"Schule für Erwachsene Osthessen" bald an neuem Standort

Zufrieden über den Fortgang der Sanierungsarbeiten sind Landrat Bernd Woide, Schulleiter Thomas Bös (links) und Volkshochschulleiter Michael Friedrich.

Erste Bauabschnitte in der Fuldaer Daimler-Benz-Straße offiziell übergeben

Fulda - Über 1,3 Millionen Euro hat der Landkreis Fulda bislang für den Erwerb und die Sanierung einer Liegenschaft in der Daimler-Benz-Straße 10 investiert. Seit zwei Jahren findet in dem Gebäude ein Teil des Unterrichts der "Schule für Erwachsene Osthessen" statt. Zu Beginn des Sommersemesters ist die "Schule für Erwachsene" komplett von ihrem bisherigen Standort am Hessencampus in die Daimler-Benz-Straße umgezogen.

Landrat Bernd Woide hat jetzt die ersten Bauabschnitte im neuen Schulgebäude offiziell übergeben. Den Auftakt der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen bildeten in den letzten Sommerferien die Verwaltungsräume, das Selbstlernzentrum und die Toilettenanlagen. In diesem März wurde der Chemie-Lehrübungsraum mit Sammlung fertiggestellt. Bis Anfang kommenden Jahres sollen die Klassenräume im Obergeschoss saniert sowie die Lehrübungsräume für Physik und Biologie fertiggestellt werden. Der Landrat nannte es eine richtige und zukunftsweisende Entscheidung, die "Schule für Erwachsene" an dem neuen Standort unterzubringen.

Bei der Investition – „wir sind noch nicht ganz durch“ – handele es sich um gut angelegtes Geld. Denn auch die im klassischen Schulsystem weniger Erfolgreichen bräuchten gezielte Bildungsangebote. Die Bedeutung dieser Form der Weiterqualifizierung werde noch zunehmen, sagte Woide, der auf die Entwicklung der Studierendenzahlen an der "Schule für Erwachsene" verwies.

Schulleiter Thomas Bös betonte, dass „wir froh sind, ein neues Domizil gefunden zu haben, das sich Schritt für ein Schritt in ein schickes Zuhause verwandelt“. Angesichts des an vielen anderen Stellen unterfinanzierten Bildungswesen an anderer Stelle dürfe man sich glücklich schätzen, mit dem Landkreis Fulda einen starken Partner an der Seite zu haben. Den pädagogischen Teil müssten jetzt die Lehrkräfte und Studierenden leisten, beispielsweise durch eine Erhöhung der Absolventenquote. Auch Bös hob die steigende Bedeutung eines großzügig ausgestatteten, effektiven und gut vernetzten Erwachsenenbildungssystems zur Versorgung von Wirtschaft und Gesellschaft mit qualifizierten Fachkräften hervor.

Als entscheidende Stellschraube bezeichnete er die Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen und führte beispielhaft die Volkshochschule des Landkreises mit Michael Friedrich an der Spitze an. Dieses Potential sei insbesondere mit Blick auf die digitale Infrastruktur noch nicht ausgeschöpft.

Die Personalratsvorsitzende der Schule für Erwachsene, Almut Stumpf, sprach von einer schwierigen Anlaufphase. Es stelle eine besondere Herausforderung dar, während der laufenden Sanierungsmaßnahme unterrichten zu müssen. Die Bedingungen hätten sich inzwischen jedoch deutlich verbessert, so dass man anfange, sich wohlzufühlen. Studierendenvertreter Vitali Heizenrieder räumte ein, dem neuen Standort zunächst mit gemischten Gefühlen begegnet zu sein. „Nun aber ist es unser Haus, und wir können es nach eigenen Wünschen mit Leben füllen.

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