Evangelische Weihnachtsgottesdienste in der Region Fulda: Kirche bleibt bei den Menschen 

                                      

Verändertes Angebot in allen Gemeinden mit Anmeldepflicht

Fulda - Die evangelischen Kirchengemeinden in Fulda und Region halten mehrheitlich an Weihnachtsgottesdiensten fest – allerdings in kleineren Formaten. Die Christuskirchengemeinde sagt alle Präsenzgottesdienste ab.

Sechs evangelische Kirchengemeinden des Kooperationsraums “Gemeinsam evangelisch in Fulda und Region” wollen Weihnachtsgottesdienste unter strengen Auflagen und in verkleinerter Form feiern. Die großen Freiluftgottesdienste im Stadion Fuldaaue und auf den Sportplätzen in Dirlos und Bachrain wurden zugunsten kleinerer Formate abgesagt. Nicht stattfinden wird ein geplanter Stationengang durch die Fuldaer Innenstadt am zweiten Weihnachtsfeiertag.

„Wir wollen Menschen, die das möchten, einen Ort und eine Zeit geben, in der sie in Gemeinschaft und ohne Furcht - wenn auch mit Abstand - Weihnachten feiern können,“ sagen die Pfarrerinnen und Pfarrer des Kooperationsraums.  Viele Menschen hätten Sehnsucht nach gottesdienstlicher Gemeinschaft und erwarteten gerade in dieser schwierigen Zeit Sinn- und Kraftangebote getreu der weihnachtlichen Botschaft „Fürchte euch nicht!“ Bereits in den vergangenen Monaten habe man unter Einhaltung von Mindestabständen und Hygieneregeln und ohne Gemeindegesang Gottesdienste gefeiert. An Weihnachten gelte zudem in allen Gemeinden eine Anmeldepflicht. „Unsere Hygienekonzepte sind in den letzten Monaten sehr gut aufgegangen und unsere Gottesdienste sind nie zu Hotspots oder Infektionsherden geworden,“ betonen die Pfarrerinnen und Pfarrer.

Eine andere Entscheidung traf der Kirchenvorstand der Christuskirche. Mit Verweis auf die hohen Infektionszahlen im Landkreis entschied er, bis zum 10. Januar ganz auf Präsenzgottesdienste zu verzichten und die Gottesdienste auf dem Museumshof und in der Christuskirche abzusagen. Stattdessen lädt die Gemeinde Gläubige in die ganztägig geöffnete Kirche ein. „Die Kirche ist weihnachtlich geschmückt, im „Kirchgarten“ gibt es eine Weihnachtsgeschichte in Bildern, ein Gottesdienst für Zuhause erreicht die Menschen per Post oder zum Mitnehmen in der Kirche,” sagen Pfarrerin Jana Koch-Zeißig und Pfarrer Jörg Scheer.

Bis zuletzt habe man das Gespräch mit den politischen Verantwortlichen gesucht und sich mit ihnen abgestimmt, sagt Dekan Bengt Seeberg. Die Kirchenvorstände einiger Gemeinden sind zu der Entscheidung gekommen, auf großformatige Gottesdienste auf öffentlichen Plätzen, wie dem im Stadion mit geplanten 500 Teilnehmenden, zu verzichten. „Wir hatten uns auf den Gottesdienst im Stadion sehr gefreut und auch viel Zuspruch erhalten und hoffen, ein anderes Mal nach der Pandemie dort gemeinsam feiern zu können“, so Pfarrerin Anke Mölleken und Pfarrer Stefan Bürger. Die Kreuzkirche und die Lutherkirche bieten stattdessen kleine Gottesdienste in ihren Kirchen an. Auch die Planung von Pfarrer Wolfgang Echtermeyer, mit einer mobilen Weihnachtskirche auf den Sportplätzen in Dirlos und Bachrain zu feiern, wurde zugunsten von zwei kleineren Gottesdiensten im Garten des Pfarrhauses an der Christophoruskirche abgesagt.

Die Weihnachtsgottesdienste der Bonhoeffergemeinde und der evangelischen Kirche in Petersberg können wie geplant stattfinden. Pfarrer Dr. Michael Grimm von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Salzschlirf-Großenlüder teilt mit, dass die Teilnehmerzahl der Krippenfeier im Kurpark auf 150 beschränkt wird. Pfarrerinnen Tina Oehm-Ludwig und Laura Baumgart von der Versöhnungs-Matthäuskirche machen darauf aufmerksam, dass neue Regelungen eine Anmeldepflicht auch für ihre Gottesdienste erforderlich machen. Die Möglichkeit dazu findet man auf der Homepage der Gemeinde.

Andachten, Gottesdienste und Krippenspiele wird es auch auf dem YouTube Kanal des "Kooperationsraums Gemeinsam evangelisch in Fulda" zu sehen geben. Eine Übersicht über die geplanten Gottesdienste findet man auf den Homepages der Gemeinden und des Kirchenkreises unter www.kirchenkreis-fulda.de.

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