Dank an einen "Hünfelder aus Leidenschaft"

                                                                   
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Erster Ehrenstadtrat Willi Vogt feiert 80. Geburtstag und wird mit Empfang gewürdigt

Hünfeld - Es war die perfekte Einstimmung auf den Frühlingsmarkt, den die Stadt Hünfeld inklusive verkaufsoffenem Sonntag an diesem Wochenende feiert: Erster Ehrenstadtrat Willi Vogt wurde am Freitag 80 Jahre alt. Der Magistrat hatte daher zu einem Empfang ins Stiftsgewölbe eingeladen. 

Nach der Begrüßung durch Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell, der viele Weggefährten des Jubilars willkommen heißen konnte, bezeichnete Bürgermeister Stefan Schwenk Willi Vogt in seiner Laudatio als "unverwechselbare, ja  ganz außerordentliche Persönlichkeit". Da sei zum einen der erfolgreiche Unternehmer, der aus einem kleinen Familienbetrieb ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen aufgebaut habe, das sein Sohn jetzt weiterentwickele  und in dem er auch heute noch Tag für Tag unterstütze, begleite und mithelfe. 20 Geschäfte nenne "Mode Vogt" sein eigen, weit über 100 Mitarbeiter beschäftige diese Firma in einem Geschäftsbereich, der sich unter harter Konkurrenz durch digitale Plattformen erwehren müsse. "Mode Vogt" habe das bislang äußerst erfolgreich getan. 

Willi Vogt aber sei nicht nur erfolgreicher Unternehmer, sondern auch länger als jeder andere in Hünfeld in kommunalpolitischer Verantwortung. 1968 wurde er erstmals in den Magistrat gewählt, ab 1981 bekleidete er das Amt des Ersten Stadtrates, das er bis 2006 inne hatte. Schwenk: "Wenn es jemand verdient hatte, die Ehrenbezeichnung Erster Ehrenstadtrat zu tragen, dann ist es ohne Zweifel Willi Vogt. Wer sich einmal vergegenwärtigt, was in diesen fast vier Jahrzehnten Magistratstätigkeit in Hünfeld geschehen ist, was gestaltet wurde, was sich verändert hat und wo Willi Vogt ganz sicher in herausragender Verantwortung gefordert war, wird vielleicht eine Ahnung davon bekommen, was dieses Ehrenamt für Anforderungen an ihn gestellt hat".

Der Jubilar sei stets mehr als ein Erster Stadtrat gewesen, sondern er war ein echter Vizebürgermeister, auch wenn er dieses Amt im Ehrenamt ausfüllte. Er habe die Vision des seinerzeit noch sehr jungen Bürgermeisters Dr. Eberhard Fennel geteilt, Hünfeld dynamisch zu verändern, Betriebe anzusiedeln und der Stadt ein neues, zukunftsfähiges Gesicht zu geben.

Gerade vor dem Hintergrund der Diskussionen um die Ansiedlung der JVA habe Vogt Flagge gezeigt, Farbe bekannt und die Entscheidung verteidigt, "die er als nachhaltig richtig und wichtig für die Zukunft seiner Heimatstadt erkannt hatte". Das sei keineswegs selbstverständlich, dafür habe er sicher auch manchen persönlichen Nachteil in Kauf nehmen müssen. Aber auch das sei kennzeichnend für Willi Vogt, wenn es um Hünfeld gehe, dann setze er sich mit Mut, aber auch Herz und Verstand für seine Heimatstadt ein. 

Schwenk dankte Ehefrau Elisabeth und der gesamten Familie des Jubilars, die diesen stets unterstützt habe und sagte: "Du bist ein Unternehmer im besten Sinne des Wortes, Du hast stets etwas unternommen, um Deinen Betrieb erfolgreich zu führen, hast Dich Veränderungen angepasst, neue Herausforderungen angenommen und letztlich stets ein glückliches Händchen bewiesen". Das seien alles Eigenschaften, von denen Vogt in seinem politischen Wirken profitiert habe und von denen die Stadt Hünfeld und ihre Bürger über so lange Zeit profitieren durften.  Vogt sei ein "Hünfelder aus Leidenschaft,  ein echter Lokalpatriot im besten Sinne dieses Wortes".

Der so Geehrte verspürte besonders eine tiefe Dankbarkeit. Und hier vor allem gegenüber seiner Familie. Er sei stolz, wie sich seine Heimatstadt präsentiere und betonte, am liebsten mit Bürgermeister Fennel zusammengearbeitet zu haben. Das sei eine sehr spannende Zeit gewesen. 

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