Eine Ära geht zu Ende: Von Brandenstein ist nicht mehr Präsident der "Malteser"

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Georg Khevenhüller (links) löst Constantin von Brandenstein nach 26 Jahren als Präsident der „Malteser“ ab.

Der "Malteser Hilfsdienst" hat einen neuen Präsidenten gewählt. Georg Khevenhüller folgt auf Constantin von Brandenstein, der das Amt 26 Jahre lang begleitete. Den "Maltesern" im Bistum Fulda bleibt von Brandenstein weiterhin erhalten.

Fulda - Georg Khevenhüller ist neuer ehrenamtlicher Präsident des „Malteser Hilfsdienstes“. Die 180 Delegierten der „Malteser“-Bundesversammlung, darunter vier Delegierte aus der Diözese Fulda, wählten den 57-jährigen Unternehmer am Samstag in Köln zum Nachfolger von Dr. Constantin von Brandenstein. Dieser stand 26 Jahre an der Spitze der katholischen Hilfsorganisation.

Khevenhüller sagte nach seiner Wahl: „Ich will unseren Hilfsdienst in die Zukunft führen, und die Herausforderungen, die sich uns in Gesellschaft und Politik stellen, mit allen ,Maltesern’ zusammen meistern. Wir sind Teil der katholischen Kirche. Daher setzen wir uns aus christlicher Überzeugung für Menschen in Not ein.“ Das Fundament der „Malteser“ sei nach wie vor das Ehrenamt. Die vielen Ehrenämtler „tragen dazu bei, dass die Schwächeren in der Gesellschaft Hilfe bekommen und ihre Würde behalten“, sagte Khevenhüller.

Seiner Meinung nach könne die Gesellschaft noch viel mehr ehrenamtliches Engagement gebrauchen. „Dazu benötigen wir bessere Bedingungen für Menschen, die sich neben Schule, Beruf oder Familie für das Allgemeinwohl einsetzen – zum Beispiel durch weniger Bürokratie, eine großzügige Freistellung für Einsätze im Katastrophenschutz und durch mehr Anerkennung ihres Engagements“, so Khevenhüller.

26 Jahre an der Spitze

Seit 1992 war Constantin von Brandenstein Präsident des „Malteser Hilfsdienstes“. In seiner Zeit wuchs die Zahl ehrenamtlicher sozialer Dienste der „Malteser“. Dazu zählen insbesondere ambulante Hospizgruppen, Betreuungsangebote für Einsame und demenziell Erkrankte oder der Schulsanitätsdienst. Darüber hinaus wuchs die Zahl der Fördermitglieder des Hilfsdienstes von 500.000 auf 900.000. Von Brandenstein selbst, der stets einen Mitgliedsantrag in der Tasche trägt, warb allein 1.100 neue Mitglieder für den Hilfsdienst. Als Diözesanleiter bleibt von Brandenstein den Maltesern im Bistum Fulda erhalten und wird sich zukünftig noch stärker in die Arbeit vor Ort einbringen.

Zum Vizepräsidenten hat die Bundesversammlung Albrecht Prinz von Croÿ gewählt. Der 59-jährige Unternehmensberater und Journalist aus Köln ist einer von drei Stellvertretern in der Hilfsorganisation und bereits seit Jahren Präsidiumsmitglied. Im „Malteser Hilfsdienst“ engagieren sich 50.000 Ehrenamtliche für Menschen in Notlagen. Zu den zentralen Aufgaben gehören der Zivil- und Katastrophenschutz, die Erste-Hilfe-Ausbildung, die Hospizarbeit, der Besuchs- und Begleitungsdienst sowie die Jugend- und Auslandsarbeit, Rettungsdienst, Hausnotruf und Menüservice.

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