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Fulda. Die Gas- und Wasserversorgung Fulda GmbH sowie die Gas- und Wasserversorgung Osthessen GmbH legen in diesen Tagen ihre Geschftsberichte f

Fulda. Die Gas- und Wasserversorgung Fulda GmbH sowie die Gas- und Wasserversorgung Osthessen GmbH legen in diesen Tagen ihre Geschftsberichte fr 2007 vor. Die Zahlen zeigen, dass beide Unternehmen erfolgreich arbeiten und wirtschaftlich gesund sind. Obwohl im Wesentlichen aus Witterungsgrnden Umsatzrckgnge hingenommen werden mussten, konnten die Unternehmen einen hnlichen Jahresberschuss wie im Vorjahr erwirtschaften. Dennoch haben sie ihre Investitionsttigkeit in der Region entgegen dem Branchentrend sogar noch verstrkt.

Die Ergebnisse im EinzelnenGWV Fulda GmbH Auf Grund des ungewhnlich warmen Winters und rcklufiger Tarifpreise gingen die Umsatzerlse aus dem Gashandel der GWV Fulda 2007 um 6,5 % auf 98 Mio. Euro zurck. In hnlicher Weise sanken die Umsatzerlse fr Wrme und Contracting: von 3,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,0 Mio. Euro in 2007. Die Wasserabgabe lag im Berichtsjahr um 1,7 % unter dem Vorjahreswert, was die Umsatzerlse in dieser Sparte um 1,1 % verringerte.

Die negativen Effekte dieses Umsatzrckgangs lieen sich durch Kosteneinsparungen weitgehend kompensieren. Aufgrund von Sondereinflssen konnte das Geschftsjahr 2007 sogar noch mit einer leichten Verbesserung gegenber dem Vorjahr abgeschlossen werden. Der Jahresberschuss 2007 betrgt 5,424 Mio. Euro (2006: 5,028 Mio. Euro). Trotz eines immer schwieriger werden Umfelds erzielte das Unternehmen also wieder ein gutes Ergebnis, das an die Eigentmer ausgeschttet wird.

Die Summe der Investitionen in der Region war 2007 erneut deutlich hher als der Jahresberschuss. Die GWV investierte 8,1 Mio. Euro und konnte damit den bereits 2006 hohen Gesamtbetrag von 6,6 Mio. Euro noch wesentlich berschreiten. Durch weitsichtige Manahmen wurde so die Qualitt der Infrastruktur zur Versorgung der Kunden mit Erdgas und Trinkwasser weiter optimiert.

GWV Osthessen GmbHBei der GWV Osthessen GmbH gingen die Umsatzerlse im Gashandel in 2007 um 2,9 % auf 40,8 Mio. Euro zurck aus gleichen Grnden wie bei der GWV Fulda. Dem steht eine deutliche Erhhung der Erlse im Bereich Wrme und Contracting gegenber. Hier betrugen die Umsatzerlse in 2007 555.000 Euro (Vorjahr: 484.000 Euro). Diese Steigerung um 14,7 % zeigt, dass das Unternehmen den Gewerbekunden wirtschaftliche und zukunftsgerechte Energielsungen bieten kann.

Der Jahresberschuss der Gas- und Wasserversorgung Osthessen GmbH sank wegen des rcklufigen Gasgeschfts im Berichtsjahr auf 980.000 (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro).

Auch in Osthessen lag die Summe der Investitionen im Berichtsjahr ber dem Vorjahr. Sie umfasste 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,1 Mio. Euro), betrug also mehr als das Dreifache des Jahresberschusses.

Zusammen setzten beide Unternehmen im Jahre 2007 in der Region fr den Ausbau ihrer Netzinfrastruktur und vergebene Auftrge im Zuge von Unterhaltungsmanahmen 13,2 Mio. Euro ein, zieht GWV-Geschftsfhrer Dr. Peter Szepanek Bilanz. Damit gehren wir zum immer kleiner werdenden Kreis der deutschen Versorgungsunternehmen, die noch signifikant in die Infrastruktur investieren. Die entsprechenden Auftrge gingen berwiegend an ortsansssige Bauunternehmen.

Der Jahresberschuss beider Unternehmen wird wiederum zum grten Teil an die kommunalen Gebietskrperschaften der Region ausgeschttet, die direkt oder indirekt an beiden Unternehmen beteiligt sind. Die hierdurch bewirkte Strkung der ffentlichen Finanzen kommt somit allen Brgerinnen und Brgern in Fulda und Osthessen zugute. Von der Wertschpfung der beiden GWV-Unternehmen profitiert die Region also in mehrfacher Hinsicht.

