Einwohner sind in Sorge: Mehr Krebsfälle in Eichenzell?

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Werner Walewski sagt „Nein“ zur Schredder-Anlage, weil durch den Autobahnzubringer, Stromleitungen und Mobilfunkantenne ausreichend Belastungen für den Körper gegeben seien. Deshalb brauchen die Bewohner keine zusätzlichen Belastungen.

Die Eichenzeller Einwohner sorgen sich um ihre Gesundheit. Fulda aktuell sprach mit dem betroffenen Werner Walewski und Bürgermeister Dieter Kolb.

Eichenzell - Nach der Berichterstattung über die Bürgerversammlung am 18. April in Rothemann zum Thema Umsiedlung der Firma „Weider“ in das Oberfeld nach Löschenrod hat sich der „Fulda aktuell“-Leser Werner Walewski an die Redaktion gewandt. Er war es, der in der Versammlung von den vielen Krebsfällen gesprochen hat. „Ich habe mich angesprochen gefühlt, daher habe ich mich gemeldet“, begründet Walewski sein Handeln. Er berichtete der Redaktion, dass es in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren vermehrt zu Krebserkankungen in seinem Wohngebiet (Am Wingenroth, Weihecke und Roter Graben in Eichenzell) gekommen sei. 19 Fälle zählt der 66-Jährige, davon seien elf Menschen verstorben. „Davon waren auch junge Menschen betroffen“, erzählt der Eichenzeller.

„Diese angeblichen Krebshäufungen werden seit 20 Jahren diskutiert“, äußert sich der Eichenzeller Bürgermeister Dieter Kolb zum Thema. „Mit ,Weider’ kann das nichts zu tun haben, der ist erst seit zehn Jahren hier und der Wind geht in eine andere Richtung“, so das Gemeindeoberhaupt weiter. Das Gerücht, dass die Krebsrate in Eichenzell um zehn bis fünfzehn Prozent gestiegen sei, hielte sich dennoch hartnäckig.

Welche Ursachen die Häufung der Krebsfälle haben können weder Kolb noch Walewski mit Bestimmtheit sagen. Es sei eine Beobachtung, die die Bürger gemacht haben.

Mehr zum Thema Umsiedlung der Firma "Wieder": - Hitzige Diskussion: Umsiedlung der Firma „Weider“ spaltet eine Gemeinde

- Was steckt hinter dem Eichenzeller "Schredderstreit"?

- Kommentar: "Schredderstreit" sorgt für tiefe Gräben

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