Eine Anlaufstelle für Belange von Ausländern

Stadt und Kreis intensivieren ihre Zusammenarbeit durch die Zusammenlegung der AuslnderbehrdeFulda. Als einen "wichtigen Schritt zur

Stadt und Kreis intensivieren ihre Zusammenarbeit durch die Zusammenlegung der Auslnderbehrde

Fulda. Als einen "wichtigen Schritt zur Vertiefung der Zusammenarbeit" bezeichneten Fuldas Oberbrgermeister Gerhard Mller und Landrat Bernd Woide die Zusammenlegung der beiden in Stadt und Kreis angesiedelten Auslnderbehrden zu einer Einheit im Kreishaus. Fr die beiden Verwaltungsspitzen steht damit fest, dass die Brgerfreundlichkeit weiter verbessert und der Mitteleinsatz durch die Nutzung noch effizienter erfolgen kann.

Insgesamt 14 Fachkrfte werden sich in Zukunft an einem Standort um eine noch qualifiziertere Fallbearbeitung bemhen. Im Zusammenhang legt Fuldas OB Wert auf die Feststellung, dass keine Stelleneinsparungen vorgenommen werden und der Koordinator fr Auslnderangelegenheiten, Dr. Hussein Mohseninia, weiterhin als Ansprechpartner im Brgerbro erhalten bleiben wird.

Mehr Spezialisierung notwendig

Fr die Verwaltungsspitzen beider Huser steht fest, dass das Auslnderrecht eine immer komplizierterer Rechtsmaterie wird, die eine immer weitergehende Spezialisierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erfordert. Wie Mller betonte, werde durch das Zusammenfhren des Fachpersonals von Landkreis und Stadt eine weitere Spezialisierung und Optimierung von organisatorischen Ablufen erreicht.

Weiterhin fr die Zusammenlegung spricht, dass die vielfach vorhandenen Ermessensspielrume im Auslnderrecht, beispielsweise in Auslegungsfragen des Bleiberechts, in einer gemeinsamen Behrde einheitlich gehandhabt werden knnen. Zustndigkeitswechsel in der komplexen und sensiblen Materie des Auslnderrechts mit langen Einarbeitungszeiten und einer unntigen Verfahrensverzgerung, beispielsweise durch einen Umzug von Knzell nach Petersberg, knnen so vermieden werden, betonten Mller und Woide in der gemeinsamen Erklrung.

Die neue gemeinsame Auslnderbehrde nutzt in Zukunft Rumlichkeiten der Kreisverwaltung in der Wrthstrasse. Die Behrde sei somit fr auslndische Mitbrger aus Kreis und Stadt gleichermaen gut erreichbar. Der Standort der Kreisverwaltung ist aus Sicht des Landrats auch deshalb sinnvoll, weil die Mehrzahl der bisher mit dem Auslnderwesen befassten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Beschftigte des Kreises sind. Zur Realisierung des Vorhabens schlieen Kreis und Stadt, eine ffentlich-rechtliche Vereinbarung, die zum 1. Juli fr die Zeit von drei Jahren in Kraft treten soll. Das grundstzliche "Ja" haben sowohl der Magistrat als auch der Kreisausschuss bereits gegeben.

Jugendgerichtshilfe

Neue Wege wollen Stadt und Kreis auch bei der Jugendgerichtshilfe gehen. Bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel sei eine immer weitergehende Spezialisierung des Mitarbeiterteams notwendig. Den steigenden Fallzahlen und der damit verbundenen wachsenden Belastung fr die Fachkrfte wollen Landrat und OB begegnen, indem sie im Sinne einer Vertiefung der interkommunalen Zusammenarbeit die Aufgabe der Jugendgerichtshilfe gemeinsam wahrnehmen. Die gemeinsame Stelle soll mit insgesamt 4,5 Vollzeitstellen besetzt werden. Organisatorisch angebunden wird dieser Aufgabenbereich beim Amt fr Jugend und Familie der Stadt Fulda. Die Jugendgerichtshilfe verfolgt das Ziel, Jugendliche oder junge Volljhrige whrend des gesamten Verlaufs von Gerichtsverfahren zu betreuen. Die Vereinbarung ist von den beiden zustndigen Dezernenten, Brgermeister Dr. Wolfgang Dippel, und dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld vereinbart worden.

Kooperationen sind sinnvoll

Wie Fuldas OB und Landrat Woide betonten, belegten beide Beispiele, wie sinnvoll und gut eine engere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis sei. Gleichzeitig machten sie deutlich, dass es auch in anderen Bereichen eine enge Vernetzung gebe, beispielsweise bei der Adoptionsvermittlungsstelle, der Erziehungsberatung, der Jugendberufshilfe oder dem Netzwerk fr Erziehungshilfe. Kooperationen, so sind sich Fuldas Verwaltungschef und der Landrat einig, htten die groen Vorteile Synergieeffekte zu erzielen. Derzeit bereiten die Leiter beider Auslnderbehrden die Bildung des neuen Teams vor.

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