Einzelhändler besuchten FRA1-Logistikzentrum von Amazon in Bad Hersfeld

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Interessante Einblicke bei der Führung durch "FRA1".

Als Partner - auch des regionalen Einzelhandels - präsentierte sich Amazon bei einer Führung durch das älteste Logistikzentrum des Internet-Riesen in Bad Hersfeld.

Bad Hersfeld - „Amazon“ – fast jeder hat dort schon einmal bestellt, aber kaum einer weiß, wie es hinter den Mauern der insgesamt 13 Logistikzentren in Deutschland aussieht. Markus Vogt („Mode Vogt“), Thomas Schreiner („Schuhtingstar“), Karl Zentgraf („Schuhhaus Zentgraf“) und Christoph Wehner („Sporthaus Marquardt“), die teilweise „Amazon“ als Vertriebsplattform nutzen, konnten nun gemeinsam mit der Redaktion von „Fulda aktuell“ und dem „Kreisanzeiger“ hinter die Kulissen blicken.

13 Logistikzentren, davon zwei in Bad Hersfeld

„FRA 1“ ist mit 20 Jahren das erste, älteste und kleinste Logistikzentrum von „Amazon“ in Deutschland. Im Jahr 2009 wurde „FRA3“ ebenfalls in Bad Hersfeld gebaut. „Wir haben inzwischen 13 Logistikzentren in Deutschland“, sagte Christian Dülfer, Geschäftsführer des „Amazon“- Standortes Bad Hersfeld. In einer kleinen Einführung über den Versandriesen informierte Dülfer die Gruppe aus Fulda und Bad Hersfeld über das Unternehmen selbst. In Hessen arbeiten rund 5.500 Mitarbeiter kleiner und mittelständischer Unternehmen, um ihr Online-Geschäft bei „Amazon“ zu betreiben – mit einem Exportumsatz von 170 Millionen Euro im Jahr 2018 über „Amazon Stores“.

Mitarbeiterin Francis führte Christoph Wehner („Sporthaus Marquardt“), Thomas Schreiner („Schuhtingstar“), Karl Zentgraf („Schuhhaus Zentgraf“), Markus Vogt („Mode Vogt“), „Fulda aktuell“-Objektleiter Michael Schwabe und „Kreisanzeiger“-Objektleiter Christian Schramm durch das erste deutsche „Amazon“-Logistikzentrum in Bad Hersfeld.

„Amazon“ hat weltweit mehr als 300 Millionen Kunden und mehr als 750.000 Mitarbeiter. Dülfer ist seit 13 Jahren bei „Amazon“. „Work hard – have Fun – Make History“ („Arbeite hart – habe Spaß – schreibe Geschichte“) gilt als Zitat von „Amazon“-Gründer Jeff Bezos und ist eine Art Wahlspruch des Unternehmens, das 1995 in Seattle gegründet wurde. Bereits vier Jahre später entstand „FRA1“ in Bad Hersfeld. Deutschland ist einer der wichtigsten europäische Märkte für „Amazon“.

In den beiden Logistikzentren in Bad Hersfeld arbeiten 3.500 Menschen, im Weihnachtsgeschäft sind es noch einmal rund 500 mehr. „Bei uns hier arbeiten 77 Nationalitäten“, so Dülfer. Mit 42.000 Quadratmetern in „FRA1“ und weiteren 110.000 Quadratmetern in „FRA 3“ ist der Logistikstandort Bad Hersfeld der größte von „Amazon“ in Deutschland.

"Wir sagen alle ,du'"

Wie bei „Amazon“ gearbeitet wird, damit die Bestellungen so schnell wie möglich beim Kunden sind, zeigte Mitarbeiterin Francis während einer Führung. Sie ist seit 17 Jahren bei „Amazon“ und durchaus zufrieden mit ihrem Job. „Viele hier sind seit Jahren dabei“, erzählt sie und begrüßt die Kollegen, die in den Weiten der Gänge arbeiten, meist mit dem Vornamen. „Wir sagen hier alle du“, hatte der Geschäftsführer bereits zu Beginn der Veranstaltung gesagt.

Markus Vogt beim Scannen und Sortieren der Artikel für die Verpackung.

Francis zeigte der Gruppe den Weg vom Eintreffen der Ware im gerade effizienter umgestalteten Bereich über das Verräumen in zahlreichen Regalen und das Heraussuchen nach Bestellung, vom Transport über die Verpackung bis zur Verladung in den Lkw. Die Teilnehmer zeigten sich interessiert, stellten viele Fragen und konnten selbst ausprobieren, wie mit Scanner und viel Laufen gearbeitet wird. In „FRA 1“ werden hauptsächlich „BWS“, also Bier, Wein und Spirituosen, gelagert. In „FRA 3“ sind es Kleidung und Schuhe.

Beeindruckt zeigte sich die Gruppe von „Fulda aktuell“ und dem „Kreisanzeiger“ von der Größe der Hallen und der Effizienz der Arbeit.

"Amazon" als Verkaufsplattform nutzen

Wie zahlreiche andere Geschäftsleute nutzen auch Einzelhändler aus der Region „Amazon“ als Verkaufsplattform. „50 Prozent der weltweit verkauften Waren stammen von Drittanbietern“, so Dülfer. Um diese Kapazitäten zu stemmen, gibt es neben den Logistikzentren mehrere Technikstandorte, Sortierzentren, Paketverteilzentren und einiges mehr in Deutschland.

Christoph Wehner beim „Picken“ der Ware für den Versand.

Dass „Amazon“ stets innovativ an neuen Ideen arbeitet, zeigen Versuche mit Lieferdrohnen oder dem Supermarkt ohne Kasse. Dülfer sieht im Bereich Lebensmittel viel „Luft nach oben“, was das Einkaufen der Zukunft betrifft.

Mit dem„Amazon“-Maskottchen vor „FRA 1“ in Bad Hersfeld.

Nach rund zweieinhalb Stunden bei „Amazon“ verließ die Gruppe das erste deutsche „Amazon“-Logistikzentrum, das inzwischen auch das kleinste ist, mit zahlreichen neuen und positiven Eindrücken.

Michael Schwabe durfte ausprobieren, wie Artikel in den Regalen verräumt werden.

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