Eine zerrissene Seele: Falco - Das Musical begeistert in Fulda

Das Musical Falco begeistert rund 1.000 Besucher in der Fuldaer Esperantohalle.

Fulda - Im Februar 2017 wäre einer der berühmtesten und schillerndsten deutschsprachigen Künstler 60 Jahre alt geworden. Hans Hölzer besser bekannt als Falco zählt nach wie vor zu einer der größten Ikone der österreichischen Musikszene. Zum Gedenken des Ausnahme-Künstlers feierte am 20. Januar das Musical „Falco“ in Kempten Premiere. Am Dienstag begeisterte das Ensemble rund um Hauptdarsteller Alexander Kerbst rund 1.000 Musicalbesucher in der „Esperantohalle“.

Sebastian Achilles führte als Falcos Manager das Publikum durch das tragische Leben von Hans Hölzer. Dabei ging es nicht nur um die Kunstfigur Falco, sondern auch um die Privatperson Hölzer und dessen innere Zerrissenheit. Dargestellt durch zwei fiktive Frauen. „Jeanny“, gespielt von Nike Maria Tiecke, die zarte Seele, die die liebevolle Seite des exzentrischen Künstlers symbolisierte. Auf der anderen Seite „Ana Conda“, gespielt von Stefanie Kock. In dunkle Leder-Kleidern gehüllt, verführt sie Falco zu Drogen und Alkohol. Ein Spiel zwischen Teufelchen und Engelchen. Dazwischen ein gebrochener Künstler, der mit dem wachsenden Erfolg immer mehr in die dunkele Welt abzurutschen droht.

Mit spektakulären Lichteffekten und kraftvollen Tanzeinlagen des achtköpfigen Tanzensembles wurde dem Publikum eingeheizt. Falcos größte Songs wie „Jeanny“, „Rock me Amadeus“ und „Der Kommissar“ begeisterten die Zuhörer. Die fünfköpfige Band schmetterte ein Hit nach dem anderen. Alles in allem konnte die bunte schrille Show begeistern. Falco-Darsteller Kerbst sah dem Original täuschend ähnlich. Auch wenn deutlich zu erkennen war, dass man die exzentrische Art des Hans Hölzers nicht nachahmen kann. Zu glatt schien der Falco auf der Bühne. Jedoch konnte dies der Stimmung nichts abtun.

Eins war der Produktion deutlich anzumerken: Die Liebe zu den Songs des 1998 verstorbenen Künstlers. Nichts ist so gut wie das Original. Dennoch gab es für das gesamte Ensemble am Ende Standing Ovations.

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