Eine schlechte Lösung ist keine Lösung

Osthessen. Seit Pfingsten fahren tglich 80-100 LKWs mit Laugenabwasser von Kali+ Salz in Neuhof durch Eiterfeld nach Philippsthal an die

Osthessen. Seit Pfingsten fahren tglich 80-100 LKWs mit Laugenabwasser von Kali+ Salz in Neuhof durch Eiterfeld nach Philippsthal an die Werra und zurck.

Die Lsung, den LKW-Verkehr ab sofort ber drei verschiedene Routen zu transportieren, verringert zwar die Belastung der Bevlkerung, ndert aber nichts an dem eigentlichen Problem, kritisiert die Landtagsabgeordnete Margaretha Hlldobler-Heumller von BNDNIS 90/DIE GRNEN.

Fr mich kommt wie auch fr unseren hessischen Umweltminister Wilhelm Dietzel sehr berraschend, dass das salzige Oberflchenwasser ber die Strasse abtransportiert werden muss. Ursprnglich wurde ein gesicherter Entsorgungszeitraum von 45 Jahren angegeben, durch Kontrollbohrungen wurde diese Aussage auf ca. 14 Jahren korrigiert und jetzt fahren bereits die LKWs mit der Salzlauge an die Werra. Allmhlich frage ich mich, wie glaubwrdig die Argumentationen von Kali und Salz berhaupt noch zu nehmen sind, wenn jetzt behauptet wird, die Versenkmglichkeiten seien berraschender Weise nahezu erschpft und die Rckhaltebecken aufgrund der regenreichen Witterung bis an den Rand gefllt. Regenreiche Zeiten gab es auch schon in anderen Jahren und da wurde keine Salzlauge mit dem LKW transportiert. Andererseits wird behauptet die Speicher seien gesperrt, weil man Austragungen ins Trinkwasser untersuchen will. Es macht wenig Sinn, Austragungen zu untersuchen, wenn parallel die Einleitemenge reduziert wird.

Gleichzeitig fordert Hlldobler-Heumller die regionalen Abgeordneten von CDU und SPD auf, ihr doppeltes Spiel zu beenden. Wenn Herr Brand ernsthaft fr die Pipeline Lsung wre, msse er auch dafr sorgen knnen, dass er dafr die Zustimmung in Wiesbaden finde. Schlielich habe er lange genug als Pressesprecher dort gearbeitet und kenne Koch und alle Abgeordneten persnlich.

Aber auch der Ministerprsident und der Umweltminister sehen die Pipelinelsung kritisch in Wiesbaden scheint Herr Brand da keine Zustimmung zu finden. Das betrifft im Moment smtliche Abgeordneten der groen Parteien vor Ort. Sie reden Kali + Salz nach dem Mund, aber in der Partei berzeugen sie keinen einzigen Untersttzer. Das deutet schon auf argen Populismus hin und diese politischen Spielchen sind das, was bei den Brgern zur zunehmenden Politikverdrossenheit beitrgt, so die Landtagsabgeordnete von BNDNIS 90/DIE GRNEN.

Es geht nicht um die Frage der Arbeitspltze es geht um die Frage der billigsten Lsung fr einen Konzern, der die Ausschttungen der Aktionre erhht und sonst nichts. Ich fordere Kali + Salz auf, endlich die Untersuchungen der Alternativlsungen und deren Kosten offen zu legen, denn auch der hessische Umweltminister Wilhelm Dietzel (CDU) hat ebenso wie der hessische Ministerprsident Roland Koch darauf verwiesen, dass die Alternativen nicht gengend geprft sind da stimmen wir GRNEN, was ja nicht so oft in Umweltfragen der Fall ist, der hessischen Landesregierung zu, so Hlldobler-Heumller abschlieend. (pm)

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