Ehrenbrief des Landes Hessen an Ernst Happel verliehen

Landrat Manfred Görig und Bürgermeisterin Susanne Schaab überreichten Ernst Happel in Schotten den Landesehrenbrief. Foto: Vogelsbergkreis
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Landrat Manfred Görig und Bürgermeisterin Susanne Schaab überreichten Ernst Happel in Schotten den Landesehrenbrief. Foto: Vogelsbergkreis

Landrat Manfred Görig überreichte Ernst Happel, dem "Anwalt der Natur", den Ehrenbrief des Landes Hessen.

Vogelsbergkreis. Landrat Manfred Görig und Bürgermeisterin Susanne Schaab haben in Schotten den Ehrenbrief des Landes Hessen an Ernst Happel überreicht. Landrat Görig sprach in seinen Gratulationsworten von einer "großartigen Lebensleistung", die nun zu Recht mit einer Auszeichnung des Landes geehrt werde. Görig dankte dem "Anwalt der Natur" für alles, was er für die Stadt Schotten und den gesamten Vogelsbergkreis geleistet habe.

Als ausgebildeter Förster mit hervorragenden Kenntnissen in der Botanik und der Tierwelt genießte Ernst Happel unter Fachkollegen einen ausgezeichneten Ruf. Sein Einsatz für die Belange und den Erhalt der  heimischen Natur- und Kulturlandschaft sei beispielgebend, verbunden mit einem hohen Ansehen in der Bevölkerung.Ernst Happel könne zurückschauen auf fast 50 Jahre im Beruf des Försters. Gleichzeitig war er Funktionsbeamter für den Bereich Naturschutz und Landschaftspflege in Personalunion mit der Geschäftsführung des Naturparks Hoher Vogelsberg (1984 – 2000) und zuständig für die Gestaltung und Erhaltung der Naturparkeinrichtungen, die Vertretung in Gremien, die Öffentlichkeitsarbeit und Umwelterziehung und die Abstimmung mit den Belangen des Fremdenverkehrs.

"Sanfter Tourismus" – heute in aller Munde, ist für Ernst Happel immer ein Herzensanliegen gewesen. Auch im Spannungsverhältnis zwischen Landwirtschaft und Naturschutz agierte Ernst Happel stets als wertvoller Mittler, so Manfred Görig.

Innovationskraft und Durchhaltevermögen kennzeichneten viele Projekte, die Ernst Happel mit angestoßen habe. Görig nannte als Beispiel die Gründung des Naturschutz-Informationszentrums auf dem Hoherodskopf in Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden im Jahr 1986. Der Natur-Erlebnispfad – erstmalig in einem Deutschen Naturpark – beruht auf Ernst Happels Planungen.

Die Ausbildung und Betreuung von Naturparkführern ab 2001 wurde von Ernst Happel gestartet. Zudem ist Ernst Happel Gründer und erster Geschäftsführer des "Vogelsberggartens" auf dem Schlossberg in Ulrichstein, einem einzigartigen Refugium heimischer Flora. Weitere Stichworte, die mit Ernst Happel verknüpft sind: Vulkanexpress-Ideengeber, Lernort Naturpark als Angebot für die Schulen seit 1994 sowie seine Rolle als Mitbegründer, Lehrgangsleiter und Referent des "Schottener Forums".

Im Naturschutzbeirat des Vogelsbergkreises ist Ernst Happel Mitglied seit der konstituierenden Sitzung am 3. August 1982.Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde suchen bis heute in spezifischen Fachfragen des Naturschutzes das Gespräch mit dem Naturexperten aus Schotten und schätzen ihn als überaus wertvollen Ratgeber, berichtete der Landrat von Erfahrungen in seiner Kreisverwaltung. Neben Ernst Happels Tätigkeit als Mitglied im Naturschutzbeirat seit 1982 zählt sein Engagement im NABU-Kreisverband, der Verein der Freunde und Förderer des Vogelsberggartens und die Tätigkeit als Geschäftsführer im Verein der Freunde und Förderer des Künanzhauses.

Bereits 2002 wurde Ernst Happel mit dem Umweltpreis des Vogelsbergkreises ausgezeichnet. 2011 erhielt der Vogelsberggarten den OVAG Umwelt- und Innovationspreis.Mit der "Ernst-Happel-Hütte" auf dem Schlossberg in Ulrichstein  erweist der Vogelsberggarten seinem Gründungsvater Respekt.

"Sie, verehrter Herr Happel, haben Ihre vielfältigen und sehr verantwortungsvollen Aufgaben vorbildlich gemeistert. Idealismus, hohe fachliche und große menschliche Kompetenz sowie unbedingte Verlässlichkeit kennzeichnen Ihren beispielhaften Einsatz die Natur und die Kulturlandschaft des Vogelsbergkreises. Mit Ihrer warmherzigen, bescheidenen und ausgleichenden Art konnten Sie viele Menschen für den Naturschutz gewinnen", hob Landrat Görig abschließend hervor.

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