Dunkle Gestalten: Polizei gibt Tipps zum Einbruchsschutz

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Osthessen. Vor allem in der Dämmerung schlagen Einbrecher zu - und richten oft großen Schaden an.

Osthessen. Ein Einbruch in die eigenen vier Wände bedeutet für viele Menschen, ob jung oder alt, einen großen Schock. Dabei machen den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder schwerwiegendere psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, häufig mehr zu schaffen als der erlittene materielle Schaden an sich.

Bereits zu Beginn der dunklen Jahreszeithat die Polizei vor der damit erfahrungsgemäß verbundenen Zunahme von Einbrüchen in Wohnungen, Firmen und anderen Objekten gewarnt. Seit Beginn des Jahres 2014 sind gerade im Vogelsbergkreis und im Landkreis Fulda steigende Fallzahlen zu verzeichnen. Stehen dabei im Vogelsbergkreis die Städte und Gemeinden entlang der A5 im Fokus der Einbrecher, sind im Landkreis Fulda oftmals die Gemeinden an der A66 und den Bundesstraßen 27, 254 und 458 betroffen.

Dabei handelt es sich meistens um reisende Täter, die nach den Einbrüchen die leicht zu erreichenden und schnellen Fluchtwege nutzen. Doch auch die regionalen und ortsansässigen Einbrecher sind aktiv. Oft kundschaften sie ihre Ziele ebenso wie die reisenden Täter aus und schlagen in ausgewählten Ortschaften gleich bei mehreren Objekten zu. Beliebt sind in den späten Nachmittagsstunden, im Schutz der Dämmerung, auch Wohngebiete. Dort überprüfen die Täter zunächst ob die Bewohner anwesend sind, sie schleichen um die Häuser, beobachten ob Licht eingeschaltet ist oder klingeln, auch unter dem Vorwand des Bettelns, an den Haustüren. Um in ein Haus zu gelangen, genügen oft wenige Sekunden:  Fenster und Türen werden aufgehebelt, Scheiben eingeschlagen. Auf der Suche nach geeigneten Einstiegsmöglichkeiten klettern die Täter auch über Balkone und Lichtschächte. Hier schützen oft schon Bewegungsmelder oder Einbruch hemmende Türen und Fenster. Sie können sich kostenlos von der Polizei beraten lassen, was für sie infrage kommt.

Die Polizei in Osthessen schützt mit hohem Aufwand seine Bürgerinnen und Bürger vor Einbrechern. Offene Kontrollen, im Streifenwagen oder mit Fußstreifen, aber auch mit unauffälligen zivilen Kräften im operativen Bereich.

"Eine überaus wichtige Hilfe im Kampf gegen die Einbrecher sind unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger. An ihren Türen klingeln die vermeintlichen Bettler, sie sehen unbekannte Personen und Fahrzeuge in ihren Wohngebieten und ihnen fallen Lichtschein und Geräusche aus Firmen, Schulen, Kindergärten und anderen Häusern auf, wenn sie, zum Beispiel, abends auf dem Nachhauseweg sind oder von der letzten Runde mit dem Hund zurückkehren", sagt Martin Schäfer, Pressesprecher des "Polizeipräsidiums Osthessen".

"Helfen sie der Polizei, und schützen sie damit ihr Eigentum und das ihrer Nachbarn. Melden sie verdächtige Personen, Fahrzeuge oder sonstige Wahrnehmungen schnellstens über den Notruf 110. Wir kommen lieber mehrmals umsonst, als einmal zu spät, wenn die Täter längst das Weite gesucht haben. Notieren sie sich Autokennzeichen und Personenbeschreibungen, ber das Wichtigste: Rufen sie bitte sofort die 110 an", fügt Schäfer hinzu.

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