Eindeutiges "Ja" für Sommerlad aus Eichenzell

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Eichenzell. Die erste Kommune - das Gemeindeparlament von Eichenzell - hat sich einstimmig für einen Sommerlad-Neubau an der A 7 ausgesprochen.

Eichenzell. Ein weitere wesentliche Hürde in der Realisierung eines Neubaus der "Möbelstadt-Sommerlad" an der A7 ist überwunden. Mit Eichenzell hat die erste der vier Gemeinden des Interkommunalen Gewerbegebiets (neben Fulda, Petersberg und Künzell) keine Bedenken gegen das Großprojekt. Die drei Fraktionen im Gemeindeparlament (CDU, SPD und CWE) stimmten am Donnerstagabend einstimmig für die heiß-diskutierte Planung.

Am Freitag steht die Abstimmung in der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung an, Ende des Monats in Künzell und Anfang November in Petersberg. Zuvor schon hatten sich die vier (Ober-)Bürgermeister Gerhard Möller (Fulda), Karl-Josef Schwiddessen (Petersberg), Peter Meinecke (Künzell) und Dieter Kolb (Eichenzell) für das Sommerlad-Vorhaben unter bestimmten Auflagen und einer "abgespeckten" Version bei den innenstadtrelevanten Sortimenten ausgesprochen. Auch der Einzelhandelsausschuss der IHK Fulda hat unter diesen Voraussetzunge keine Einwände.

Auf Nachfrage von Fulda aktuell erklärte Bürgermeister Dieter Kolb (parteilos), dass er schon mit einer positiven Abstimmung gerechnet habe. "Dass das Votum letztlich dann so eindeutig und schließlich einstimmig über alle Parteigrenzen hinweg ausfiel, hat mich doch überrascht." Da sei schon ein wenig Stolz dabei, zumal das Projekt durch tendenziöse Berichterstattung wie kein zweites in  den vergangenen Jahren im Blickfeld der Öffentlichkeit  gestanden habe. Die schwierigste Position in diesem Zusammenhang hätte Fuldas OB Gerhard Möller gehabt, "mit dem bestimmte Interessensgruppen eine Generalabrechnung durchgeführt haben."

Kolb erläuterte in der Eichenzeller Gemeinderatssitzung noch einmal das Gutachten von Junker + Kruse, wonach alle drei Varianten keine innenstadtrelevanten  Bedenken attestierten. Dennoch habe man sich im Lenkungsausschuss des Interkommunalen Gewerbegebietes für die untere Variante mit 16.800 Quadratmetern Möbelfläche für Sommerlad entschieden.  SPD-Politiker Günter Strelitz lobte den Bürgermeister: Kolb habe, wie die drei anderen Bürgermeister der Staadtregion, "dicke Bretter gebohrt".

Kolb sieht in der Entscheidung des Eichenzeller Parlaments eine Stärkung der Zusammenarbeit, das Interkommunale Gewerbegebiet habe seine erste große Bewährungsprobe, "einen echten Härtetest bestanden."  Zudem würden außer Eichenzell nun auch noch Petersberg und vor allem Fulda Flächen in das gemeinsame Gewerbegebiet an der Autobahn einbringen. "Eichenzell und die  Region haben ein eindeutiges Signal gesetzt und auch die IHK Fulda sowie die Mittelstandsvereinigung (MIT) haben sich klar pro Sommerlad positioniert. Ich gehe davon aus, dass auch die Entscheidung in der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung am heutigen Freitagabend positiv ausgehen wird."

Eichenzells Gemeindeoberhaupt sieht aufgrund dieser positiven Signale nun auch die hiesigen sechs Vertreter in der Regionalversammlung beim Regierungspräsidium Kassel in der Pflicht, die abschließend über das Sommerlad Projekt entscheiden muss. Das sind unter anderem Fuldas Landrat Bernd Woide, OB Gerhard Möller (eigentlich der neue Stadtbaurat), Dr. Walther Arnold,  Dr. Norbert Herr sowie zwei  "Delegierte" aus Hofbieber und Eiterfeld.

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