Erster Fuldaer Literaturpreis geht an Johanna Maxl

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Sie alle sind am Literaturpreis der Stadt Fulda beteiligt (von links): Literaturkritiker Christoph Schröder, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Organisatorin Silke Hartmann, Sponsor Horst Habermehl von der „Sparkasse Fulda“ und Kulturamtsleiter Dr. Thomas Heiler.

Für ihr Erstlingswerk "Unser großes Album elektrischer Tage" erhält Johanna Maxl den ersten Fuldaer Literaturpreis.

Fulda - „Das Kloster Fulda mit einer großen Bibliothek ist eine Wiege der Sprache in unserem Land“, sagte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld bei der Bekanntgabe des ersten Preisträgers des zum 1275-jährigen Bestehen Fuldas aus der taufe gehobenen „Fuldaer Literaturpreises“.

Innerhalb der Reihe „Literatur im Stadtschloss“, die es seit nunmehr 30 Jahren gibt, erwuchs die Idee, einen Preis für Erstlingswerke junger Autoren auszuloben, um die Kulturarbeit der Stadt zu stärken. Organisatorin Silke Hartmann holte eine hochkarätig besetzte Jury ins Boot. Zur ersten Jury gehören die Autoren Frank Witzel und Ingo Schulze, die Literaturkritiker Christoph Schröder und Insa Wilke sowie die Autorin Leona Stahlmann.

„Einmütige Entscheidung“

Aus einer großen Auswahl an Büchern blieben zum Schluss 25 Werke übrig, aus denen zum Schluss Johanna Maxls Buch „Unser großes Album elektrischer Tage“ als Sieger hervorging. „Es war letztendlich eine einmütige Entscheidung der Jury“, so Jury-Sprecher Christoph Schröder. „Maxls Buch ist in verschiedenen Textformen geschrieben. Sie hat eine sehr sichere Sprache, es ist ein gegenwartsnaher Text mit sehr viel Humor. Und es ist ein durchaus feministisches Buch, wenn auch nicht auf den ersten Blick“, sagte Schröder.Organisatorin Hartmann lobte die Idee des „Fuldaer Literaturpreises“: Die Förderung junger Autoren ist eine unterstützenswerte Sache.“

Die „Sparkasse Fulda“ finanziert aus ihrer „Jubiläumsstiftung“ den mit 10.000 Euro dotierten Preis. „Dieser Preis wird eine Erfolgsgeschichte“, so Horst Habermehl von der „Sparkasse“. Die 31 Jahre alte Johanna Maxl, die aus Bayern stammt und in Leipzig lebt, wird am 14. Mai um 20 Uhr zu Preisverleihung und Lesung in den Fürstensaal im Stadtschloss kommen. Die Laudatio übernimmt die aus Fulda stammende Autorin Leona Stahlmann.

Wingenfeld ist sicher, dass der „Fuldaer Literaturpreis“ keine Eintagsfliege sein wird, sondern sich in der Kulturlandschaft etablieren wird. Mit einem Preisgeld von 10.000 Euro sei er auch „sehr gut dotiert“. Der OB wünscht sich eine jährliche Preisverleihung, die ein „fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Fulda“ werden soll. „Der Preis ist eine Ermutigung an Nachwuchsautoren und ein Bekenntnis zur Literatur“, sagte Wingenfeld.

Johanna Maxl ist die erste Literaturpreisträgerin Fuldas.

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