Ein Dorf mit Charme: In Lütter wird gern mit allen Bürgern gefeiert

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In der Fulda aktuell-Serie Kleines Dorf, ganz groß wird in dieser Woche das Dörfchen Lütter vorgestellt.

Eichenzell - „Wir sind ein Örtchen, in dem es noch alles gibt, was man zum Leben braucht“, sagt Johannes Link, Ortsvorsteher von Lütter. Seit Dezember 1971 gehört der Ort mit rund 1.070 Einwohnern zur Gemeinde Eichenzell.

Erstmals erwähnt wurde das Dörfchen im Retzbacher Vertrag zwischen dem Würzburger Bischof Wolfger und dem Fuldaer Abt Ratger im März 815. „Unsere 1.200-Jahrfeier in 2015 hat gezeigt, was Lütter ausmacht: Wir halten zusammen“, erklärt Link. Alle Vereine des Dorfes haben sich zusammengetan, um gemeinsam ein „schönes Fest zu organisieren.“ Gerade weil die Lütterer gerne feiern und gemeinsam Zeit verbringen, werden der Ortsmittelpunkt und das Bürgerhaus ausgebaut. Sportgeräte, ein Spielplatz und sogar ein Boccia-Platz wurden am Bürgerhaus eingerichtet. „Die neuen Angeboten finden guten Anklag“, weiß Link. Auch im sportlichen Bereich braucht sich Lütter nicht zu verstecken. „Mit dem Fußballplatz, einem Mini-Spielfeld und einem Platz für Leichtathletik verzeichnen nicht nur die Frauen der „TSG Lütter“ große Erfolge. In Lütter wird das Vereinsleben noch großgeschrieben. So erfreuen sich beispielsweise der Sport- und der Musikverein sowie die Feuerwehr großem Zuspruch.

Mit einem Kindergarten und der Grundschule ist auch für die Betreuung der jüngsten Bewohner von Lütter gesorgt. Und wenn die Kleinen in den Kindergarten oder in die Schule gehen, können die Großen ihrer Arbeit nachgehen. Der größte Arbeitgeber des Dorfes ist das Getränkeunternehmen „Förstina“. „,Förstina ‘ bietet unseren Bürger Arbeitsplätze. Das Unternehmen ist ebenfalls sozial engagiert. Aber alles hat auch seine Schattenseiten, so ist der Verkehr der vielen Lkw nicht so schön für die Anwohner“, berichtet Link, der nun seit drei Jahren das Amt des Ortsvorstehers bekleidet. Dennoch setze sich das Unternehmen auch für die Verbesserung des Schallschutzes ein, um den Lärm zu verringern. Nicht nur die örtlichen Firmen verursachen Lärm in dem Dörfchen, auch der Durchgangsverkehr von der Rhön macht den Bewohnern zu schaffen. „Wir bemühen uns, um allen Anwohnern gerecht zu werden“, sagt Link, der in Lütter geboren und aufgewachsen ist.

Das Dörfchen Lütter ist auch gut mit Bus und Bahn zu erreichen, regelmäßig fahren öffentliche Verkehrsmittel Lütter an. „Das ist ein großer Pluspunkt für uns“, so Link. Auch wünsche sich Link weitere Neubaugebiete erschließen zu können, denn in Lütter fühlen sich die Menschen wohl. „Egal ob man schon ewig hier wohnt oder zugezogen ist, bei uns herrscht Herzlichkeit“, sagt Link.

Einen Traum hat der Ortsvorsteher für sein Lütter noch, denn das Dorf hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit Hochwasser. „Ein Rückhalte-Becken könnte dem Abhilfe schaffen“, sagt Link. Denn nicht jeder Sommer ist so trocken wie der vergangene.

Rubriklistenbild: © Schmidt

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