Gut eingelebt – Zwischenseminar der Bistumsfreiwilligen in Uganda

Fulda. In der Hälfte ihres neunmonatigen Dienstes, den 8 junge Erwachsene des Bistums Fulda als "Freiwilligen Sozialen und Missionarischen Diens

Fulda. In der Hälfte ihres neunmonatigen Dienstes, den 8 junge Erwachsene des Bistums Fulda als "Freiwilligen Sozialen und Missionarischen Dienst im Ausland (FSMDA)", im Partnerbistum Hoima, in Uganda leisten, fand ein Zwischenseminar statt, zu dem sich Thomas Bretz, Referent für Neuevangelisierung im Seelsorgeamt des Bischöflichen Generalvikariats in Fulda und Mitinitiator des FSMDA, vor Ort mit den Freiwilligen traf.

Bretz betonte nach der Begegnung: "Ich bin sehr froh unsere Freiwilligen gesund und so gut an die Lebensumstände Ugandas angepasst, angetroffen zu haben. Sie haben sich sehr einfühlsam, lernbereit und neugierig in Ihre Einsatzpfarreien eingelebt, setzten sich in relevanten Tätigkeitsfeldern ein und nutzen ihre Team-Möglichkeiten bei Freuden und Leiden  Ihres Dienstes."

Bischof Lambert Banomugisha, Apostolischer Administrator der Diözese Hoima, bedankte sich für den Brief von Bischof Heinz Josef Algermissen, den ihm Bretz überreichte: "Ich bin sehr beeindruckt vom Lebenszeugnis der Freiwilligen, welche die ganz einfachen Verhältnisse in unseren Pfarreien, oft ohne Strom und fließendem Wasser,  teilen. Es ist genau so, wie Bischof Algermissen mir schreibt: Nicht dass die jungen Erwachsenen viel Geld mitbringen, aber sie bringen sich selbst, ihre Talente ihren Glauben… und lernen von euch und unserer Weltkirche".

Pfarrer Peter Isingoma, Nationalpräses des Kolpingwerkes in Uganda und Mitglied im Leitungsteam von Kolping-International, einer der Mentorenpfarrer vor Ort meint: "Wir waren es gewohnt Priester und Ordensleute aus Europa als Missionare in Afrika zu haben, nun sendet ihr junge Erwachsene, Laien. Das ist eine ganz neue und prophetische Mission, die für beide Seiten fruchtbar ist." Pfr. Matthias Kyaliganza bekräftigt: "Die Freiwilligen vitalisieren unsere Pfarreien auch spirituell: Ein Weißer, der unser Essen isst, in unserer Pfarrei mit lebt und arbeitet ist eine Attraktion und ein Glaubenszeugnis das mehr sagt als viele Worte, gerade auch für unsere Jugend."

Bei diesem Freiwilligendienst greift das Bistum ein ermutigendes Zeichen dieser Zeit auf, nämlich, dass eine wachsende Zahl junger Menschen bereit ist mehrere Monate ihres Lebens in den Dienst an den "fernen Nächsten" einzusetzen, wobei auch der persönliche Glaube angeregt wird, erläutert Bretz.

In der Woche des Zwischenseminars fand bei Gruppendiskussionen, Einzelgesprächen, Gottesdienst- und Gebetszeiten ein umfassender und tiefer Erfahrungsaustausch statt, sowohl mit den Jugendlichen als auch mit ihren verantwortlichen Mentoren vor Ort, die Priester sind und große Pfarreien leiten. Gemeinsam wurden Zielvereinbarungen für die verbleibende Dienstzeit ausgelotet und ggf. neue Motivationen und Handlungsmöglichkeiten erschlossen. Der Umgang mit Armut, Krankheit und Konflikten, typisch kulturellen Unterschieden, "highlights" und Enttäuschungen wurden thematisiert.

Beim gemeinsamen Ausflug in einem Nationalpark wurden staunend Löwen, Giraffen, Elefanten, Büffel, Nilpferde und Krokodile beobachtet. Auch dabei sprach man über persönliche und berufliche Perspektiven und wurde über praktische Umsetzungsmöglichkeiten aus den Erfahrungen im Freiwilligendienst nachgedacht.

Einige Eltern der Freiwilligen planen zu ihren Kindern nach Uganda zu reisen. "Diese Besuche, die Rückbindung an ihre Pfarreien, Vereine und Freundeskreise bringen die beabsichtigte Nachhaltigkeit dieses Freiwilligendienstes", freuen sich die Verantwortlichen des Bistums.

Zwei ehemalige Freiwillige, die Ihren Dienst im letzten Jahr absolvierten, assistierten beim Zwischenseminar: Julia Menz (20) aus Karben bei Frankfurt, studiert in Mainz an der katholischen Fachhochschule Soziale Arbeit, sagt: "Als ich jetzt meine damalige Einsatzpfarrei Mpasana besucht habe wurde ich nicht mehr als Gast, sondern als Freund begrüßt und durfte gleich in der Küche mithelfen, was einem Gast hier niemals erlaubt wird." Und Lukas Hofmann (20) aus Bimbach bei Fulda, der gerade sein Fachabitur macht, resümiert: "Wenn ich jetzt durch Hoima laufe und meine Freunde treffe, ist das wie ein Nachhause kommen, als wäre ich gar nicht weg gewesen. Die guten Erfahrungen meines Jahres in Uganda haben wohl noch lange eine positive Wirkung auf mein Leben."

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