Erweitertes Therapieangebot

Fulda. Zur Vermeidung von arteriellen Verschlusskrankheiten bietet die Radiologie des Klinikums Fulda - als einzige Klinik in Hessen - die so ge

Fulda.Zur Vermeidung von arteriellen Verschlusskrankheiten bietet die Radiologie des Klinikums Fulda - als einzige Klinik in Hessen - die so genannte Brachytherapie an.

In Deutschland leiden derzeit geschtzt 1 Millionen Menschen an einer peripheren Durchblutungsstrung aufgrund von Gefverengungen und Verschlssen der Beinschlagadern. Die Folgen der Erkrankung sind umgangssprachlich als Schaufensterkrankheit" und Raucherbein" bekannt, medizinisch spricht man von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK). Die Folgen fr die betroffenen Patienten knnen von belastungsabhngigen Schmerzen mit Einschrnkungen beim Gehen bis hin zur Beinamputation fhren. Letzteres erleiden rund 30.000 Menschen pro Jahr. Das bisherige Therapieangebot reicht von dem Bewegungstraining ber die Einnahme von Medikamenten bis zu zum Aufdehnen der Gefe sowie verschiedener Operationsverfahren.

Das Ausdehnen der Gefe mit einem Ballonkatheter (Balloondilatation) beseitigt zwar die Engstellung uns Verschlsse ohne Operation und Narkose, kann aber bei manchen Patienten, insbesondere bei Diabetikern, durch Zellwucherungen zu einem raschen erneuten Verschluss fhren.

Am Klinikum Fulda wird nun ein neu entwickeltes Verfahren zur langfristigen ffnung der Gefe im Ober- und Unterschenkel angewendet. Bei dieser so genannten Endovaskulren Brachytherapie" wird der Ballonkatheter mit flssigem Rhenium-188 gefllt und damit die Gefwand gezielt bestrahlt. Mglichen Zellwucherungen, die einen Wiederverschluss verursachen knnten, wird damit entgegengewirkt.

Die neue Methode ist fr die Patienten wirksam, schonend und sicher", erlutert Prof. Dr. Christoph Manke, Direktor der Klinik fr Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Klinikums Fulda. Die Behandlungszeit dauert aufgrund der hohen Strahlungskonzentration nur wenige Minuten, die Bestrahlung geschieht punktgenau und ohne Beschdigung des umliegenden Gewebes. Gleichzeitig bleibt die Gesamt-Strahlungsbelastung fr die Patienten gering. Bei der Anwendung des neuen Verfahrens entfallen die bislang aufgetretenen Belastungen der Patienten, die aufgrund wiederholter Krankenhausaufenthalte oder aber der Angst vor einem wiederkehrenden Verschluss auftraten ", so Prof. Manke.

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