Entrümpeln zu Jahresbeginn: Kann das weg?

Lockdown und der Jhresbeginn sind eine gute Möglichkeit, sich von altem Ballast in Haus oder Wohnung zu befreien

Fulda. Kennen sie das auch? Man hat zu viel Zeug angesammelt und fühlt sich Zuhause nicht mehr richtig wohl. Die dreißigste Tasse fliegt bald aus dem Regal und der Überblick in deinem Kleiderschrank ist längst verloren gegangen. Wenn einem diese Dinge bekannt vorkommen ist es im neuen Jahr ein Grund das Haus mal ordentlich zu entrümpeln.

Eine übersichtliche und klare Umgebung ist eine gute Voraussetzung, um innerlich zur Ruhe zu kommen. Deshalb tut es den meisten Menschen gut, Ordnung in ihrem Umfeld zu schaffen.

Dieser Wunsch nach Ordnung und Freiheit wird in der heutigen Konsumgesellschaft immer größer. Das Thema Minimalismus ist in der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken und ein absoluter Trend. Doch wie geht man genau vor?

1. Zeit zum Entrümpeln

Ganz ehrlich: Die beste Zeit gibt es nicht. Es gibt aber deutliche Anzeichen dafür, dass die Zeit reif ist, um aktiv zu werden. Spätestens dann, wenn man sich mit den vielen Dingen, die einen umgeben, nicht mehr wohl fühlt. Als ersten Schritt sollte man einmal durch sein Haus oder seine Wohnung laufen, sich einen Überblick schaffen und überlegen welches dieser Dinge nötig oder oft im Gebrauch sind. Das Bewusstsein über seine Besitztümer ist der erste und wichtige Schritt bevor es mit dem Entrümpeln losgeht.

2. Klein starten

Entrümpeln geht wie so vieles am einfachsten „Step by Step“. Am besten nimmt man sich eine Kiste und fängt im kleinesten Raum an. Jetzt sucht man nach Dingen die man schon länger als sechs Monate nicht benötigt hat.Folgende Fragen sollte man sich dann stellen: Hängt mein Herz an diesem Gegenstand? Würde ich diese Sache sehr vermissen, wenn sie nicht mehr da wäre? Wenn du die Fragen mit Nein beantworten kannst, dann weg damit. Ist es eher ein „Jaein“ – dann legt man es extra beiseite und entscheide intuitiv ob es mit in die Entrümpel-Kiste kommt oder nicht.

Gehe so Raum für Raum vor und fange immer mit den einfachsten Gegenständen an. Man benötigt oft viel weniger als man glaubst.

3. Es fällt trotzdem schwer?

Menschen tun sich schwer, Sachen wegzugeben, weil sie Emotionen damit verbinden. Manche Sachen machen einem aber auch ein schlechtes Gewissen, weil sie etwas fordern: Sie wollen repariert, gelesen oder verwendet werden. Wenn es unwahrscheinlich ist, dass etwas benützt wird, dann sollte man sich davon trennen. Das Gute daran: Mit dem Gegenstand verschwindet auch das schlechte Gewissen.

4. Verkaufen oder verschenken

Entrümpeln bedeutet nicht, alles in die Mülltonne zu werfen. Man kann sie auf dem Flohmarkt oder im Internet verkaufen. Oder man hat vielleicht jemanden in seinem Umfeld dem man mit dem Aussortierten eine Freude machen könnte.

5. Ordnung durch Kisten

Fünf verschiedene Kisten werden mit den Worten „Verschenken“, „Reparieren“, „Verkaufen“, „Wegwerfen“ und „Weiß nicht“ beschriftet.

Alles, was in der Reparieren-Kiste ist, sollte binnen der nächsten Wochen in Ordnung gebracht werden. Falls die Sachen nicht repariert sind, wandern sie in die Wegwerf-Kiste. Alles, was kaputt ist und sich nicht reparieren lässt, kommt weg.

Die Dinge in den Verschenken- und Verkaufen-Kisten finden beim nächsten Flohmarkt neue Besitzer. Wer selbst nicht auf den Flohmarkt geht, kann die Sachen im Internet anbieten oder per Kleinanzeige an Selbstabholer oder Händler loswerden. Bei Kleiderkammern und Annahmestellen von Wohltätigkeitsverbänden kann man gut erhaltene Kleidung und Sachspenden abgeben.

In die Weiß-nicht-Kiste kommen alle Dinge, bei denen man sich noch nicht sicher ist, ob man diese noch benötigt. Wenn ein halbes Jahr vergangen ist und man nichts aus dieser Kiste vermisst, können die Sachen weg.

6. Von klein nach groß

Erst in den Schubladen, Kommoden und Schränken ausmisten, dann auf den Oberflächen. So schafft man Raum für die Dinge, die im Zimmer liegen und nach einem festen Platz suchen. Außerdem ist es anfangs leichter, eine Schublade zu entrümpeln, als das ganze Wohnzimmer. So bereitet man sich ein schnelles Erfolgserlebnis, das zu größeren Taten anspornt.

7. Unterstützung

Kannst du dich nicht überwinden und anfangen deine Sachen zu entrümpeln? So geht es vielen Menschen. Nimm dir Freunde, Nachbarn oder deinen Partner zur Hilfe. Zusammen macht das Entrümpeln sicherlich mehr Spaß.

Mache den Entrümpel- Tag zu keinem lästigen sondern vielmehr einem schönen und freudigen Tag. Lege gute Musik auf, stelle was leckeres zu Essen bereit und lade deine beste Freundin ein. Schon kann aus einem nervigen Entrümpeln ein schöner und vielleicht auch witziger Tag werden.

8. Ansammlungen vermeiden

Dafür gibt es eine Regel: Für jeden Gegenstand, der neu ins Haus kommt, muss ein anderer gehen. Das klingt hart, hat aber den Vorteil, dass man sich bei jeder Neuanschaffung mit der Frage auseinandersetzen muss: Brauche ich das wirklich? Wer es ausprobieren möchte, kann beim Kleidungskauf damit anfangen. Auch wenn Familienmitglieder, Freunde oder Verwandte ihre abgelegten Sachen loswerden wollen, darf man gerne „nein danke“ sagen.

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