Eine Bank zu Ehren der Stadtpatronin Beatrix

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Fulda. Die "Soroptimistinnen Fulda" planen anlässlich ihres Projektes "Blaue Bänke" die Aufstellung einer neuen Bank zu Ehren von Beatrix.

Fulda. "Soroptimist International” ist ein weltweit agierender Service-Club für Frauen. Dieser agiert in Hinblick auf die soziale, rechtliche und berufliche Stellung von Frauen und versucht durch Aktivitäten und Kampagnen darauf aufmerksam machen. Auch der örtliche Club, die "Soroptimistinnen Fulda”, hat sich diesen Grundsätzen verschrieben, aber sich auch durch Aktionen ein eigenes Profil geschaffen. Ein solches Projekt sind die "Blauen Bänke”, die besonderen Frauen der Stadt gewidmet sind, um diese und ihre Tätigkeiten zu würdigen.Insgesamt wurden bereits sechs Bänke in Fulda aufgestellt. Eine siebte soll Anfang Juli, zu Ehren der Heiligen Beatrix, hinzukommen.Das Wappen der Stadt Fulda ziert drei Lilien, die für die Stadtpatrone Simplicius, Faustinus und Beatrix stehen.  Alle drei sind im antiken Rom für den christlichen Glauben gestorben.  Im Zuge einer der letzten Christenverfolgungen wurden zunächst Simplicius und Faustinus getötet, weil sie sich weigerten, den Göttern zu opfern. Auch Beatrix stand zu ihrem christlichen Glauben und wurde dafür hingerichtet. Im 11. und 12. Jahrhundert wurden Reliquien der drei Stadtpatrone in Fulda verehrt, welche sich heute im Hoch- und Simpliciusaltar des Doms und im Hochaltar der Stadtpfarrkirche befinden. Im Gegensatz zu ihren Brüdern, ist das Gedenken an die Stadtpatronin nicht sehr ausgeprägt. Die Aufstellung der Bank soll dieses Gedenken verstärken.Von Beginn an war Elmar Baumgarten aus Ebersburg-Ried an dem Projekt beteiligt, der seit 1976 selbstständiger Bildhauer und Maler ist. Die Inschriften, die auf jeder Bank individuell sind, werden von ihm per Hand und in dreitägiger Arbeit mühevoll in das besondere Holz geschnitzt. Im Fall von Beatrix steht "Eine Lilie erblüht” auf der Rückenlehne der Bank. "Die Bank kommt in drei Einzelteilen bei mir an. Der Schriftzug wird von Hand aufgezeichnet, zunächst mit einem Geißfuß geöffnet und dann mit einem Eisen weiter ausgestanzt. Diese Arbeit erfordert eine große Konzentration, denn Fehler können nicht korrigiert werden. Zudem darf das Holz nicht verkratzen”, erklärt Baumgarten. Am 5. Juli wird die Bank   um 11 Uhr am Heinrich-von-Bibra-Platz/Ecke Lindenstraße aufgestellt. "Wir hoffen darauf, dass diese Bank genauso gut angenommen wird, wie die anderen im Fuldaer Stadtgebiet”, sagt Soroptimistin Dr. Ortrud Wörner-Heil.Weitere Informationen zu den Soroptimistinnen und deren Projekten finden Interessierte unter www.soroptimist.de .

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