Durchhaltevermögen gefragt: Baustelle in Dipperz erfordert viel Geduld

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Die Langzeit-Baustelle in Dipperz erfordert viel Geduld der Anwohner und Gewerbetreibenden. Ist bald ein Ende in Sicht?

Dipperz - Mehr Wohn- ,Aufenthalts- und Lebensqualität, dass ist das Ziel der seit März andauernden Bauarbeiten im Ortskern von Dipperz. „Wir möchten das Umfeld für Gewerbebetriebe und Dienstleistungsunternehmen attraktiver machen aber auch für mehr Verkehrssicherheit sorgen“, erklärt Klaus-Dieter Vogler, Bürgermeister von Dipperz auf Anfrage von „Fulda aktuell“.

Dabei geht es nicht nur um die Bauarbeiten an der ehemaligen B 458, sondern auch um Kanalarbeiten, Erneuerung von Wasserleitungen und die Erneuerung des Ortskerns mit Aufstellflächen und weiteren Maßnahmen. Die Gesamtkosten von rund 4,2 Millionen Euro werden von „Hessen Mobil“, der Gemeinde Dipperz und dem „Zweckverband Gruppenwasserwerk Vorderrhön“ getragen.

Im Herbst 2018 sollen laut Bürgermeister alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Zurzeit ist die Ortsdurchfahrt von Dipperz – Fuldaer Straße – kaum befahrbar. Sie wird zurückgestuft, da die Fahrbahnbreite von rund 7,50 Metern für die aktuelle und zukünftige Verkehrsbelastung weit überdimensioniert sei. „Die Fahrbahn wird durchgängig auf sechs Meter verengt. Die Gemeindestraße wird zusätzlich an zwei Stellen auf vier Meter verengt“, so Vogler. „Im Bereich des Kreisverkehrsplatzes wird durch eine Mittelinsel eine Überquerungshilfe für den Fußgänger- und Radverkehr geschaffen.“

Mehr Sicherheit und ein attraktiverer Ortskern, das klingt gut – auch für die umliegenden Gewerbetreibenden. Doch diese haben nun mit Einschränkungen zu leben. „Die Situation ist unschön“, berichtet Pizzabäcker Fabio Gandolfo. Die Laufkundschaft bleibe den Geschäften fern.

Glück haben die, die ihre Geschäfte so oder so mit Terminabsprache machen. So wie das Unternehmen „Leopold Feuerstein“. „Wir sind vergleichsweise wenig beeinträchtigt, da wir am Ortseingang beziehungsweise -ausgang liegen und die Kaufinteressierten Termine mit unserem Verkaufsteam haben und sich daher nicht durch die Baustelle beeindrucken lassen“, so Geschäftsführer Michael Döppner.

Mit Einnahmeeinbußen hatte Florian Buch, Geschäftsführer „Elektrohandel Möller,“ gerechnet. „Alles was Geschenkartikel betrifft, ist weniger geworden“, so Buch. Das Hauptgeschäft des Elektrogroßhandels sei jedoch weniger beeinträchtigt. Buch ärgert sich über das Verbot von „Hessen Mobil“, Hinweisschilder an der B 458 aufstellen zu können. „Unsere Schilder mussten wir an Straßen von ,Hessen Mobil’ wieder abhängen. Die Gemeinde hingegen lässt eine Beschilderung zu“, so der Geschäftsführer. „Ich hoffe, dass alles planmäßig fertig gestellt wird.

„Die Gespräche und Reaktionen mit den von der Baustelle betroffenen Betrieben sind sehr unterschiedlich“, so Vogler. Die Ängste und Sorgen der ansässigen Betriebe seien dem Bürgermeister bekannt. „Wir haben in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche geführt“, so Vogler. Die Baufirma habe mit den Gewerbetreibenden jederzeit Abstimmungen vorgenommen, um Einschränkungen im Bereich der Zufahrt so gering wie möglich zu halten.

Der Bürgermeister sieht Licht am Ende des Tunnels. Die Haltestelle am „Gasthaus Kircher“ soll vom ÖPNV ab dem 1. November wieder angefahren werden. „Die Fertigstellung der Gehwegflächen ist entsprechend dem Bauzeitenplan für Ende November vorgesehen. Mit der Straße ist man sechs Wochen vor dem Zeitplan fertig“, zeigt sich Vogler optimistisch. Es sei davon auszugehen, dass sich die Bauarbeiten im Zeitplan befinden, obwohl während der bisherigen Arbeiten einige Zusatzaufgaben erforderlich waren, die nicht vorhersehbar gewesen seien.

Es heißt also noch Durchhalten für die Gewerbetreibenden und Anwohner in Dipperz – für mehr Sicherheit und ein schöneren Ortskern.

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