Erzählfestival war ein voller Erfolg

Großenlüder. Schon der Auftakt des Erzählfestivals, welches die Bürgerstiftung Großenlüder organisiert und ausrichtet, hat mit zwei Veranstaltun

Großenlüder. Schon der Auftakt des Erzählfestivals, welches die Bürgerstiftung Großenlüder organisiert und ausrichtet, hat mit zwei Veranstaltungen voll ins "Schwarze" getroffen. Profierzählerin Susanne Tiggemann versteht mit ihrer Erzähltechnik Kinder zu fesseln, egal welchen Alters. Heike Münker, Vorstandsmitglied der Stiftung, ist die Initiatorin des Erzählfestivals. Sie begrüßte die Kinder und Erwachsene und stimmte alle auf ein besonderes Erlebnis ein.

Die erste Veranstaltung fand in der Grundschule Bimbach statt. Die Schüler/innen der 1. und 2. Klasse, sowie wenig später Schüler/innen der 3. und 4. Klasse erlebten eine optimale Erzählstunde mit Geschichten "aus dem Koffer" sowie Geschichten "aus dem Kopf", die so genannten Stegreifgeschichten. Nachmittags kamen dann Kinder im Kindergartenalter, teils mit ihren Erzieherinnen, teils mit Müttern oder Großeltern in die Bodelschwingh-Schule, um sich in die Welt der Fantasie entführen zu lassen.

"Wisst Ihr, wo Geschichten herkommen", mit dieser Frage und der Antwort, dass ihre Geschichten aus den vielen mitgebrachten Koffern kommen, hat Susanne Tiggemann die Aufmerksamkeit der Kinder schon auf ihrer Seite. Denn wer will nicht wissen, was alles in so einem Koffer drinsteckt. Und so gibt es für die Grundschulkinder eine japanische Geschichte, in der klar wird, dass jedes Kind seine Talente nutzen muss, um den eigenen Weg zu finden. Es gibt eine Gruselgeschichte, die von einem Zombie handelt, welches sich, wenig klischeehaft, ein Schlaflied singen lässt und die afrikanische Geschichte vom Tiger, der, weil die Kinder es so vorgeben, mit der Giraffe spielen will.

Für die Kindergartenkindern gibt es die Geschichte von der Grille, mit der man ein ganzes Jahr lang viele, andere Tiere begegnen kann, die Geschichte von Eduard, der gelben Ente, die lernt, was ein Apfel ist und wie gut Apfelkuchen schmeckt und die Geschichte von dem kleinen Fisch, der dem großen Hai helfen kann. Und weil die Kinder nach fast 60 Minuten immer noch gefesselt sind, gibt es noch eine Mit-mach-Geschichte mit dem Schlachtruf der Indianer "Hagenunu".

Was ist es, das die Geschichten von Frau Tiggemann so interessant machen, dass selbst kleine Kinder "voll drauf abfahren" und nicht genug kriegen können? Vielleicht ist es der Wechsel zwischen dem Einsatz von Gegenständlichen und einem erdachten Objekt, was nur durch die jeweilige Gestik, die Mimik oder die Bewegungen der Erzählerin unterstrichen wird. Vielleicht ist es die Stimme, mal ruhig gelassen, mal aufgeregt und angespannt; mal streichelt sie, mal singt sie, mal wird sie böse und mal freudig. Die Zuhörer sehen und hören, aber gleichzeitig können sie auch riechen, sie können schmecken, alle Sinne sind geweckt.

Tiggemann´s Geschichten sind Seelennahrung, die man mit viel Freude, Spaß und Leichtigkeit aufnehmen kann und später vielleicht auch weiter erzählen kann. Und so gibt es zum Schluss, als die Kinder um weitere Geschichten betteln, den guten Rat: "Jetzt erzählt Euch gegenseitig eine Geschichte".

Heike Münker macht darauf aufmerksam, dass das Erzählfestival fortgeführt wird mit einem Fortbildungsangebot für Fachkräfte und anderen Erwachsenen, die sich mit der Frage des "Erzählen" intensiv beschäftigen wollen.Darüber hinaus können Erzählkoffer erworben werden, in denen Arbeitsanleitungen, Bücher und Material zum Geschichteerzählen zu finden sind.Erzählrunden mit Senioren und Kindern, Geschichtenwerkstatt für Kindertagesstätten und Grundschulen sowie Buchlesung und Erzählrunde für Senioren werden im Laufe des Jahres die Veranstaltungen des Erzählfestivals der Bürgerstiftung abrunden. Die Bürgerstiftung wird weiter darüber berichten.

Ziel all dieser Veranstaltungen ist, dass die gesamte Großenlüderer Region "ins Erzählen" kommt.

Wenn Sie mehr über die Bürgerstiftung Großenlüder erfahren wollen, schauen Sie unter www.buergerstiftung-grossenlueder.de

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