Erfolgreiches Projekt zur Nutzpflanzenvielfalt

Julia RöschThomas Hemmert und Patricia Linsenmeier begutachten die Rhöntomate im Bauerngarten des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen. Die Pflanzen sind hier prächtig gediehen.

Projekt zur Nutzpflanzenvielfalt Experiment erfolgreich: „Rhöntomate“ aus Bauerngarten des Freilandmuseums Fladungen besteht den Geschmackstest.

Rhön -  Eine eigene „Rhöntomate“ anbauen: Das haben sich die Bayerische Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön und das Fränkische Freilandmuseum Fladungen im Rahmen eines Projekts zur Nutzpflanzenvielfalt vorgenommen. Im März ist das Experiment mit dem Ansäen gestartet, im Mai wa- ren die Pflanzen auf das Gelände des Freilandmuseums umgezogen.

Nun sind die ersten Tomaten reif – und wurden einem Geschmackstest unterzogen. Die Idee kam Julia Rösch von der Bayerischen Verwaltung, als sie auf das Hausgarten-Tomaten-Züchtungsprojekt (HATO) von Dreschflegel e.V. gestoßen war. HATO heißt: Viele Gärtne- rinnen und Gärtner entwickeln gemeinsam Tomatensorten weiter, anstatt die Züchtung nur den Saatgutfirmen zu überlassen. Neben 60 weiteren Sorten bekam Dreschflegel unter ande- rem eine „Rhöntomate“ geschickt.

Alle Sorten wurden getestet, gekreuzt und vermehrt und gingen danach wieder in die Hausgärten zum Anbau und zur Selektion der besten Pflanzen. Auch Julia Rösch erhielt Tomatensamen, um sie im Rhöner Klima auszusäen. Nachdem die Pflänzchen auf der Fensterbank der Verwaltungsstelle in Oberelsbach herangewachsen waren, hatte Rösch sie in die Obhut von Thomas Hemmert, Gärtner beim Fränkischen Freilandmuseum Fladungen, übergeben. Er setzte die Rhöntomate sowohl in das Gewächshaus als auch in den Bauerngarten des Museums.

So konnten die Besucherinnen und Besucher das Projekt über den Sommer hinweg mit verfolgen. Weitere Pflanzen wurden in verschiedene Gärten verteilt – so zum Beispiel zur Großmutter von Julia Rösch oder als Kübelpflanzen auf die Terrasse der Bayerischen Verwaltungsstelle in Oberelsbach. 

„Als Teil des kulturellen Erbes und als Reserve für künftige Anforderungen ist es von großer Wichtigkeit, die Vielfalt unserer gezüchteten Tiere und Pflanzen zu erhalten“, betont Museumsleiterin Ariane Weidlich. Ausführliche Informationen zum Projekt „Biodiversität im Garten und auf dem Acker“ finden Interessierte unter https://www.biosphaerenreservat-rhoen.de/garten-und-acker.

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