Dank für Engagement für "Tafel"

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Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (links) gemeinsam mit Heinz Steege (Zweiter von rechts), dessen Ehefrau Heide und dem neuen "Tafel"-Vorsitzenden Wolfgang Arnold. 

Heinz Steege war lange Jahre Vorsitzender der Fuldaer "Tafel" und wurde nun bei einem Empfang geehrt.

Fulda. Heinz Steege war knapp 13 Jahre lang Erster Vorsitzender der Fuldaer "Tafel", bis er vor Kurzem von Wolfgang Arnold abgelöst wurde. Am Freitagmittag wurde Steege für sein jahrelanges ehrenamtliches Wirken mit einem Empfang im "Grünen Zimmer" des Stadtschlosses geehrt. Dabei wurde die hohe Wertschätzung für ihn deutlich, denn viele Freunde und Weggefährten waren gekommen.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld erinnerte an die Anfänge der "Tafel", die als gemeinsames Projekt von "Lions" und "Rotary" aus der Taufe gehoben worden war. Die Gründungsversammlung fand am 29. Januar 2004 statt, und am 12. Oktober 2004 konnten bereits Waren an die ersten Kunden ausgegeben werden. "Von Anfang an konnte man sich auf das Organisationstalent von Heinz Steege verlassen", erinnerte Wingenfeld. Denn dieser sei zuvor Organisatorischer Leiter des Evangelischen Kirchentages mit Sitz in Fulda gewesen.  

Fulda sei zwar eine "vergleichsweise wohlhabende Stadt", doch gebe es auch hier viele Menschen, die auf die "Tafel" angewiesen seien. 2016 seien 4099 Kunden registriert worden, und damit 500 mehr als in 2014. Darunter seien 1500 Kinder. Eine große Gruppe innerhalb der "Tafel"-Kunden sind im Übrigen Alleinerziehende mit Kindern und Rentner, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Hinzu kommen viele Asylbewerber und Flüchtlinge. Wingenfeld lobte die "hohe Beharrlichkeit und das kommunikative Geschick" des langjährigen "Tafel"-Vorsitzenden, dankte zugleich dessen Ehefrau Heide Steege für deren tatkräftige Unterstützung und brachte das Lob für Steege in dem Satz "Sie sind ein Vorbild für viele Menschen" auf den Punkt.   

Wolfgang Arnold, der neue "Tafel"-Vorsitzende, erinnerte daran, dass die "Tafel" vom ehrenamtlichen Engagement der etwa 130 Helfer, aber auch der Sponsoren, lebe. Zehn Tonnen Lebensmittel würden pro Woche an die Kunden verteilt, an einem Ausgabetag seien rund 30 helfende Kräfte nötig. Nur einmal seien Stadt und Kreis um einen Zuschuss gebeten worden, und zwar am Höhepunkt der Flüchtlingswelle.

Clemens Koeth erinnerte an die "Tafel"-Anfänge, an eine "aufregende und schöne und vielfältige Arbeit". Das Wirken Steeges sei immer vom Gedanken bestimmt worden, "dass der Kunde stets König sein muss". Insgesamt habe der langjährige Erste Vorsitzende wohl gut 10 000 Stunden für die "Tafel" aufgebracht.

Der so Geehrte hatte zum Schluss eine schöne Geschichte mitgebracht, wonach sich ein Mann aus der brasilianischen Hafenstadt Porto Alegre für die Arbeit der Fuldaer "Tafel" interessiert und die organisatorische Struktur bei Besuchen als Anregung mit in sein Heimatland genommen habe. Zum Empfang am Freitag traf denn auch ein Glückwunschschreiben aus Porto Alegre ein; genauer von der "Banco de Alimentos", der brasilianischen "Tafel". Steege dankte seinen Wegbegleitern für die tatkräftige Unterstützung und bezog dabei auch die benachbarten "Tafeln" in Hünfeld und Lauterbach ein.     

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