Tod einer 16-Jährigen am Bahnhof Neuhof: Prozess gegen vier Männer

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Verfahren wegen fahrlässiger Tötung beginnt am Dienstag, 6. August, vor dem Fuldaer Landgericht 

Neuhof - Im Februar 2010 war ein 16-jähriges Mädchen am Neuhofer Bahnhof zu Tode gekommen. Vor der Ersten Großen Strafkammer am Landgericht Fulda beginnt nun am kommenden Dienstag, 6. August, 9.30 Uhr, das Verfahren gegen vier Angeklagte im Alter zwischen 41 und 67 Jahren wegen fahrlässiger Tötung.

Den vier Männern wird zur Last gelegt, am 4. Februar 2010 "fahrlässig durch Unterlassen" den Tod der 16-jährigen Schülerin verursacht zu haben. Die junge Frau befand sich gegen 7.24 Uhr auf dem Bahnsteig des Bahnhofs Neuhof, um mit dem aus Frankfurt kommenden Regionalexpress nach Fulda weiterzufahren. Laut Staatsanwaltschaft  war der Bahnsteig "zu dieser Zeit nicht ordnungsgemäß, nämlich nicht durchgehend auf der vorgeschriebenen Tiefe von 1,80 Meter ausgehend von der Bahnsteigkante, sondern bisweilen lediglich bis auf 1,24 Meter von Schnee geräumt". Infolgedessen befanden sich eine erhebliche Anzahl der wartenden Schüler, die sich bereits wie üblich vor der Einfahrt des Regionalzuges auf dem Bahnsteig aufhielten, außerhalb des Sicherheitsbereichs, also im Bereich hinter der Sicherheitslinie zur Bahnsteigkante hin.

"Zusätzlich zu dem mangelhaften Räumzustand befanden sich nicht nur vereinzelte, sondern erhebliche Eisbildungen auf dem Bahnsteig, die durch einen ordentlichen Winterdienst hätten verhindert werden können. Unmittelbar vor der Einfahrt des Zuges in den Bahnhof rutschte die Schülerin auf einer vereisten Stelle im Bereich der Bahnsteigkante aus und stürzte in das Gleisbett, wo sie von dem einfahrenden Zug überrollt wurde und tödliche Verletzungen erlitt.

Für das Verfahren sind 30 Hauptverhandlungstage bis Januar 2020 anberaumt.

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