Erinnerungen an eine glückliche Kindheit

Valerie Niehaus in „Nächste Ausfahrt Glück“.
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Valerie Niehaus in „Nächste Ausfahrt Glück“.

Interview mit der in Fulda aufgewachsenen Schauspielerin Valerie Niehaus

VON BERTRAM LENZ

Fulda/Berlin. Ihr Vater Peter hat sowohl als Fuldaer Stadtbaurat in den Jahren 1977 bis 1981 und danach als Diözesanbaumeister Spuren hinterlassen, sie ist sehr häufig im Fernsehen: Valerie Niehaus. Zuletzt war die 46-Jährige, die bekannt wurde durch ihre Rolle in der Soap-Opera „Verbotene Liebe“, an den vergangenen beiden Sonntagen in der Liebesgeschichte von „Nächste Ausfahrt Glück“ im ZDF zu sehen. Gerne stand Niehaus, die inzwischen in Berlin lebt, „Fulda aktuell“ für Fragen zur Verfügung.

FULDA AKTUELL: „Nächste Ausfahrt Glück“, dessen beiden Teile an den vergangenen Sonntagen gezeigt wurden, handelt sehr viel davon, dass man mit der Vergangenheit konfrontiert wird. Wie empfanden Sie die Dreharbeiten, die ja auch mit der deutsch-deutschen Geschichte zu tun haben?

VALERIE NIEHAUS: Die Dreharbeiten waren natürlich vor allem davon geprägt, Corona-Bedingungen einzuhalten und zu meistern. In der schönen Stadt Eisenach allerdings waren der Sommer, die Umgebung und die Orte, an denen wir drehten, wirklich erholsam. Die deutsche Geschichte stand nicht so sehr im Vordergrund, wie in unserer Geschichte.

FA: Hat es eigentlich Spaß gemacht, auf der „Schwalbe“, diesem kultigen motorisierten Zweirad mit DDR-Vergangenheit, unterwegs gewesen zu sein?

NIEHAUS: Ja! Die Schwalbe aus dem Film war mein erstes Motorrad – ich habe extra dafür fahren gelernt, und es hat mir unheimlich Spaß gemacht, damit durch die Gegend zu düsen, auch wenn sie nicht ganz unkompliziert war...

FA: Mit „Verbotene Liebe“ sind Sie einst, von 1995 bis 1997, zum Soap-Star avanciert. Worauf sind Sie stolz, wenn Sie auf Ihre bisherige Karriere zurückschauen?

NIEHAUS: Mehr dankbar als stolz bin ich dafür, dass es mir gelungen ist, seid bald 30 Jahren mein Publikum in so unterschiedlicher Form unterhalten zu dürfen. Ich weiß, dass es der oder dem einen oder anderen die Zeit vielleicht sogar zuweilen leichter gemacht hat, mir zuzuschauen und dass ist großartig.

FA: Ihr Vater Peter Niehaus war einst Stadtbaurat in Fulda und Diözesanbaumeister, wohnt noch immer in der Barockstadt und ist Vorsitzender der „Freunde und Förderer des Schlosstheaters“. Wie oft kommen Sie nach Osthessen, welche Erinnerungen haben Sie an Fulda beziehungsweise an die Region?

NIEHAUS: Ich komme und besuche natürlich meine Eltern – so oft es geht und gerne. Mit Fulda verbinde ich eine glückliche Kindheit, gute Luft, Spaziergänge an weiten Feldern und in der beschaulichen Rhön, schöne barocke Architektur und gutes Brot.

FA: Wie empfinden Sie eigentlich diese, durch Corona so sehr geprägte Zeit? In beruflicher und privater Hinsicht?

NIEHAUS: Beruflich gibt es vielerlei neue Bedingungen, die sich aber allesamt als umsetzbar für mich herausstellten. Privat sehe ich eine Chance, mich auf das Wesentliche zu fokussieren – Gespräche mit Freunden, das Gefühl von Zugehörigkeit und die Erkenntnis, dass unser Gehabe von der Wichtigkeit unserer konsum- und profitorientierten Welt völlig überzogen ist. Wir brauchen einander, wir brauchen Kultur, wir brauchen Perspektiven für alle. Ich werde tun, was ich kann, um das auch nach der Krise zu leben.

FA: Was sind ihre nächsten schauspielerischen Pläne?

NIEHAUS: Ich hoffe, im Sommer die nächsten Teile der genannten Reihe „Nächste Ausfahrt Glück“ zu drehen, bin in der „Heute Show“ unterwegs und habe meine Finger in dem ein oder anderen Format im Spiel, das je nach Entwicklung der Pandemielage stattfindet oder nicht... Wir werden sehen.

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