Entscheidung zu Corona-Maßnahmen am Montag

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat am Donnerstagnachmittag betonbt: „Die dritte Welle ist da“.
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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat am Donnerstagnachmittag betonbt: „Die dritte Welle ist da“.

Gestiegene Inzidenz: Hessen wartet große Runde ab

Fulda/Wiesbaden. Durch die ersten Öffnungsschritte der vergangenen Woche sehen viele Händler ein Licht am Ende des Tunnels. Das System „ClickMeet“ habe sich als Übergangsschritt für viele bewährt.

„Mit Termin, Maske, Abstand und hinterlegten Kontaktdaten muss es unseren Kundinnen und Kunden weiter möglich sein einzukaufen“, fordert Jochen Ruths, Präsident des „Handelsverbandes Hessen“.

Gleichzeitig seien die Frequenzen in den Innenstädten und Stadtteilen nicht signifikant gestiegen. Eine Rückkehr in den Lockdown würde dem Handel die Perspektive rauben.

Das Corona-Kabinett um Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hatte am Donnerstagnachmittag auch vor dem Hintergrund getagt, dass die hessenweite Inzidenz die 100er Marke erreicht hatte. Aufgrund der steigenden Inzidenz wird der für nächste Woche geplante Einstieg in den Wechselunterricht für ältere Schüler verschoben. Ob der Lockdown wieder verschärft wird, wird erst nach der Bund-Länder-Runde am kommenden Montag entschieden.

„Die dritte Welle ist da“, betonte Bouffier. Nun komme es darauf an, diese „so flach wie möglich zu halten“. Unter den derzeitigen Umständen seien weitere Lockerungsschritte nicht zu verantworten.

Für die Zeit nach den Osterferien halte die Landesregierung an ihren Planungen für die Schulen fest, sofern die Entwicklung der Corona-Lage dies zulasse. Im Übrigen bleibe es in Hessen einstweilen bei den bisherigen Regelungen. Über weitere Maßnahmen werde das Corona-Kabinett nach der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am Montag entscheiden.

Lage im Kreis Fulda

Das Infektionsgeschehen im Landkreis Fulda ist zunehmend besorgniserregend. Am Mittwoch wurden erstmals seit Wochen wieder mehr als 100 Fälle gemeldet, die Inzidenz lag am Donnerstag bei 151,5. Hinweise und Nachweise der sogenannten britischen Mutation gibt es im Landkreis Fulda – wie deutschlandweit – in rund drei Viertel der Fälle. Zudem wurden einige Cluster registriert.

„Die Fallzahlen werden in den nächsten Wochen weiter deutlich ansteigen. Davon gehen wir derzeit mit großer Gewissheit aus“, sagt Vize-Landrat Fredrik Schmitt und mahnt ausdrücklich, Masken zu tragen, Abstand zu halten und Kontakte zu reduzieren. „Wir wissen aus wissenschaftlichen Analysen, dass diese Variante häufiger zur Hospitalisierung führen und zudem ein höheres Sterberisiko aufweist. Das sollte uns zu allergrößter Vorsicht veranlassen.“ Dazu gehört auch, bereits bei den kleinsten Anzeichen typischer Symptome zu Hause zu bleiben, nicht zur Arbeit zu gehen.

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