Eine Gemeinde zum Wohlfühlen

Der Dipperzer Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler.
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Der Dipperzer Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler.

Gespräch mit dem Dipperzer Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler

Dipperz. Trifft man sich zu einem Gespräch mit Klaus-Dieter Vogler, dann hört man die Zufriedenheit aus den Worten des 61 Jahre alten Bürgermeisters heraus, was gemeinsam mit Gremien, Verwaltung und nicht zuletzt den Bürgern für Dipperz erreicht werden konnte. Mit 81,14 Prozent der Stimmen war der mit seiner Ehefrau Monika verheiratete Vater von drei erwachsenen Kindern und bislang fünffache Großvater im März in seine dritte Amtszeit gewählt worden, die er am 1. Mai angetreten hatte.

Seit 1972 ist Vogler, der als Diplom-Finanzwirt vor seiner Bürgermeisterzeit lange Jahre im Innen- und Außendienst für das Finanzamt tätig war, in Dipperz daheim. Geboren und aufgewachsen ist er in der Nachbargemeinde Petersberg, zu der es heute noch enge berufliche) Vindungen gibt. Unter anderem beim Thema Hochwasserschutz, denn die Starkregenereignisse der jüngeren Zeit haben Dipperz doch sehr zugesetzt, obwohl die Renaturierung der „Wanne“ sich schon positiv ausgewirkt habe.

Die Gemeinde biete ihren rund 3.750 Bürgern, die in den acht Ortsteilen zu Hause sind, sowohl eine hohe Wohnqualität als auch eine sehr gute Infrastruktur in allen Bereichen. Dass man sich in Dipperz augenscheinlich wohl fühle, verdeutliche auch die Tatsache, dass bei der Einwohnerzahl ein leichtes Plus zu verzeichnen sei. „Was mir in diesem Zusammenhang am Herzen liegt, das ist unser Bemühen, weitere Baugebiete auszuweisen. Es fällt mitunter schwer, die Grundstückeeigentümer davon zu überzeugen, Flächen für Wohnbebauung zur Verfügung zu stellen“.

In den letzten zwölf Jahren wurden einige Projekte in die Tat umgesetzt, daran möchte Vogler auch in Zukunft weiter anknüpfen. Neben der künftigen Niederlassung Fulda des Kirchheimer Unternehmens Bickardt Bau, gehören das Mehrgenerationenprojekt sowie der Neubau des Kindergartens am Kreisverkehrsplatz zu den größeren Baumaßnahmen. Sein Anliegen: Dipperz noch lebens- und liebenswerter gestalten - und das gemeinsam mit den Bürgern.

Dipperz hat sich durch zahlreiche Investitionen in den letzten Jahren zu einem sehr attraktiven Wohn- und Gewerbestandort im Landkreis Fulda entwickelt. Wir haben dabei alle Möglichkeiten genutzt, die sich durch den Bau der Ortsumgehung ergeben haben Gewerbegebietserweiterungen im Bereich der Abfahrt Dipperz-West, das große Baugebiet in der Eichbergstraße/Im Straßfeld, die Umgestaltung der zwei Kilometer langen Ortsdurchfahrt in Dipperz). Parallel dazu wurden in Dipperz mit Fördermitteln aus der Dorferneuerung der Kirch- und Dorfplatz mit der Zugänglichkeit zur Wanne, die Fußgängerbrücke, Bereiche am alten Friedhof und das ‚Rentnerdreieck‘ – ein Treffpunkt für alle Generationen – neu gestaltet und geschaffen.

All diese Maßnahmen bringen mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität mit sich. Auch der zweitgrößte Ortsteil Armenhof hat mit Zuwendungen aus der Dorferneuerung an Attraktivität gewonnen – der Dorfplatz, die Erweiterung des Bürgerhauses, der naturnah gestaltete Spielplatz und der Bolzplatz sind hier zu nennen. Die Bereiche Wohnen, Gewerbe und Arbeiten gilt es mit Augenmaß und Weitsicht weiter zu entwickeln. Weitere größere Projekte waren die Modernisierung der gemeindlichen Wasserversorgung mit dem Neubau des Hochbehälters in Wolferts, Sanierungen wichtiger Infrastrukturbereiche Wegebau, Straßen, Kläranlage). Aber auch viele kleinere Maßnahmen sind umgesetzt worden: W-Lan Hotspots bei allen Bürger-, Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhäusern; Investitionen bei den Spielplätzen

Erfreulich ist das vielfältige bürgerschaftliche Engagement, die ehrenamtlichen Tätigkeiten der Bürgerinnen und Bürger in den Vereinen und Verbänden – im sportlichen, kulturellen, sozialen oder kirchlichen Bereich. Dies soll auch in Zukunft unterstützt und gefördert werden. Gerade hier wünsche ich mir und den vielen Vereinsmitgliedern/-innen in den nächsten Wochen Normalität und Vereinsfeste. Die Aktion der Wolfertser ‚Starkes Dorf – wir machen mit‘ war ein sehr gutes Beispiel.

Der Gemeinschaftssinn und die Hilfsbereitschaft sind in der Bürgerschaft sehr ausgeprägt. Das hat sich in großem Maße bei den Hochwasserereignissen in 2018 und 2019 gezeigt, ein Beispiel dafür ist auch das Projekt ‚Zeit für Andere‘. Der Dipperz-Gutschein, mit dem Betriebe vor Ort unterstützt werden können, ist eine gute Idee, die von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird.“

Wenn Sie Bürgermeister bleiben, sind die wichtigsten Projekte, die in den kommenden Jahren fortgeführt werden...

„Die wichtigste Maßnahme ist der dringend notwendige Kindergartenneubau am Kreisverkehrsplatz, für den nach langen Diskussionen in den gemeindlichen Gremien der Weg frei gemacht wurde. Die Inbetriebnahme soll im Juni 2022 erfolgen.

Weitere größere Projekte sind unter anderem die Erschließung des Gewerbegebietes und die Vermarktung der Grundstücke im Bereich der Abfahrt Dipperz-West zusammen mit der verkehrlichen Anbindung des Mehrgenerationenprojektes und des Kindergartens

die Umgestaltung der Hauptstraße in Armenhof die Verbesserung des Hochwasserschutzes mit der Renaturierung der Wanne in Dipperz haben sich bereits Verbesserungen ergeben – das hat das Tau- und Regenereignis Ende Januar gezeigt; in Friesenhausen wurden ebenfalls Verbesserungen durch kleinere Baumaßnahmen erreicht.

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