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Elektroauto-Probefahrt

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Volltanken fr 50 Cent, bitte! Testfahrer fllte Akkus am WAG-Informationszentrum wieder aufFulda. Von neugierigen Blick

Volltanken fr 50 Cent, bitte! Testfahrer fllte Akkus am WAG-Informationszentrum wieder auf

Fulda. Von neugierigen Blicken der Autofahrer auf der Frankfurter Strae und einiger Fugnger auf dem Gehweg begleitet, biegt ein kleines knallrotes Gefhrt auf drei Rdern geruschlos auf den Parkplatz des WAG-Informationszentrums ab: Fachjournalist Edgar Schmidt ist am Ziel seiner ersten Etappe. Sein Elektromobil mit dem Namen Lion Twike Active wird hier an die Steckdose angeschlossen erster Tankstopp auf der Testfahrt von Rosenthal nrdlich von Marburg ber Fulda und Schweinfurt bis nach Wrzburg.

Edgar Schmidt arbeitet an einer Reportage ber die Zukunft des Automobils und unterzieht zu diesem Zweck Elektromobile einem Praxistest. Von dem Twike ist der Ingenieur nach der ersten Etappe ganz angetan. Man liegt eher, als dass man sitzt, so Schmidt zur gewhnungsbedrftigen Sitzposition. Das Lenken mit einem Hebel, der sich Joystick nennt, braucht auch ein bisschen bung. Er ist aber auf den Landstraen zwischen Marburg und Fulda gut zurechtgekommen mit diesem stromgetriebenen Zwei-Personen-Fahrzeug, dessen Reichweite Fahrer und Beifahrer durch eingebaute Pedale noch erweitern knnen.

Seine Batterie ist erst halb leer Schmidt ist gemtliche 60 Stundenkilometer gefahren. In der Spitze erreicht das Lion Twike Active sogar 85 Stundenkilometer. Aber dann steigt der Verbrauch deutlich, erlutert der Journalist. Lithium-Ionen Mangan-Akkumulatoren (Li-Ion Mangan-Akkus) sorgen fr die ntige Power. Fnf Akkublcke mit 1.960 Einzelzellen sind dafr im Heck des roten Flitzers eingebaut.

48 offizielle Stromtankstellen gibt es in Deutschland, berichtet Edgar Schmidt, aber leider keine entlang seiner ausgewhlten Route. Die WAG hat daher gern eine Steckdose an ihrem Informationszentrum zur Verfgung gestellt. Nach zwei Stunden Edgar Schmidt hat zugunsten des Gesprchs auf die Schnellladefunktion verzichtet sind die Twike-Akkus wieder voll und der Testpilot ausgeruht fr die nchste Etappe. Gut drei Kilowattstunden hat das Gefhrt fr die rund 100 Kilometer lange Strecke von Marburg bis Fulda bentigt Strom zum Bruttopreis von etwa 54 Cent.

Das Elektro-Automobil wird vor allem aus kologischer Sicht eine hoch interessante Alternative fr den Stadt- und Pendelverkehr, sagt Dipl.-Ing. Bernhard Herber, Leiter des Bereichs Energiewirtschaft bei der WAG. Das findet auch Fachjournalist Edgar Schmidt, der fr ein Magazin schreibt, das sich an Auszubildende im Kfz-Handwerk richtet. Dem Nachwuchs vom Fach will er mit seinem Selbstversuch anschaulich vermitteln, dass die Automobile der Zukunft nicht nur mit Benzin- und Dieselmotoren laufen werden. Da der lpreis immer neue Rekorde erreicht, sei Strom nicht nur eine umweltschonende, sondern auch eine preiswerte Alternative fr den individuellen Personenverkehr. Denn an welcher konventionellen Zapfsule kann man schon fr ein paar Cent den Tank seines fahrbaren Untersatzes fllen?

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