Anerkennung durch den AufsichtsratsvorsitzendenDer Aufsichtsratsvorsitzende der Gas- und Wasserversorgung Fulda GmbH, Oberbrgermeister Gerhard Mller, zeigte sich zufrieden ber das Geschftsergebnis 2007:Wir alle kennen die Situation auf dem Energiemarkt und registrieren mit Sorge die steigenden Beschaffungskosten. Dass es der GWV trotz dieses schwierigen wirtschaftlichen Umfelds gelang, ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis zu erwirtschaften, ist erfreulich und ein Zeichen hoher Professionalitt des gesamten Teams, kommentiert Mller.

Der Aufsichtsratsvorsitzende unterstrich die verantwortungsvolle Preispolitik des Unternehmens und lobte die in 2007 erfolgte Preissenkung fr Erdgas: Damit erweist sich die GWV als glaubwrdiger Partner ihrer Kunden. Mller wrdigte insbesondere die hohen Investitionen. Durch umfangreiche Vergabe von Bauleistungen an heimische Unternehmen leiste die GWV jedes Jahr aufs Neue einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitspltzen im hiesigen Raum. Auerdem sei das Unternehmen ein wichtiger Ausbildungsbetrieb und bernehme durch die Ausbildung junger Menschen in zukunftsfhigen Berufsfeldern eine wertvolle gesellschaftliche Aufgabe. In Summe sei die GWV nicht nur als Infrastruktur-Dienstleister, sondern auch als Wirtschaftsfaktor ein wichtiger Garant fr den Erfolg der Power-Region Fulda.

Informationen zu den Sparten der GesellschaftenErdgasIm Geschftsjahr 2007 setzte die GWV Fulda GmbH 3,0 Mrd. Kilowattstunde (Vorjahr: 3,1 Mrd.) und die GWV Osthessen GmbH 1,03 Mrd. kWh (Vorjahr: 1,06 Mrd.) ab. Die Verringerung war vor allem durch den milden Winter bedingt.

Einen stabilisierenden Effekt hatte die erfolgreiche Neukunden-Akquise sowie der anhaltend positive Trend im Bereich der Erdgasfahrzeuge. Beide Gesellschaften zusammen konnten im Berichtsjahr ber 500 Erdgas-Neukunden gewinnen, darunter zahlreiche Gewerbetriebe und ffentliche Einrichtungen.

Beide GWV-Unternehmen profitierten vom anhaltenden Wachstumstrend im Bereich der Erdgasfahrzeuge, die gleichermaen umweltschonend und kostengnstig sind und angesichts der steigenden Kraftstoffpreise fr den Halter eine immer attraktivere Alternative darstellen. Die vier GWV-Tankstellen (Fulda, Lauterbach, Alsfeld) und die Betriebstankstelle konnten die Gesamtabsatzmenge im Vergleich zum Vorjahr um zusammen 6 % erhhen.

TrinkwasserIm Bereich Trinkwasser hat die GWV Fulda seit 20 Jahren in Folge einen Mengenrckgang im Haushalts- und Gewerbebereich zu verzeichnen. Hier greifen die Bemhungen, Wasser zu sparen, weil immer mehr Menschen begriffen haben, dass Trinkwasser eine kostbare Ressource ist, mit der sehr bewusst umgegangen werden sollte. Der Trend zum Wassersparen drfte weiter anhalten, und die Osthessen sind hier besonders eifrig. Mit 101 Liter pro Person liegt der Pro-Kopf-Verbrauch im Versorgungsgebiet deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von ca. 125 Litern.

Die Wasserabgabe betrug im Berichtsjahr 4,373 Mio. Kubikmeter und lag damit um 1,7 % unter dem Vorjahreswert von 4,447 Mio. Kubikmeter.

Wrme und ContractingDieses Geschftsfeld konnte im Berichtsjahr in beiden GWV-Unternehmen weiter ausgebaut werden. Zuwchse waren sowohl im Bereich der gewerblichen Anlagen als auch bei Kleinanlagen zu verzeichnen. Die Werbemanahmen fr das GWV-Produkt relaxWrme, ein kundenfreundliches Heizungsleasing, haben begonnen, Wirkung zu zeigen. Die Laufzeit der entsprechenden Vertrge betrgt 15 Jahre. Da Contracting-Anlagen stets besonders effiziente Technologien anwenden, ist jeder erfolgreich abgeschlossene Contracting-Vertrag auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Der Gesamtabsatz im Bereich Contracting stieg bei der GWV Fulda um 421 MWh, was einer Steigerung um 47 % entspricht.

