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Energiegewinnung aus Pferdeäpfeln

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Gersfeld. Kreativ wurde die "HKL Energieanlagen AG" mit einer "Biomasseanlage", die Energie aus Pferdekot erzeugen kann.

Gersfeld. "Kreative Energiegewinnung" – mit diesem Schlagwort umschreibt die "HKL Energieanlagen AG" eine ganz besondere Eigenentwicklung. Das Gersfelder Unternehmen hat kürzlich eine so genannte "Biomasseanlage" vorgestellt, die durch die Verbrennung organischer Materialien Wärme erzeugt. Der wichtigste Brennstoff der Anlage wird täglich frisch produziert und ist noch dazu sehr umweltverträglich: Pferdeäpfel.

Das Funktionsprinzip der Biomasseanlage ist relativ simpel, aber gründlich durchdacht: Organisches Material wird über einen stählernen Trichter in eine massive, bis zu 800 Kilogramm fassende Trommel eingefüllt und darin mittels eines speziellen Verfahrens getrocknet; dabei verliert der Brennstoff rund drei Viertel seiner Feuchtigkeit. Ist die Biomasse trocken genug, wird sie automatisch weiterbefördert und zu Briketts oder Pellets gepresst, die schließlich in einem Wärmeerzeuger verbrannt werden.

So wird Wasser erhitzt, das in die Warmwasserversorgung eines Wohnhauses eingespeist oder zum Heizen genutzt werden kann. Übrigens: Neben Pferdeäpfeln lassen sich auch andere organische Materialien als Brennstoff für die Biomasseanlage nutzen; welche Stoffe sich dafür eignen, wird momentan untersucht.

"Wir freuen uns, dass unsere Biomasseanlage nach Jahren der Forschung und Entwicklung endlich die Serienreife erlangt hat", so Martin Maul, Vorstand der HKL Energieanlagen AG. Nach einer ersten praktischen Demonstration der Anlage befinde er sich nun bereits in Gesprächen mit Interessenten aus dem In- und Ausland, die seine Neuentwicklung einsetzen möchten. Besonders Pferdehöfe und Reitanlagen hätten großes Interesse an der Biomasseanlage aus Gersfeld – kein Wunder, denn dort gibt es den passenden Brennstoff in Hülle und Fülle.

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