Ausstellung in Fulda: So sehen Künstler Bob Dylan

1 von 4
2 von 4
3 von 4
4 von 4

"I'm Not There" ab Samstag im Vonderau Museum und in sieben weiteren Galerien im Stadtgebiet zu bewundern 

Fulda - Seine „Marilyn“ hängt in New York, sein „Bob“ kommt nun nach Fulda: Der Pop-Art-Mitbegründer James Francis Gill zeigt in der Ausstellung „I’m Not There“ exklusiv ein Bob Dylan Portrait. Das Museum of Modern Art in New York hält die Marilyn Monroe Portraits von Gill in seiner ständigen Sammlung. Das Bob Dylan-Portrait von Gill gibt es derzeit ausschließlich in Fulda.

Das Bild ist eines der Höhepunkte der Ausstellung „I’m Not There“ ab 28. April in Fulda. Dabei übersetzen Künstler aus ganz Deutschland Lieder von Bob Dylan in Bilder. Dylan (76) gilt als einflussreichster Musiker des 20. Jahrhundert und wurde für sein Werk mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Der Beitrag von James Francis Gill ist ein typisches Pop-Art-Werk seiner späten Phase und zeigt Bob Dylan ganz klassisch an der Akkustik-Gitarre. In einem Punkt kann man das Bild kann man auch als Selbstportrait verstehen: Gill hat Dylan seinen eigenen weißen Hut aufgesetzt.

Der Kinderbuchautor Helme Heine steuert gleich zwei Werke exklusiv für die Ausstellung in Fulda bei: In „Knockin‘ On Heaven’s Door“ zeigt Helme einen Specht, der fröhlich auf eine Atombombe einpickelt. Auch das zweite Bild mit dem Titel „Every Man Must Need Protection“ hat Heine eigens für die Ausstellung gemacht. Michael Apitz aus dem Rheingau– der zuletzt mit einem riesigen Luther-Bild für Schlagzeilen gesorgt hatte – nennt seinen aktuellen Beitrag „The Poet“. Egal, welcher Generation man selber angehört, als kreativer Kopf und bewusster Bürger kommt keiner an dem Phänomen Bob Dylan vorbei.

Der Musiker Michael Patrick Kelly – früher bekannt als „Paddy Kelly“ – stellt sein Bild „The Times They Are A-Changin‘“ aus. Dieser Klassiker aus den 60er Jahren ist eines der am häufigsten gemalten Lieder, neben „Blowin‘ In The Wind“ und „Knockin‘ On Heaven’s Door“. Erstaunlicherweise hat keiner der mehr als 40 Künstler den „Mr. Tambourine Man“ auf Leinwand gebannt.

Der aus dem Westerwald stammende Bernd Baldus nennt sein Portrait RAZ – Robert Allen Zimmermann, ein fast lebensgroßes Bild des späten Bob Dylan. Renate Matzke vom Bodensee hat ganze Bilderserien zu verschiedenen Dylan-Songs gemalt, der Flensburger Christian Ristau verlegt „The Times They Are A-Changin‘“ an die Ostseeküste. Von Wolfgang Niedecken, dem Musiker, Dylan-Fan und studierten Kunstmaler, stammt ein Werk aus den früheren 70er Jahren mit dem Titel: „Like A Rolling Stone“.

Das Bild für das offizielle Plakat der Ausstellung stammt von dem Thüringer Künstler MiHo mit dem Titel: „Du wirst nie größer als du selbst sein“. Zu sehen sind die ungewöhnlichen Werke im Museum der Stadt Fulda und in sieben weiteren Galerien in der barocken Altstadt.

Die Ausstellung wird begleitet von einem Konzert der Song & Danceman Band am 12. Mai im Kulturzentrum Kreuz. Informationen zur Ausstellung von 28. April bis zum 13. Mai in Fulda gibt es bei der Stadt Fulda und im Internet bei www.fulda-trifft-dylan.de

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Lautertals scheidender Bürgermeister: "Ein großes Stück Erleichterung"

"Fulda aktuell"-Gespräch mit Heiko Stock / "Die Segel mussten anders gesetzt werden"
Lautertals scheidender Bürgermeister: "Ein großes Stück Erleichterung"

Lebens- und liebenswertes Dorfborn

Kleines Dorf(born) ganz groß: Der 600-Seelen-Ort zwischen (Kali-)Berg, Wald, Fluss und Gewerbegebiet
Lebens- und liebenswertes Dorfborn

Fulda: Mann schläft betrunken im Auto ein und rollt gegen einen Zaun

Am frühen Samstagmorgen legte sich ein Mann stark alkoholisiert in seinem Auto schlafen. Blöd nur, dass er vergessen hatte die Handbremse anzuziehen.
Fulda: Mann schläft betrunken im Auto ein und rollt gegen einen Zaun

Klartext: Menschliche Abgründe

Fulda aktuell-Redakteurin Antonia Schmidt ist müde, müde von den derzeitigen (brutalen) Schlagzeilen. In ihrem Kommentar schreibt sie über diese menschlichen Abgründe.
Klartext: Menschliche Abgründe

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.