Preisentwicklungen bei Erdgas und TrinkwasserAuch wenn dies kontrovers diskutiert wird, ist der Erdgaspreis nach wie vor an den des Heizlpreises gekoppelt. Preisbewegungen bei der Leitwhrung Heizl wirken sich mit rund dreimonatiger Verzgerung auf das Erdgas aus. Als regionaler Versorger kann sich die GWV diesen Bewegungen auf den Energiemrkten nicht entziehen.

Nachdem die lpreise Ende 2006 noch gesunken waren, stiegen sie im Laufe des Jahres 2007 kontinuierlich an. Auf das Jahr bezogen ergab sich aber immer noch ein Preisrckgang. Diesen Vorteil reichte die GWV umgehend an ihre Kunden weiter.

Zum 1. April 2007 wurden zunchst die Preise fr Haushaltskunden gesenkt. Bei einem angenommenen Verbrauch von 20.000 KWh (3-Personen-Haushalt im Reihenhaus) bedeutete dies eine Ersparnis von immerhin 5 % brutto. Eine hnlich hohe Preissenkung fr Sondervertragskunden folgte im Jahresverlauf aus vertragstechnischen Grnden etwas zeitversetzt.

Im Bereich der Trinkwasserpreise gab es keine nderung. Damit hat die GWV ihre Wasserpreise bereits seit mehr als 10 Jahren nicht angehoben. Dies ist umso bemerkenswerter, als im gleichen Zeitraum ein stndiger Absatzrckgang zu verkraften war.

Ausblick auf das Jahr 2008GWV Fulda GmbH und GWV Osthessen GmbH sind in ihren Geschftsfeldern hervorragend aufgestellt. Damit sind beide Unternehmen grundstzlich fr das laufende Geschftsjahr und darber hinaus gut gerstet. Der auch zu Jahresbeginn 2008 vergleichsweise milde Winter wird sich in den Erdgas-Abgabemengen des laufenden Jahres niederschlagen. Allerdings wird der Absatz voraussichtlich den Wert des Jahres 2007 mit seinem auerordentlich milden Winter bertreffen.

Sorge macht die Entwicklung der Erdgas-Beschaffungspreise, die in der Spanne zwischen Jahresbeginn und dem 1.10.2008 in einem Umfang steigen werden, wie noch nie zuvor in der Geschichte der GWV. Obwohl sich die beiden GWV-Unternehmen nach Krften bemhen, weitere Einsparpotenziale zu nutzen und dank der engen Kooperation mit zwei Einkaufsgesellschaften sehr gute Einkaufskonditionen erhalten, kann dieser Kostendruck auf die Dauer nicht aufgefangen werden. Damit ist es bis zu einer Preiserhhung bei Erdgas nur eine Frage der Zeit. ber die Anpassung der Grundversorgungstarife werden die Aufsichtsrte beider Unternehmen im September beraten.

Mittelfristig ist damit zu rechnen, dass die Margen zwischen Einkauf und Verkauf weiter schrumpfen und damit auch die berschsse. Erschwerend hinzu kommen die stndig neuen Auflagen und Vorschriften des Gesetzgebers zur Regulierung des Gasnetzbetriebs. Die Erfllung der damit verbundenen administrativen Vorgaben ist mit erheblichem Zeitaufwand sprich: Personalkosten verbunden.

Die von der Regulierungsbehrde geforderte Begrenzung der einkalkulierten Kapitalverzinsungen wird die Bereitschaft der Branche, zuknftig noch in Infrastruktur zu investieren, erheblich mindern. Eine solche Betrachtungsweise deckt sich nicht mit dem traditionellen Selbstverstndnis der GWV, ihren Haushalts- und Gewerbekunden auf lange Sicht eine sichere und gnstige Versorgung mit Erdgas zu gewhrleisten. Die Abwgung zwischen dem Notwendigen und dem finanziell Mglichen wird schon in naher Zukunft immer schwieriger werden.

Fazit: Beide Gesellschaften blicken insgesamt optimistisch in die Zukunft und rechnen fr das laufende Geschftsjahr wiederum mit jeweils soliden Geschftsergebnissen bei zurckgehenden Ertrgen. GWV Fulda und GWV Osthessen wollen ihre zurckhaltende Preispolitik fortsetzen, drfen dabei aber nicht die Existenz der Unternehmen gefhrden.

Der Energiemarkt behlt seine Spannung.

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