Erfolgreicher stundenlanger Bombeneinsatz am Rauschenberg

 Aufnahme vom Ort des Geschehens der Sprengung der zweiten Fliegerbombe
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Aufnahme vom Ort des Geschehens der Sprengung der zweiten Fliegerbombe

Ursprünglich war der 1. Dezember ins Auge gefasst worden, doch wurden zwei je 125 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg am Rauschenberg nahe Petersberg schon am Donnerstag von zwei Teams des Kampfmittelräumdienstes beim „Regierungspräsidium Darmstadt“ unschädlich gemacht. Während eine Bombe am Nachmittag erfolgreich entschärft werden konnte, musste die andere gegen 19 Uhr kontrolliert im ehemaligen Steinbruch gesprengt werden. Hierzu mussten die Feuerwehr und Landwirte zunächst 50 Kubikmeter Wasser an den Rauschenberg bringen.

Petersberg Laut Sebastian Kircher, dem Pressesprecher der Gemeinde Petersberg, musste Wasser zur Rhönklubhütte gebracht werdem, wo es in entsprechende Behälter gefüllt und dann weiter zum alten Steinbruch gebracht wurde.. Im Anschluss an die Sprengung sollte es noch eine Nachbereitung geben. Es wurde damit gerechnet, dass die Menschen etwa gegen 21/21.30 Uhr zurück in ihre Häuser und Wohnungen können. Das Betreuungszentrum Künzell bleibe weiterhin geöffnet. 

Per Twitter schrieb das „Polizeipräsidium Osthessen“: .DANK an ALLE am Einsatz beteiligten Organisationen, Institutionen und Behörden sowie die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer Mit dem lange ersehnten Knall verabschieden wir uns“.

Am Mittwoch war die Situation neu bewertet worden und die Verantwortlichen zu dem Entschluss gekommen, dass man mit der Entschärfung keine weiteren drei Wochen würde warten können. Diese Entscheidung bedeutete zugleich eine Evakuierung von rund 350 betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in der näheren Umgebung sowie einen über viele Stunden andauernden Großeinsatz von gut 300 Kräften seitens Polizei, Feuerwehr, Gefahrenabwehr, „DRK“, „Malteser“ und „THW“.

Als Sperrzone wurde ein Radius von 600 Metern um den Entschärfungsort der Bomben festgelegt. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger wurden aufgefordert, ihre Anwesen am Donnerstag bis 9 Uhr zu verlassen. Diejenigen, die keinen anderen Aufenthaltsort finden konnten, wurden in einer Betreuungsstelle im „Gemeindezentrum Künzell“ untergebracht. Eine Möglichkeit, die aber kaum in Anspruch genommen wurde.

Der Krisenstab hatte derweil seine Einsatzstelle im „Propsteihaus Petersberg“. „Wir sind sehr zufrieden, wie die Evakuierungsmaßnahmen abgelaufen sind. Es war vorher nicht zu erwarten, dass die Evakuierung so reibungslos funktionieren wird. Hier gilt es, den Bürgerinnen und Bürgern ein großes Kompliment auszusprechen. Es ist alles hervorragend nach Plan gelaufen“, zog Petersbergs Pressesprecher Kircher ein zufriedenes Fazit.

Für die Dauer der Entschärfungsmaßnahmen wurde ab 12.30 Uhr am Donnerstag eine Sperrung der A 7 zwischen den Anschlussstellen Fulda-Nord und Fulda-Mitte notwendig. Die Umleitung erfolgte dabei über die B 27 und die A 66 von beziehungsweise zur Anschlussstelle Fulda-Süd. Aufgrund der Vollsperrung kam es zeitweise zu mehreren Kilometer langen Staus in beide Richtungen. Auch überörtliche Straßen wie zwischen Petersberg und Lehnerz sowie Götzenhof und Stöckels mussten gesperrt werden.

Das Gelände der „EDAG“ in der Steinauer Straße war ebenfalls von der Evakuierung betroffen, die „Kita Rauschenberg“ blieb ganz geschlossen. Geöffnet blieben dagegen die „Konrad-Adenauer-Schule“, die „Martin-Luther-Schule“, die „Rauschenbergschule“ sowie das „Kompetenzzentrum für Sprache und Erziehung“.

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