Einnahmeverluste im nächsten Jahr: Bürgermeister Scheich zur Coronakrise

Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich.

Ein Gespräch mit Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich zu den Gemeindefinanzen in der Coronakrise.

Eiterfeld - Für die Gemeinde Eiterfeld sprach „Fulda aktuell“ mit Bürgermeister Hermann-Josef Scheich über die Corona-Pandemie.

 

FULDA AKTUELL: Wie wirkt sich die Corona-Krise bislang auf Ihre Gemeinde aus – auch finanziell?

SCHEICH:Die Verwaltung hat entsprechende Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie vorgesehen. So werden Mitarbeiter und Bürger durch Trennscheiben vor Tröpfcheninfektion geschützt. Hinzu kommt eine generelle Maskenpflicht. Für den Bedarfsfall stehen Bürgern aber auch Einwegmasken kostenlos zur Verfügung. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen müssen die Etagentüren geschlossen bleiben, da sonst die derzeit geltenden Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden können. Termine müssen deshalb telefonisch vorab vereinbart werden. Vieles lässt sich aber auch per Telefon schon klären. Das hat auch in den letzten Wochen schon sehr gut für persönliche Vorsprachen funktioniert.

Bislang liegen nur sehr wenige Anträge auf Stundung von Gewerbesteuer oder Kita-Beiträgen vor. Die Marktgemeinde ist finanziell nach wie vor gut aufgestellt. Allerdings sind auch Anmeldungen über Kurzarbeit von Unternehmen in der Marktgemeinde bekannt. Bedanken möchte ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürger für das disziplinierte Verhalten und die Akzeptanz für die erforderliche Maßnahmen. Bisher sind noch keine nennenswerten Einnahmeverluste zu verzeichnen. Die wenigen vorliegenden Stundungs- anträge beziehen sich im Wesentlichen auf zukünftige Fälligkeiten. Kita-Beiträge wurden bis einschließlich Mai abgebucht.

 

FA: Welche Konsequenzen hat das für die Gemeinde?

SCHEICH:Sicher ist, dass die Coronakrise massive wirtschaftliche Folgen haben wird. Der teilweise Stillstand der Arbeitswelt und des öffentlichen Lebens wird sicherlich zu erheblichen Einnahmeverlusten sowohl beim Bund, den Ländern als auch in den Kommunen führen. Es muss davon ausgegangen werden, dass es einen deutlichen Rückgang bei den Gewerbe- Einkommen- und Umsatzsteueranteilen geben wird.

Diese werden voraussichtlich erst ab dem kommenden Jahr zu nicht unwesentlichen Einnahmeverlusten führen. Ich hoffe, dass die Kommunen hier nicht in Stich gelassen und durch Landes- und Bundesregierung umfangreich unterstützt werden.

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