Eine Erfolgsgeschichte: „Charles Knie“: Vom Familienbetrieb zum Groß-Zirkus

Vom 24. bis 28. Juni gastiert der Zirkus „Charles Knie“ auf dem Messegelände in Fulda.  

Seit heute heißt es in Fulda wieder Manege frei für den Zirkus Charles Knie.

Fulda - In rund 50 Städten Deutschlands heißt es 2017 „Manege frei“ für den Zirkus „Charles Knie“. Ausschlaggebend für die Entwicklung des Zirkus „Charles Knie“ zum beliebten Groß-Zirkus ist ein Kaufmann aus Stuttgart.

Der bekannte Tierlehrer Charles Knie, aus der bekannten Schweizer Zirkusdynastie Knie, gründete 1995 gemeinsam mit seiner Frau Doriana den in Deutschland reisenden Zirkus „Charles Knie“. Während der Großteil des Programms durch die eigene Familie gestaltet wurde, machte sich der Zirkus vor allem auch einen Namen als magischer Zirkus, da neben den Darbietungen in der Manege auch Großillusionen auf einer Varietébühne präsentiert wurden.

2006 beschloss Knie, seinen Zirkus zu verkaufen und sich seinen Kindheitstraum – einen eignen Tierpark in Aus-tralien – zu erfüllen. Als Knie einen würdigen Nachfolger für seinen Betrieb gefunden hatte, verließ er gemeinsam mit seiner Familie Deutschland und wanderte nach Aus-tralien aus, wo er noch heute erfolgreich seinen Tierpark betreibt.

Sascha Melnjak, der 2007 den Zirkus übernahm, hatte nun auch die Gelegenheit, sich seinen Kindheitstraum – ein eigener saisonaler Zirkusbetrieb – zu erfüllen. Der Stuttgarter war ein Quereinsteiger in die Zirkusbranche und bleibt bis heute im Hintergrund der Manege – also ein untypischer Zirkusdirektor ohne Frack und Zylinder. Bereits mit sechs Jahren war er von der Zirkuswelt fasziniert und wollte hier seine berufliche Zukunft bestreiten. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Abitur, Zivildienst und absolvierter kaufmännischer Ausbildung arbeitete er bereits in unterschiedlichen Zirkusbetrieben als Pressesprecher, Tourneeleiter und Geschäftsführer.

Schon 1999 gründete er den „Heilbronner Weihnachtscircus“, eine große Zirkusproduktion zur Weihnachtszeit, den er bis heute äußerst erfolgreich veranstaltet. Den Zirkus „Charles Knie“ hat der heute 41-jährige Kaufmann seit der Übernahme, mit jährlich rund 500.000 Besuchern in circa 50 Städten, zum beliebtesten Groß-Zirkus in Europa gemacht. Das Show-Programm gestaltet er so, wie er sich ein Programm immer als Kind gewünscht hat: Ein Programm, das alle Altersgruppen anspricht und ausschließlich international preisgekrönte Artisten und Tierlehrer, umrahmt von einem großen Live-Orchester sowie einem Show-Ballett, zeigt. Zudem hat er den kompletten Fuhrpark modernisiert, neue Zeltanlagen und eine komfortable Sitzeinrichtung angeschafft, und in modernste Ton- sowie Lichtanlagen investiert.

So wundert es nicht, dass Melnjak von einer Fachzeitschrift als „Neuer Mann des deutschen Zirkus“ tituliert wurde, den Zukunftspreis der“ Gesellschaft der Circusfreunde“ erhielt und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ den Zirkus  als „eine der ersten Zirkusadressen in Deutschland“ beschreibt.

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