Erste Wald-Kita der Stadt Fulda offiziell eröffnet

Der Kastanienbaum soll an die Eröffnung erinnern. Beim Pflanzen halten (von links): Bürgermeister Dag Wehner, Stellvertretende Kita-Leiterin Verena Schuritz, Kita-Leiterin Sabrina Stribrny und Forstamtsleiter David Nöllenheidt sowie Kinder der „Waldfüchse“-Gruppe.

„Waldgruppen“: „Keine Türen, keine Wände, kein Lärm, keine Reizüberflutung.

Fulda - Die Natur erleben und täglich auf kleine Abenteuerreisen gehen – das will die Wald-Kita Sonnenschein den Kindern bieten. Die Einrichtung auf dem Aschenberg-Plateau ist die erste Wald-Kita der Stadt Fulda und wurde jetzt im Beisein von Bürgermeister Dag Wehner sowie von Eltern, Kita-Team und weiteren Projektbeteiligten offiziell eröffnet.

Bis zu 40 Plätze für Kinder im Alter zwischen 2 und 6 Jahren bietet die Wal-Kita, die organisatorisch an die Kita Sonnenschein angegliedert ist. Seit dem Start der Kita Anfang August haben sich die Reihen in den beiden Gruppen („Waldfüchse“ und „Waldmäuse“) gefüllt, bis zum Spätherbst stehen noch einige Eingewöhnungen an, und einige wenige Plätz sind auch noch zu vergeben.

Von einer „Premiere für die Stadt Fulda“ sprach Kita-Leiterin Sabrina Stribrny bei der Begrüßung und erläutert zugleich das besondere Konzept der beiden „Waldgruppen“: „Keine Türen, keine Wände, kein Lärm, keine Reizüberflutung – in der freien Natur finden Kinder alles, um ihre ganzheitliche Entwicklung zu fördern. Und bei anhaltend schlechtem Wetter stehen uns die beiden tollen Wald-kita-Wagen zur Verfügung.“ In der Tat bestimmen die beiden schmucken Wagen aus viel Holz die Szenerie, daneben gibt es eine große Freifläche mit Möglichkeiten zum Spielen, Matschen und Experimentieren in der Natur, und der Niesiger Wald (Staatsforst Fulda-Nord) beginnt nur wenige hundert Schritte entfernt. Dort, am Gerloser Häuschen, sollte die Wald-Kita ursprünglich entstehen, am Ende hat sich jetzt der Standort in unmittelbarer Nähe der bereits bestehenden Kita Sonnenschein als ungleich praktikabler erwiesen.

Bürgermeister Wehner blickte in seiner kurzen Ansprache auf die Entstehungsgeschichte der Waldkita zurück und erwähnte auch die besondere Rolle des Forstamts Fulda unter Amtsleiter David Nöllenheidt beim Zustandekommen des Projekts und bei der aktuellen Begleitung. Sein besonderer Dank galt auch dem Gebäudemanagement der Stadt sowie dem neugebildeten Wald-Kita-Team, das mit Herzblut und viel Engagement zu Werke gehe. Zusammen mit der Kita-Leiterin Sabrina Stribrny und deren Stellvertreterin Verena Schuritz sowie Forstamtsleiter David Nöllenheidt pflanzte Bürgermeister Wehner als bleibende Erinnerung an die Eröffnung einen Kastanienbaum auf dem Gelände – tatkräftigt unterstützt von Kindern der „Waldfüchse“-Gruppe, die beim Angießen des jungen Baumes halfen.

Nach der kirchlichen Segnung durch Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig von der Aschenberger Versöhnungskirche sowie durch ihren katholischen Kollegen von der Pfarrei St. Lukas, Pfarrer Uche Bernard Ugwueze, zeigten die Kinder der beiden Gruppen spielerisch, welche Erlebnisse sie mit Wind und Wetter in der Wald-Kita schon hatten oder welche Tiere sie in Wald und Flur schon kennengelernt haben – etwa hoppelnde Hasen oder schleichende Füchse. Und ein besonderes Geschenk hatte sich die Kita Sonnenschein als „Patin“ der Wald-Kita für die beiden Waldgruppen ausgedacht: Jede bekam zur Eröffnung ein Vogelhaus – entworfen und gebaut von den Sonnenschein-Kindern.

Mehr Informationen zur Wald-Kita gibt es unter Telefon (0661) 500154 oder im Internet unter https://www.fulda.de/unsere-stadt/kindertagesbetreuung-schulen/kindertagesstaetten/kita-sonnenschein-aschenberg/waldkindergarten/#c18455

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