. Aller Anfang ist bekanntlich schwer, sagt man, doch die „Rally-Gene“ hat „Dirt 4“ vom Urvater aller Rally-Spiele, dem legendären „Colin McRae Rally“, aus dem Jahre 1998, im Blut. Ja, so lange ist das schon her! Doch in der Gegenwart angekommen, besticht „Dirt 4“ durch ein ultrarealistisches Fahrmodell, welches sich sowohl mit Lenkrad als auch Game-Pad fantastisch anfühlt. Stets ist man Herr der Lage, kontrolliert die Boliden feinfühlig über die staubigen, matschigen oder verschneiten Terrains des virtuellen Strecken-Portfolios. Herrlich ist dieses Fahrgefühl, das sowohl Profis als auch Einsteiger gleichermaßen anspricht.

Viele „Helferlein“ sind in den Menüs zu- und abschaltbar, bieten viele Anpassungen zum Individualisieren des eigenen Fahrstils- und Können. Da sind wir dann leider auch bei dem auffälligsten Kritikpunkt von „Dirt4“: den Menüs sowie der gesamten Präsentation. Das geht besser, „Codemasters“! Altbackene Optik in den Menü-Strukturen, flache, gar hässlich wirkende Strecken-Übersichtskarten, ein öder Service-Parc, und auch das Podium gähnt vor Langeweile und Lieblosigkeit. Zum Glück ist der untermalende Soundtrack vom extraklasse und lenkt mich von den Pixel-Menüs bisweilen etwas ab. Auf und neben der Strecke ist jedoch alles „State of the Art“: Die Fahrbahnuntergründe, Matsch, Schnee, Sand, Schotter und Vegetation sehen realistisch und hübsch aus.

Im gleißenden Scheinwerferkegel in der Abenddämmerung durch Australiens Hinterland, im Regen durch die naturbelassenen Landschaften Schwedens oder mit Buggys in einer kalifornischen Renn-Arena – „Dirt 4“ sieht klasse aus. Alle Boliden sind bis in die kleinsten Details nachgebildet, klingen markerschütternd brutal und bieten aufgrund unterschiedlicher Rennserien reichlich Abwechslung im Fuhrpark. Kleine Rally-Klassen bis hin zu den WRC-Boliden, Buggys, LandRush-Trucks oder die agilen RallyeCross-Geschosse im harten Positionskampf – „Dirt4“ macht in diesen Disziplinen alles richtig und setzt gegen Streckenarmut noch einen Track-Generator obendrauf! Racer-Herz, was willst Du mehr?

Fazit: Alte Gene neu erweckt: „Dirt4“ tritt in die Fußstapfen des legendären Colin McRae aus den 90er-Jahren und schafft ein wunderbares Gesamtpaket aus unterschiedlichsten Rennserien der „Dreckigen Art“. Sound, Optik und besonders die Spielbarkeit, Realismus und in der Karriere der nötige Tiefgang sind Garanten für einen langen Spielspaß, der sich sehr nahe an der Realität orientiert und dabei auch Einsteigern die schmutzige Pistenhatz ermöglicht. Wer dann nach Wochen die Karriere und den Online-Part gemeistert hat, findet im genialen Strecken-Generator „YourStage“ eine unbegrenzte Vielfalt an neu zu meisternden Kursen. „Dirt4“ ist im Rally-Genre das derzeit beste, weil kompletteste Rennspiel.

Kurz-Fazit

Grafik:

8,5 /10

Sound:

10/10

Steuerung:

9/10

Spielspaß:

9/10

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Bilanz der Bad Hersfelder Festspiele: 100.000-Besucher-Marke geknackt

Intendant Dr. Dieter Wedel ist erfreut über "seine" erfolgreichen Festspiele, die am heutigen Mittwoch mit einer Abschlussgala zu Ende gehen.
Bilanz der Bad Hersfelder Festspiele: 100.000-Besucher-Marke geknackt

Betrunkener Randalierer bei der Bahnhofsmission: Mitarbeiter verschanzen sich

Gestern randalierte ein 33-jähriger Mann bei der Bahnhofsmission. Die Mitarbeiter versteckte sich in einem hinteren Raum.
Betrunkener Randalierer bei der Bahnhofsmission: Mitarbeiter verschanzen sich

Stolz auf die neue Spezialeinheit der Bundespolizei Hünfeld

Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus (BFE+) am Mittwoch offiziell in Dienst gestellt
Stolz auf die neue Spezialeinheit der Bundespolizei Hünfeld

Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter radelte durch Fulda

Die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Peter, informierte sich am Dienstagabend radelnd über neuralgische Punkte für Radfahrer in Fulda.
Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter radelte durch Fulda

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.