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Engagierte Mütter

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Fulda. Neu in Deutschland, neu in Fulda. Vieles ist anders als im Heimatland - Schulsysteme, Sozialsysteme, Gesundheitssysteme. Ich wusste am A

Fulda. Neu in Deutschland, neu in Fulda. Vieles ist anders als im Heimatland - Schulsysteme, Sozialsysteme, Gesundheitssysteme. Ich wusste am Anfang nicht, dass es hier ein dreigliedriges Schulwesen gibt", berichtet Adriana Oliveira im Gesprch mit Oberbrgermeister Gerhard Mller. Auf so manche Schwierigkeiten stoen Migrantinnen und Migranten im Alltag und hier geben die Stadtteilmtter eine Art Gebrauchsanweisung fr Deutschland". Im Projekt der Arbeiterwohlfahrt Fulda werden in Kooperation mit Studierenden der Hochschule Fulda gezielt engagierte Frauen mit Migrationshintergrund qualifiziert, um im Stadtteil Aschenberg Hilfe zur Selbsthilfe fr Familien zu leisten und als Ansprechpartnerinnen in ihrer neuen Heimat zur Verfgung zu stehen. Die Stadtteilmtter besuchten das Brgerbro, um sich bei dessen Leiterin Erika Glckler ber die Aufgaben einer Stadtverwaltung und ihre Administration zu informieren. Viele Fragen wurden gestellt und beantwortet und die Stadtteilmtter freuten sich insbesondere ber die Anwesenheit von OB Mller, der den Stadtteilmttern ein erneutes Treffen versprach.

Informationen und Hilfestellungen geben

Die Qualifizierung der Frauen erfolgt dabei neben der Zusammenarbeit mit der Hochschule mit Hilfe verschiedener Fuldaer Organisationen, um zu gewhrleisten, dass die Stadtteilmtter ihre Aufgabe professionell umsetzen. ber die Beratungsarbeit werden Familien individuell untersttzt, sie werden mit den deutschen Bildungs-, Gesundheits- und Sozialsystemen vertraut gemacht und erhalten Hilfestellungen unterschiedlichster Art - zum Beispiel in Fragen der Kindererziehung oder bei der beruflichen Integration. Auerdem sollen die Sprachkompetenz von Kindern und Eltern verbessert, fr einen frhen Kindertagesstttenbesuch geworben und die Eltern allgemein ermutigt werden, ihre Erziehungsverantwortung aktiv wahrzunehmen, so der zustndige Sozial- und Jugenddezernent Dr. Wolfgang Dippel.

Stadtteilmtter wichtig fr Integration

Diese Integrationshilfen sind sehr wichtig, da die Stadtteilmtter aus eigener Erfahrung wissen, wie sich die Migranten fhlen und welche Probleme sie haben", hob OB Mller hervor. Daher sei es wichtig, dass die Menschen aufgefangen und begleitet werden. Dies besttigte auch eine Stadtteilmutter aus der Trkei: Das Brgerzentrum ist wie zur

Heimat geworden, da wei man, dass man verstanden wird." Seit dem Jahr 2008 wurden circa 15 Migrantinnen zur Stadtteilmutter ausgebildet, die bislang knapp 100 Familien erreichen konnten. Das Projekt wurde bis 2008 vom Bundesministerium fr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefrdert, seit Juli 2008 luft die Finanzierung ausschlielich durch die Stadt Fulda.

Weitere Informationen zum Projekt erteilt die AWO Fulda, Brgerzentrum Aschenberg, Tel. 0661 24287059, Ansprechpartnerin: Adriana Oliveira.

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