Extremläufer Sascha Gramm: Immer neu motivieren

Momentaufnahme vom „Geh-Heim-Lauf“ im Schwarzwald, den Sascha Gramm rechts) überlegen gewann.
+
Momentaufnahme vom „Geh-Heim-Lauf“ im Schwarzwald, den Sascha Gramm rechts) überlegen gewann.

Gespräch über Rennen und den Sport während der Corona-Pandemie

VON BERTRAM LENZ

Fulda. Gerade in Zeiten von Corona kam und kommt es besonders darauf an, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren. Welche kreativen Möglichkeiten es gibt, erfährt man im Gespräch mit Extremläufer Sascha Gramm aus Hainzell. Der 42-Jährige war zuletzt bei einem sieben Tage dauerernden Etappenlauf durch den Schwarzwald aktiv, den er mit einem gut fünfstündigen Vorsprung auf den Zweitplatzierten für sich entscheiden konnte.

„Das war eine ganz klasse und toll organisierte Veranstaltung“, resümiert Gramm im Gespräch mit „Fulda aktuell“. Denn einmal mehr habe er Menschen kennenlernen dürfen, „zu denen ich sonst wahrscheinlich nie irgendwelche Berühungspunkte gehabt hätte“. So wie Christian aus der Schweiz, mit dem er sich zwei Tage lang ein „Laufduell“ lieferte, bis man am dritten Tag übereinkam, die Strecke doch gemeinsam zu meistern. „Leider ist Christian dann am vierten Tag ausgestiegen, um nach Neuchâtel zurück zu kehren“, bedauert der Hainzeller. Da habe er einmal mehr gemerkt, dass es schön sei, sich beim Laufen gegenseitig zu „pushen“.

Gramm, der sich selbst als „Etappenläufer“ bezeichnet, absolvierte in den sieben Tagen 340 Kilometer mit gut 7.000 Höhenmetern. Ziel war jeweils der Wohnort des Organisators, weshalb die Veranstaltung auch „Geh-Heim-Lauf“ genannt wurde. Auch eine Unterkunft hatte Gramm dank seines Sponsors „Kunzmann“ gefunden: Einen Sprinter, den er unter anderem mit Matratze wohnlich gestaltete, und der auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt werden konnte.

Wegen der Corona-Pandemie gilt es zu improvisieren, um im Laufrhythmus zu bleiben: Da von der so genannten „Continental-Challenge“ Norwegen erneut gestrichen wurde und Bolivien in der Schwebe ist Gramm möchte angesichts der Pandemie-Situation in Südamerika selbst nichts riskieren), wird es am 3. Juli einen Lauf mit „Gleichgesinnten“ von Brauerschwend im Vogelsbergkreis zum Edersee geben. Das sind rund 105 Kilometer, und am Ziel ist dann Grillen und Fußball-EM-Gucken angesagt. Und dann steht, passend in Verbindung zum diesjährigen Familienurlaub, Mitte Juli der „Eiger-Ultra-Trial“ an. Gramm will hier über die mittlere Distanz starten und freut sich schon darauf, „die Eindrücke der Natur aufzunehmen“.

Lauftechnik-Workshop

Zurück zu Corona: Der 42-Jährige weiß, dass viele Menschen während des Lockdowns zum Sport beziehungsweise Laufen gekommen sind. Um Neulinge beim Einstieg ins Laufen zu unterstützen, gibt es eine Kooperation mit „Rützel Orthopädie Schuhtechnik“. Das Traditionsunternehmen ist im Rinnweg und im „Medicum“ vertreten, und gemeinsam mit Gramm wird es am 31. Juli von 9 bis 12.30 Uhr einen „Lauftechnik-Workshop“ geben. Zunächst ein Vortrag in den Räumen in der Flemingstraße 3, dem dann die Praxis am Sportplatz „Münsterfeld“ mit Aufwärmen, Lauftechnik und Dehnen und Lauf-Arbeit folgt. Die Veranstaltung ist für maximal 20 Teilnehmer ausgelegt und kostet pro Kopf 15 Euro. Informationen und Anmeldung unter info@orthopaedie-schuhtechnik-ruetzel. de .

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Verwaltungsgericht lehnt Antrag gegen Quarantäne ab
Fulda

Verwaltungsgericht lehnt Antrag gegen Quarantäne ab

Das Verwaltungsgericht Kassel hat den Antrag gegen eine Quarantäneverfügung des Landkreises Fulda für einen Grundschüler abgelehnt. Die Eltern des Kindes hatten mit …
Verwaltungsgericht lehnt Antrag gegen Quarantäne ab
19-Jährige stirbt nach Motorradunfall
Fulda

19-Jährige stirbt nach Motorradunfall

Junge Frau war am Sonntagabend im Vogelsbergkreis verunglückt
19-Jährige stirbt nach Motorradunfall
Am 8. August: „DMV-Classic-Tour“
Fulda

Am 8. August: „DMV-Classic-Tour“

„MSC Fulda“ lädt zur 21. Ausfahrt von Young- und Oldtimern ein / Voranmeldung bis 2. August
Am 8. August: „DMV-Classic-Tour“
Hochwasserkatastrophe auch in unserer Region möglich?
Fulda

Hochwasserkatastrophe auch in unserer Region möglich?

FULDA AKTUELL befragte den FFH-Wetterexperten Dr. Martin Gudd zum Thema Wetter und Hochwasser in Osthessen.
Hochwasserkatastrophe auch in unserer Region möglich?

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.