Intensiver Einsatz an den Aueweihern: Großer Dank an die Helfer 

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Lob für das "tolle Zusammenspiel" der vielen Beteiligten

Fulda - Mit einem symbolischen Dankeschön in Form von hundert Gläsern „Stadthonig“ hat Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld allen Einsatzkräften gedankt, die in den vergangenen Tagen ein „Umkippen“ der Fuldaer Aueweiher und ein massives Fischsterben in den Gewässern verhindert haben.

Bei dem Vor-Ort-Termin nahe der THW-Einsatzzentrale an der Segelflughalle nahmen neben Vertretern von Technischem Hilfswerk (THW), Feuerwehr Fulda, Deutscher Lebens-rettungs-Gesellschaft (DLRG), Deutschem Roten Kreuz (DRK), Angelsportverein Fulda und des städtischen Amts für Grünflächen und Stadtservice auch der Fulda-er Bundestagsabgeordnete Michael Brand und THW-Präsident Gerd Friedsam teil.

OB Wingenfeld ging noch einmal kurz auf den Ablauf der Ereignisse ein, die nach dem Hilferuf des Angelvereins und mehreren Dutzend toten Fischen in der ver-gangenen Woche zunächst die Feuerwehr Fulda sowie die ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus insgesamt sechs Stadtteilwehren und dann per Amtshilfe auch das Technische Hilfswerk mit seinen noch leistungsfähigeren Pumpen und seinem Spezialgerät auf den Plan gerufen hatten. Der OB sprach vor diesem Hintergrund von einem “tollen Zusammenspiel der Hilfsorganisationen“, zu denen auch das DRK mit seinen Sanitäts-Bereitschaftskräften zählt.

Gleichzeitig wies der Oberbürger-meister noch einmal auf die Dringlichkeit einer grundlegenden und nachhaltigen Gewässersanierung der Aueweiher hin, wie sie die Stadt Fulda vor dem Hintergrund der Landesgartenschau 2023 längst angestoßen habe: „Es kann kein Dauerzustand sein, dass jeden Sommer Feuerwehr und THW das Gewässer vor dem Umkippen retten müssen!“

THW-Präsident Friedsam, der gerade zufällig wegen eines anderen Termins in Fulda weilte und sich spontan zu einem Besuch seiner Einsatzkräfte am Aueweiher entschied, zeigte sich angesichts professionellen Einsatzes beeindruckt und sagte, alle Beteiligten könnten „stolz sein auf das reibungslos funktionierende Gefahren-abwehrsystem“. Zusammen mit dem OB nahm der THW-Chef im Anschluss an einer Lagebesprechung des THW-Einsatzstabes teil und ließ sich das Vorgehen und die Einsatzplanung auch vor dem Hintergrund der besonderen Erfordernisse in sensiblen Naturschutzbereichen erläutern.

Bundestagsabgeordneter Brand erinnerte „am Vorabend des Jubiläums zum 70-jährgen Bestehen des THW“ an dessen „besondere Erfolgsgeschichte“: 80.000 Engagierte im Hilfsdienst, davon 98 Prozent im Ehrenamt – das sei eine Sache, „um die uns das Ausland oft beneidet“, sagte Brand. Seinen Dank an die Helferinnen und Helfer verband der osthessische Abgeordnete, der auch Mitglied des Bundestags-Innenausschusses ist, mit der Zusage für eine weitere Unterstützung des THW durch den Bund.

Am Wochenende setzt das THW seinen Einsatz am Aueweiher fort. Angesichts der in diesem Jahr extrem ungünstigen Witterungsbedingungen lassen sich die für die Tier- und Pflanzenwelt im See wichtigen Sauerstoffwerte im Gewässer nur schwer stabilisieren, allerdings sind seit dem Einsatzbeginn keine toten Fische mehr gesichtet worden. Inzwischen konnte das THW zusätzlich zu den vier bereits installierten Großpumpen (Leistung: 5000 Liter Wasserumwälzung pro Minute) noch weiteres Großgerät vom Ortsverband Wetzlar anfordern: Diese Pumpe wälzt allein 15.000 Liter pro Minute um. Inklusive der kleineren Pumpen und der schwimmenden Plattformen, die mit Hilfe der DLRG installiert wurden, können derzeit 43.000 Liter Seewasser pro Minute umgewälzt und dabei mit Sauerstoff angereichert werden. Die THW-Aggregate erzeugen den dafür nötigen Strom von rund 350 Kw/h selbst. Nach derzeitiger Planung soll der Einsatz bis Montag fortgesetzt werden.

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