"SG Barockstadt Fulda-Lehnerz" bricht in virtuelle Welten auf

+
Lockere Plauderei über "eSport": "SG"-Manager Sebastian Möller, Benjamin Wagner, "Fulda aktuell"-Objektleiter Michael Schwabe und Redaktionsleiter Bertram Lenz (von rechts).

Eigene Abteilung "eSport" beim Fußball-Hessenligisten / Ab November Spiele in der "NGL Pro Club Premiership" 

Fulda - "eSport" gilt gemeinhin als DER Sport der digitalen Generation. Wie kaum eine andere Disziplin hat sich der digitale Wettkampf per Playstation oder „Xbox“ in jüngster Vergangenheit von einem Nischen- zu einem Massenphänomen entwickelt. Die Wettkämpfe werden von einem Millionenpublikum per Livestream und in ausverkauften Stadien verfolgt. Inzwischen haben mehrere Fußball-Bundesligisten sogar eigene Abteilungen gegründet; eine Tatsache, an der auch Hessenligist „SG Barockstadt Fulda-Lehnerz“ nicht vorbeigehen will und kann und offiziell in den "eSport" einsteigen wird. Details erläuterten bei einem Gespräch auf Einladung von „Fulda aktuell“ "SG"-Manager Sebastian Möller und Benjamin Wagner.

Der 34 Jahre alte Wagner, eigentlich in der Gemeinde Münchhausen nahe Marburg zuhause, kommt zum Termin im Trikot der „SG“. Früher habe er auch aktiv Fußball gespielt, erzählt Wagner – und zwar als Torwart, eine Position, die er nun auch beim "eSport" einnimmt. 2014 habe er damit begonnen, sich mit der „FIFA“-Reihe zu beschäftigen und sei dann mit einigen Freunden auf die Idee gekommen, einen eigenen Verein zu gründen. „Parallel dazu ist vor über einem Jahr die ,SG Barockstadt‘ ins Leben gerufen worden, und da haben wir Kontakt aufgenommen“. Eine Tatsache, die bei den Vereinsverantwortlichen auf offene Ohren stieß, denn auch in unserer Region spielen immer mehr aktive Fußballer „FIFA“ oder auch „PES“.

Die "eSportler" der „SG“ werden ab 1. November in der „NGL Pro Club Premiership“ an den Start gehen und hier unter anderem auf andere "eSport"-Teams wie den „KSV Baunatal“, „SV Meppen“, „Austria Wien“, „RW Essen“ und „ESC Granz“ treffen. Jedes Spiel dauert 20 Minuten, „und was ganz wichtig ist: Wir spielen im Pro Club-Modus 11 gegen 11“, wie Wagner erklärt. Jeder Akteur habe seine eigene Position und eigenen Namen, und zweimal wöchentlich werde von 20 bis 22 Uhr professionell trainiert, beispielsweise Taktik.

„Das Ganze besitzt schon eine hohe Verbindlichkeit und gestaltet sich sehr professionell“, ergänzt der 34-Jährige. Das Ziel sei, in der Liga oben mitzuspielen. Eine Begegnung dauert übrigens 20 Minuten, die Topspiele finden an den Sonntag- und Montagabenden statt.

„SG“-Manager Möller zeigt sich sehr positiv überrascht über das Feedback, das erste Andeutungen über eine "eSports"-Abteilung gefunden haben. „Damit scheinen wir einen Nerv getroffen zu haben“, so Möller. Es sei ein unbestelltes Feld mit viel Potenzial, das sich die „SG“ zunutze machen wolle.

Und weil ein Kader aus mindestens 16 Akteuren bestehen muss, findet aktuell gerade ein Online-Casting statt, um auch Spieler aus der osthessischen Region für das "eSports"-Team zu gewinnen. Anmeldungen sind möglich über die Homepage der „SG Barockstadt“.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

29-Jähriger zusammengeschlagen und ausgeraubt

In der Nacht zum Samstag wurde ein 29-Jähriger in Fulda zusammengeschlagen und ausgeraubt.
29-Jähriger zusammengeschlagen und ausgeraubt

Flucht vor Polizei in Motten: Bei Unfall schwer verletzt, Elektroschocker und Armbrust entdeckt

27-Jähriger rast bei Polizeikontrolle davon: Keine gültige Fahrerlaubnis, gestohlene Kennzeichen und berauscht am Steuer
Flucht vor Polizei in Motten: Bei Unfall schwer verletzt, Elektroschocker und Armbrust entdeckt

Rund 2.300 Erstsemester starten ihr Studium in Fulda

Gesamtzahl der Studierenden an der Hochschule Fulda steigt zu Beginn des Wintersemesters 2019/20 noch einmal leicht an auf rund 9.700
Rund 2.300 Erstsemester starten ihr Studium in Fulda

Arten- und Naturschutzprojekte im Fokus: 150 Naturschützer besuchen erste Biosphärentagung in der Rhön

150 Naturschützer haben sich am Freitag, 11. Oktober, auf Einladung der Hessischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Poppenhausen getroffen.
Arten- und Naturschutzprojekte im Fokus: 150 Naturschützer besuchen erste Biosphärentagung in der Rhön

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.