Diskussion auf Einladung der KVA

Vogelsbergkreis. Auf Einladung der Kommunalen Vermittlungsagentur fand im Rahmen des Marktplatzes Ausbildung (wir berichteten) eine Podiumsdiskussion

Vogelsbergkreis. Auf Einladung der Kommunalen Vermittlungsagentur fand im Rahmen des Marktplatzes Ausbildung (wir berichteten) eine Podiumsdiskussion mit Fachleuten statt, die den bergang von der Schule in den Beruf zum Inhalt hatte. Die Wahl eines guten und passenden Berufs ist nach wie vor eine prgende Lebensentscheidung - auch wenn man heute in der Regel nicht mehr 45 Jahre in ein und demselben Beruf bleibt.

Bei der Entscheidungsfindung haben Eltern, Lehrer aber auch die Firmen, die ihre spteren Fachkrfte ausbilden wollen, eine hohe Verantwortung. Und: Die Anforderungen in der Wirtschaft wachsen rasant. Aber entscheidend ist, was die jungen Leute selbst unternehmen, wie sie selbst fr sich Verantwortung bernehmen, damit es fr sie "passt". Dies wurde sehr deutlich in der Podiumsdiskussion sehr deutlich. Die Moderation hatte Diplom-Volkswirt Harald Finke von der Vogelsberg Consult bernommen.

Selbst aktiv werden, Fragen stellen, sich interessieren, sich informieren, mutig zu Betrieben hingehen, Praktika vereinbaren und damit wahrnehmbares Interesse bekunden (auch ber die schulischen Praktika hinaus) das Gehrte und Erlebte vergleichen und sich Rat holen - damit klappt Berufsorientierung am besten. Und das alles so frhzeitig wie mglich - also bereits deutlich mehr als ein Jahr vor dem angestrebten Schulabschluss. Darber bestand auf dem Podium groe Einigkeit.

"An der Wascherdeschule haben im vergangenen Jahr von 140 Abgngern der Haupt- und Realschule nur 27 eine Ausbildung begonnen", berichtete Schulleiterin Karin Zeuch. Aufgrund der Knappheit an Ausbildungspltzen der vergangenen Jahre sei der Besuch einer weiterfhrenden Schule dann in vielen Fllen nicht der eigentliche Plan der Jugendlichen, sondern eher eine "Notlsung".

Cornelia Philipp, Geschftsfhrerin der Firma Philipp-Bau, machte Hauptschlern Mut: "Bei uns kann ein guter Hauptschler bis zum Meister aufsteigen. Wichtig sind mir die Zeugnisnoten nur in bestimmten Fchern, wir schauen uns nicht nur Noten sondern den ganzen Menschen an", erklrt sie weiter. Ausschlag gebend seien besonders die Beurteilungen des Arbeits- und Sozialverhaltens wie auch die Fehlzeiten - dies sage oft mehr ber einen Bewerber aus.

Schulleiter Heinz Horst berichtete von seinen guten Erfahrungen, Hauptschler ber den "Zwischenschritt" Berufsfachschule in den Beruf berzuleiten. Bettina Lorenz, Fachbereichsleiterin Arbeitslehre der Schule an der Wascherde, wnschte sich von den Betrieben mehr Prsenz in den Schulen, um sich dort mit den mglichen Ausbildungsberufen bekannt zu machen. Den Jugendlichen knnten dadurch wichtige Orientierungshilfen und die ntige Motivation gegeben werden.

Sabine Kreis, Ausbildungsleiterin der STI-Unternehmensgruppe, berichtete von einem groen "Run" auf Ausbildungspltze bei STI. "Wir sind aufgrund unserer Bekanntheit in der luxurisen Situation unsere Nachwuchskrfte aus unzhligen Bewerbern aussuchen zu knnen. Trotzdem sind wir prsent, so wie hier auf der Ausbildungsmesse", sagte sie, " und wir sind offen fr Gesprche mit Jugendlichen und bieten Praktika an".

Stefanie Trabandt, Vermittlerin fr Jugendliche bei der Kommunalen Vermittlungs-agentur, und Bernd Wojack von der Kompetenzagentur Vogelsbergkreis (Beratungsstelle B:24), beleuchteten die Probleme von Jugendlichen, die nur sehr schwer in den Ausbildungsmarkt vermittelt werden knnen. Hier sei Begleitung und Untersttzung unerlsslich, bis das "Stehen auf eigenen Fen" sicher funktioniere.

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