Erfindergeist - Nobelpreis für Physik geht an den Lauterbacher Peter Grünberg

Lauterbach. Lauterbach. Der Peter hat schon immer gerne Experimente gemacht. Er hatte so einen Trix-Baukasten. Von frheren Schulkollegen

Lauterbach. Lauterbach. Der Peter hat schon immer gerne Experimente gemacht. Er hatte so einen Trix-Baukasten. Von frheren Schulkollegen habe ich gehrt, dass sie ihn mitunter auch mal Sprengmeister nannten. Sagt Kurt Schlger. Der 71-jhrige Lauterbacher Pensionist streifte in den Jugendjahren mit seinem Pfadfinderfreund Peter Grnberg durch die Vogelsberger Feldflur seit Dienstag ist sein Kumpel der Nobelpreistrger 2007 in Physik.

Eine gewisse Affinitt zum Stifter des Nobelpreises muss bei Grnberg demnach schon frher bestanden haben Alfred Nobel ist bekanntlich der Erfinder des Dynamits.

Die Lauterbacher freuen sich riesig ber den nun grten Sohn ihrer Stadt, so ein Nobelpreistrger fllt ja bekanntlich nicht jeden Tag vom Himmel. Brgermeister Rainer-Hans Vollmller zeigte sich sehr stolz ber die Auszeichnung, hat dem 68-jhrigen sofort ein Glckwunschschreiben geschickt und will Peter Andreas Grnberg, so sein kompletter Name, demnchst in die Vogelsberg-Kreisstadt einladen.

Die Grnbergs kamen als Heimatvertriebene 1946 aus Bhmen nach Lauterbach, wo Peter am rtlichen Alexander-von-Humbold-Gymnasium dann 1959 sein Abitur ablegte. Grnbergs Mutter lebte bis vor wenigen Jahren noch in Lauterbach, bevor sie hochbetagt im Alter von 100 Jahren bei ihrem Sohn in Jlich starb.

Die Kontakte in die alte Heimat lie Peter Grnberg nie abreien, lud die frheren Klassenkameraden immer wieder mal in das Forschungszentrum an den Niederrhein ein. Er war und ist ein zu 100 Prozent umgnglicher und netter Kerl, es gab nie Berhrungsngste zwischen uns, obwohl er auf dem Gymnasium war und ich die Eisenbahnerkarriere einschlug, sagt Ex-Pfadfindekollege Kurt Schlger, dessen Sohn Martin im gleichen Forschungszentrum in der Nuklearabteilung arbeitet.

Unser Sohn hat gleich nach Bekanntgabe des Preistrgers bei uns angerufen und sich riesig gefreut, berichtet Sieglinde Schlger. Das war das Mega-Ereignis schlechthin in Jlich und Lauterbach. Und er hat auch ganz klar gesagt: Das Forschungszentrum Jlich lebt wesentlich von Peter Grnbergs Erfindungen. Der habe die Auszeichnung wie kaum ein anderer verdient.

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