Einstimmig für "Sommerlad"

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Petersberg. Mit Petersberg spricht sich auch das vierte Gemeindeparlament des Interkommunalen Gewerbegebietes für "Sommerlad"-Neubau an der A 7 aus.

Petersberg. Das Votum war mehr als eindeutig: Von den 32 anwesenden (von eigentlich 37 und somit beschlussfähigen) Gemeinde-Parlamentariern aus Petersberg sprachen sich am Donnerstagabend 32 für das Neubauprojekt der "Möbelstadt Sommerlad" an der A7 aus. Es gab keine Gegenstimme und keine Enthaltung!

Im "Giso-von-Steinau-Haus" in Steinau fand die Sitzung statt.  Petersberg war das vierte und letzte Kommunalparlament nach Eichenzell, der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung und Künzell, das sich  mehrheitlich pro "Sommerlad" positionierte. Nach monatelangen hitzigen, kontrovers und mitunter auch unterhalb der Gürtellinie geführten Diskussionen und politischen Debatten, begleitet von einer beispiellosen tendenziösen Berichterstattung einer örtlichen Tageszeitung, herrscht nun also Einmütigkeit innerhalb der Stadtregion und des Interkommunalen Gewerbegebietes: Sommerlad darf, ja soll bauen - sofern der Zentralausschuss beim Regierungspräsidium in Kassel zustimmt. Die Entscheidung in dem 41-köpfigen Gremium könnte im April kommenden Jahres fallen, vor oder nach den Sommerferien die Bauleitplanung auf den Weg gebracht werden. "Sommerlad" muss zum 31.12.2015 aus seiner bisherigen  Immobilie in Petersberg raus, weil dann dort der Vertrag mit der Besitzerfamilie Link/Kutsch ausläuft und mit "Poco-Domäne" angeblich schon ein Nachmieter für den alten Standort zum 1.1.2016 gefunden sein soll. Vom Zeitplan könnte es also eng werden für Unternehmer Frank Sommerlad.

"Was lange währt wird hoffentlich endlich gut", sagte Hans-Karl Becker von der CWE. "Nach einer monatelangen Kakophonie, medialen Querschlägen, zahlreichen Nebelkerzen und einer abbröckelnden Ablehnungsfront, aus der so mancher Protagonist deutlich über das Ziel hinausgeschossen hat, haben wir nun eine tragfähige Kompromiss-Formel gefunden, die hoffentlich von den übergeordneten Gremien final und zeitnah abgesegnet wird", so der CWE-Fraktionsvorsitzende. "Es hat keine Lex Sommerlad gegeben. Letztendlich sollten Unternehmer entscheiden und das Risiko ihres Handelns tragen - und Politiker die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen."

Die Linke-Gemeinderätin Stefanie Wahl konstatierte, der öffentlich ausgetragene Streit um das Sommerlad-Großprojekt sei zuletzt nicht mehr zu ertragen gewesen. "Opfer dieses Streits waren eindeutig die Mitarbeiter von Sommerlad, deren Ängste und Sorgen offenbar keine Rolle mehr spielten." Wahl hätte sich eine bessere und umfangreichere Informationspolitik im Vorfeld der Entscheidungen gewünscht, auch naturschutzrechtliche und landespflegerischen Aspekte seien kaum berücksichtigt worden. Ihr Fazit: "Das war eine kommunalpolitische Farce."

Susanne Dörr von der SPD schloss sich im Prinzip ihren Vorrednern an. "Wir müssen endlich die Sache auf den Weg bringen. Dann sollte die Regionalversammlung schnellstmöglich eine Entscheidung treffen."

Petersbergs Bürgermeister Karl-Josef Schwiddessen (CDU) sprach in seinem kurzen Statement davon, dass er sich im Zusammenhang mit den "Sommerlad"-Entscheidungen mitunter an Verhaltensmuster auf einem orientalischen Basar erinnert gefühlt habe. Das Gemeindeoberhaupt informierte, das zukünftige Gewerbeflächen in der Stadtregion "interkommunal entwickelt" würden. "Wir wollen den gemeinsamen Weg im Sinne einer produktiven kommunalen Zusammenarbeit fortsetzen und forcieren."

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