Nordic Walking-Experte Mack gibt Tipps für den "Rhönlauf"

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Traditionsreiche Veranstaltung am 5. Mai rund um Poppenhausen / Was bei der Ausrüstung wichtig ist

Poppenhausen/Petersberg - Die Sonne lacht, Sportarten wie Nordic Walking erlauben es, Körper und Kreislauf schonend wieder auf Trab zu bringen. Bis zum 15. „Rhönlauf“ am 5. Mai in Poppenhausen können selbst Bewegungsmuffel noch fleißig trainieren. Bei Wahl und Handhabung der Stöcke gibt es allerdings einiges zu beachten. Nordic-Walking-Veteran Norbert Mack gibt Tipps, damit der Spaziergang zum Ganzkörpertraining werden kann.

Was Mack von „Mack Mountain Sport“ in Margretenhaun zeigt, hat mit einem Spazierstock nur noch wenig zu tun. Federleichter kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff, wechselbare Griffe und Spitzen, verstellbare Länge – und eine Handschlaufe, die ordentlich Vortrieb ermöglicht. „Als ich vor 19 Jahren die ersten Nordic-Walking-Kurse angeboten habe, war ich damit einer der ersten in Deutschland. Wenn wir mit unserer Gruppe über die Feldwege gelaufen sind, wurden wir gerne gefragt, ob wir die Skier vergessen hätten, so ungewöhnlich sah das für die Leute aus. Skilangläufer hatten im Sommer schon etliche Jahrzehnte vorher zwei Stöcke zum Trainieren benutzt, aber das kannten normale Menschen eben nicht. Mit dem ersten ,Rhönlauf’ vor 15 Jahren wurde das Nordic Walking in unserer Region vielen erst bekannt: Spaziergehen in der wunderschönen Rhönlandschaft, in der Gemeinschaft – und gleichzeitig eine sportliche Betätigung, die es so in sich hat, dass sie ein ganzes Fitness-Studio ersetzen kann und noch dazu so schonend ist, dass selbst Sportmuffel Spaß daran haben können. Inzwischen sieht man in jedem Urlaub Menschen mit Stöcken laufen, ein Nordic-Walking-Buch, das ich zusammen mit Mathias R. Schmidt, einem langjährigen Mitstreiter herausgegeben habe, wurde inzwischen mehr als 250.000 Mal verkauft. Der Sport ist längst in der Gesellschaft angekommen und braucht sich nicht hinter anderen Ausdauersportarten zu verstecken“, erklärt der ehemalige Mittelstreckenläufer.

Damit Läufer davon profitieren können, sind die passenden Stöcke erforderlich: „Die optimale Länge ist Körpergröße mal 0,7. Dabei spielt die Beinlänge eine große Rolle: Habe ich kürzere Beine, mache ich kleinere Schritte. Deswegen empfiehlt es sich, zuerst einen höhenverstellbaren Stock auszuprobieren, um die optimale Länge herauszufinden. Verstellbare Stöcke sind auch gut, um sie immer im Rucksack dabeihaben zu können. Für die dauerhafte Nutzung sind aber feste Stöcke besser, die können die Schwingungen besser absorbieren. Anfänger, die erstmal reinschnuppern wollen, brauchen keine Korkgriffe und Carbonmaterialien, aber wer Feuer gefangen hat, profitiert schon bald davon.“

Die unscheinbaren Handschlaufen sind ein wichtiger Bestandteil des Stockes: „Die gibt es in verschiedenen Größen und sollten an den Läufer angepasst werden, sonst kann der Bewegungsablauf nicht ohne Störungen erfolgen. Und gerade das ist so wichtig, weil man beim Laufen schon nach ein paar Minuten abschalten und den Kopf freibekommen kann. Das gilt auch für die Spitzen: Bei guten Stöcken kann die Spitze je nach Untergrund einfach gedreht werden, ob Asphalt, Feldweg oder Wiese“.

Fürs Schuhwerk empfiehlt der Experte atmungsaktive Materialien, gute Dämpfung und Griffigkeit.

(Marius Auth) 

Gewinner des Warm-Up-Trainings

Am 5. Mai findet in Poppenhausen der diesjährige „Rhönlauf“ statt. Zur Optimierung der Lauftechnik und als Vorbereitung hat „Fulda aktuell“, das gemeinsam mit „Osthessen News“ die Medienpartnerschaft bei diesem 15. „Rhönlauf“ bildet, wieder ein exklusives Warm-Up-Training für fünf Personen (mit jeweils einer Begleitung) mit dem Physiotherapeuten, Trainer und Buchautor Andreas Helmkamp, Inhaber der „Praxis für Physiotherapie Münsterfeld“ in Fulda, verlost. Trainingstermin ist der Mittwoch, 24. April, 18 Uhr, in Poppenhausen. Die genaue Örtlichkeit wird den glücklichen Gewinnern gesondert mitgeteilt. Manfred Helfrich, der sportbegeisterte Bürgermeister der Rhöngemeinde, begleitet wieder die Gruppe. Nach dem Lauf sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Veranstalter „Förstina Sprudel“ erneut zu einem Imbiss in einer Rhöner Gaststätte eingeladen. Auch erhält jeder Gewinner einen Präsentkorb vom Sponsor „Tegut“.

Und hier die Gewinner:

Gertraude Jurk aus Wartenberg, Anja Sima aus Ehrenberg, Daniela Hofstetter aus Eichenzell, Eva Schmitt aus Hünfeld und Walter Bernhardt aus Poppenhausen. Sie erhalten in den kommenden Tagen Nachricht, wo genau sich die Gruppe am 24. April treffen wird.

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