Ein Haupt- und zwei Nebenpreise verliehen „Elisabeth-Preis“ der „Caritas“ ging an drei Projekte in Fulda und Hanau

Preisträger und Laudatoren des diesjährigen „Elisabethpreises“ der „Caritas“ mit dem Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber.
+
Preisträger und Laudatoren des diesjährigen „Elisabethpreises“ der „Caritas“ mit dem Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber.

Zum zwölften Mal wurde im Rahmen eines Festgottesdienstes im Dom der Sozialpreis der „Caritas“, der „Elisabeth-Preis“, an herausragende Ehrenamtsprojekte verleihen.

Fulda. Bischof Dr. Michael Gerber zelebrierte diese Eucharistiefeier und fungierte dann auch als Laudator, um die Preisträger zu präsentieren. Zu Beginn des Gottesdienstes ergriff Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch das Wort. Er erläuterte die Kriterien, nach denen jedes Jahr der Elisabeth-Preis ausgeschrieben wird. Thematisch sei der Wettbewerb, der ehrenamtliche Projekte mit „Leuchtturm-Charakter“ – egal in welcher Trägerschaft, aber auf dem Gebiet des Bistums Fulda – aufspüren und der Öffentlichkeit vorstellen solle, an den jeweils gültigen Caritas-Jahresthemen angelehnt. Diesmal, so Juch, lautete das Motto „Das schaffen wir gemeinsam“ und ging es um eine solidarische Gesellschaft, die alle teilhaben ließe und zum Beispiel gemeinschaftlich Wege zur Überwindung der Corona-Krise finde.

In seiner Predigt verwies Bischof Gerber auf die Namensgeberin des Preises, die Heilige Elisabeth, die – so der Bischof – inspiriert war, als Christin ungeachtet ihres gesellschaftlichen Status einfachen Menschen in ihrer Not beizustehen. Ähnlich seien auch diejenigen Menschen der heutigen Zeit, welche innovative Hilfsprojekte initiierten,

Die Preisverleihung erfolgte am Ende des Gottesdienstes vor dem Schlusssegen. Die fünfköpfige Jury, zu der neben Generalvikar Christof Steinert der Fuldaer Bürgermeister Dag Wehner, der „Caritas“-Aufsichtsratsvorsitzende Msgr. Elmar Gurk, „IHK“-Vizepräsidentin Anika Wuttke sowie „HR“-Redakteur Hermann Diel gehörten, hatte zwei gleichberechtigte zweite Plätze und einen Hauptpreis vergeben. Bischof Gerber verlas zunächst die Laudationes für die beiden Nebenpreisträger: In Hanau ansässig ist ein Projekt vieler Träger einschließlich der örtlichen Caritas „Dich schickt der Himmel – Seelsorge und Beistand von Mensch zu Mensch“. Von den beiden Fuldaer Kirchengemeinden St. Bonifatius und St. Lukas, so der Bischof in der zweiten Laudatio, komme das Projekt „Vergiss mich nicht! – Ich denk an Dich“. Hier sorgte man dafür, dass trotz Lockdown und Kontakteinschränkungen der Draht zu den Senioren in den Gemeinden nicht abriss und statt der Besuchsdienste ein Korrespondenznetz mit regelmäßigen Briefgrüßen in die Privathäuser, in die Krankenhäuser und Altenpflegeheime etabliert wurde, an dem sich auch die Schul- und Kita-Kinder in den Gemeinden beteiligten. Die Jury, so der Bischof abschließend, habe diesen beiden Solidaritäts- und Netzwerk-Projekten jeweils ein Preisgeld von 500 Euro zuerkannt. Die Urkunden nahmen Karin Glöckner aus Hanau und Josef Gebauer aus Fulda entgegen.

Der Hauptpreis – verbunden mit einem Preisgeld von 2.000 Euro ging an das „Elisabeth-Projekt Seniorenpastoral mit gemeindlicher Palliativbegleitung“, beheimatet in den Pfarreien St. Martin Fulda-West und St. Bonifatius Horas. Bei dem Projekt, so verdeutlichte Gerber in seiner Laudatio, sei man gezielt die bedeutsame Aufgabe angegangen, die durch die Pandemie-Folgen verursachte Einsamkeit und Verzweiflung alter einsamer und des Lebens womöglich überdrüssiger Menschen mit geschulten Ehrenamtlichen aufzufangen und diese Personen angemessen zu begleiten, sie nicht alleine zu lassen. Als Projektmitverantwortlicher nahm PD Dr. Dr. Kai Witzel den Preis entgegen und betonte in seiner Ansprache, man verstehe die Auszeichnung als Ehre, aber gleichermaßen auch als Auftrag, in dieser Hinsicht weiter zu machen. Witzel zollte in seiner Dankesrede auch den anderen ausgezeichneten Projekten seine Anerkennung.

Preisträger und Laudatoren des diesjährigen „Elisabethpreises“ der „Caritas“ mit dem Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Ein Pferd aus der Rhön bei "Bibi und Tina"
Fulda

Ein Pferd aus der Rhön bei "Bibi und Tina"

Vollblutaraber „Sarouc“ ist ein Filmpferd und in den "Bibi und Tina"-Filmen als „Sabrina“ zu sehen. Lene Husch aus Lahrbach ist seine Besitzerin.
Ein Pferd aus der Rhön bei "Bibi und Tina"
Zünftig wars: 14. Esperanto-Oktoberfest mit "Albfetza"
Fulda

Zünftig wars: 14. Esperanto-Oktoberfest mit "Albfetza"

Die "Albfetza" heizten den Oktoberfestgästen in der Esperantohalle am Freitagabend so richtig ein.
Zünftig wars: 14. Esperanto-Oktoberfest mit "Albfetza"
Erinnerungen an eine glückliche Kindheit
Fulda

Erinnerungen an eine glückliche Kindheit

Interview mit der in Fulda aufgewachsenen Schauspielerin Valerie Niehaus
Erinnerungen an eine glückliche Kindheit
Kulturabend Sri Lanka im Gemeindezentrum Neuhof
Fulda

Kulturabend Sri Lanka im Gemeindezentrum Neuhof

Am 27. August findet im Gemeindezentrum Neuhof ein Kulturabend zum Thema Sri Lanka statt.
Kulturabend Sri Lanka im Gemeindezentrum Neuhof

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.