Emotionaler Abschied: Großartige Abschluss-Gala der Bad Hersfelder Festspiele mit Helen Schneider and Friends

Abschlussgala der 67. Bad Hersfelder Festspiele mit Helen Schneider & Friends.
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Abschlussgala der 67. Bad Hersfelder Festspiele mit Helen Schneider & Friends.

Mit einem sehr persönlichen Konzert des Weltstars Helen Schneider wurden die 67. Bad Hersfelder Festspiele am Mittwochabend beendet.

Bad Hersfeld - Ein Abschied ist ein Abschied. Und selbst, wenn er so großartig zelebriert wird wie jener der "67. Bad Hersfelder Festspiele" am Mittwochabend in der Stiftsruine, musste sich der ein oder andere im Publikum ein Tränchen wegdrücken. Vor allem, weil das spitzenmäßige Festspielorchester unter der Leitung von Hersfeldpreisträger Christoph Wohlleben zum Schluss noch einmal Melodien aus dem Musical "Titanic" spielte - mit einem Feuerwerk in der Apsis der Stiftsruine.

Doch vor dem Ende stand ein grandioses Konzert von Weltstar Helen Schneider, die bereits als "Evita", "Norma Desmond" ("Sunset Boulevard") und "Conférencier" ("Cabaret") auf der Bühne der Stiftsruine stand. Von Erinnerungen an den großartigen Spielort erzählte sie im ersten Teil der Abschluss-Gala.

Erinnerungen aus dem Leben

Sieben Lieder ihres aktuellen Albums "Movin' on" verknüpfte Schneider erzählerisch mit Anekdoten aus ihrem Leben. Besonders emotional wirkte "I'll see you once again", das sie ihrem langjährigen und inzwischen verstorbenen Lebensgefährten George Nassar widmete. Dieses Lied und "Land of Dreams and plenty" war extra für Bad Hersfeld für das Festspielorchester arrangiert worden.

Sehr intim war die Atmosphäre zwischen der Künstlerin und dem Publikum, die bei fünf Liedern alleine von Komponist und Gitarrist Jo Ambros und Solisten des Orchesters begleitet wurde. Sehr persönlich wandte Schneider sich immer wieder an das Bad Hersfelder Publikum, sprach von Erinnerungen, die sie mit der Festspielstadt verbinden.

Auch das Programm des zweiten Teils beinhaltete viele Musical-Songs, die Helen Schneider bereits auf genau diese Bühne gesungen hatte. "Wein' nicht um mich, Argentinien" aus "Evita", "Nur ein Blick" aus "Sunset Boulevard", "I don't care much" und "Cabaret" erklangen als Soli. In das Dörfchen "Anatevka" entführte Gunter Emmerlich mit "Wenn ich einmal reich wär", Rasmus Borkowski sang "Sunset Boulevard" - eine Rolle, die er auch in Bad Hersfeld gespielt hatte -, und Kristin Hölck widmete sich mit "Mein Leben" dem Musical "Jekyll & Hyde".

Im Duett mit Emmerlich sang Schneider "Ist es Liebe?" aus "Anatevka", "Ein gutes Jahr" ("Sunset Boulevard") mit Borkowski, und mit Hölck "Money, Money" aus "Cabaret". Jedes Lied des Abends brachte das Publikum zum Applaudieren, denn die Präsenz der Mitwirkenden war beinahe greifbar.

Das Festspielorchester präsentierte zwei sehr unterschiedliche Instrumental-Stücke: Die lebendige Ouvertüre zu Leonard Bernsteins Oper "Candide" und ein getragenes "Es war einmal in Amerika" von Ennio Morricone. Und natürlich als Zugabe die Klänge aus "Titanic".

Stehende Ovationen

Mit stehenden Ovationen dankte das Publikum in der nahezu vollbesetzten Stiftsruine dem Ensemble, das einen wirklich würdigen Abschluss einer erfolgreichen Festspielsaison zelebriert hatte. Der Zuschauerpreis ging in diesem Jahr an Robert Joseph Bartl, den "Kardinal Thomas Cajetan" in Dieter Wedels Stück "Martin Luther - Der Anschlag". Der Bayer Bartl, der neben dem von "Juwelier Laufer" gestifteten Ring auch einen goldglänzenden Kunststoff-Luther erhielt, dankte mit zwei Gedichten von Heinz Erhardt - und dem Hinweis, dass "ein evangelischer Luther es in einem bayerischen Vorgarten schwer haben" werde.

Frenetischer Applaus, "Titanic"-Medley, Feuerwerk ... und dann erklang zum letzten Mal in diesem Jahr die Festspielfanfare vom Turm der Stiftsruine. Traurig, aber beseelt von einem großartigen Konzertabend und mit der Gewissheit, dass die Festspiele im nächsten Jahr wieder stattfinden, verließen die mehr als 1.000 Zuschauer das altehrwürdige Gemäuer, den "magischen Ort", wie Helen Schneider die Stiftsruine mehrfach nannte.

Hier geht es zum Artikel über die Festspielbilanz 2017.

Hier geht es zur Besprechung des Musicals "Titanic".

Hier geht es zu einem Interview mit Hersfeldpreisträger Christoph Wohlleben.

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